Tausend Geschichten

Wolfgang Schoch

Mohamed Zakzak und der Wert des Lebens

Mo Zakzak ist der Inklusionsbeauftragte der Stadt Pforzheim.

31.08.2022 78 min

Zusammenfassung & Show Notes

Mohamed Zakzak ist der Inklusionsbeauftragte der Stadt Pforzheim. Inklusion, der Wert des Lebens und die Liebe zu seinen Mitmenschen sind ihm sehr wichtig. Das ist alles sehr eng mit seiner Lebensgeschichte verwoben. 

Mo kam während des Bürgerkriegs im Libanon auf die Welt. Als er dreieinhalb Jahre alt ist, erkrankt er und fällt für 8 Monate ins Koma. Seine Überlebenschancen stehen schlecht. Aber er überlebt. Doch durch die Erkrankung ist er von dort an im Gehen sehr stark eingeschränkt. 

Als er etwas älter ist, schicken ihr seine Eltern nach Deutschland. Sein Onkel wohnt dort und Mo soll bei ihm eine bessere Zukunft haben. Doch der Plan geht nicht auf. Mo kann nicht beim Onkel bleiben und landet in einem Kinderheim. Und dort beginnt ein langer Weg, der ihn über viele Etappen bis nach Köln führt, wo er schließlich Soziale Arbeit studiert und beruflich etwas findet, dass ihn erfüllt. 

Auf diesem Weg hat er wunderbare Menschen kennengelernt und eines nie verloren: Die Hoffnung und den Glauben an das Gute im Menschen. In unserem Gespräch unterhalten wir und über seine bewegende Lebensgeschichte und die Dinge, die wir alle daraus lernen können.

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Credits
Host & Produktion: Wolfgang Schoch
Gästin dieser Folge: Eileen Jacobs

Transkript

Hallo bei tausend Geschichten. Ich bin Wolfgang Schoch und in der heutigen Folge unterhalte ich mich mit Mohammed Zakzak. Oder einfach Mo, wie er sich selbst nennt, der Inklusionsbeauftragte der Stadt Pforzheim. Der Wert des Lebens und die Liebe zu seinen Mitmenschen sind ihm sehr wichtig. Das ist alles sehr eng mit seiner Lebensgeschichte verwoben. Während des Bürgerkriegs im Libanon auf die Welt als er dreieinhalb Jahre alt ist, Erkrankte und fällt für 8 Monate ins Koma. Seine Überlebenschancen stehen schlecht, aber er überlebt, durch die Erkrankung ist er von dort an im Gen sehr stark eingeschränkt. Als er etwas älter ist, schicken ihn seine Eltern nach Deutschland. Dort wohnt sein Onkel und dort soll Mo eine bessere Zukunft haben Doch der Plan geht nicht auf. Mo kann nicht beim Onkel bleiben und landet in einem Kinderheim. Und dort beginnt ein langer Weg, der ihn über viele Etappen bis nach Köln führt, wo er schließlich soziale Arbeit studiert und beruflich etwas findet, das ihn erfüllt, auf diesem Weg hat er wunderbare Menschen kennengelernt und eins nie verloren. Die Hoffnung und den Glauben und das Gut der Menschen. In unserem Gespräch unterhalten wir uns über seine bewegende Lebensgeschichte und über die Dinge, die wir alle daraus lernen können. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Gespräch mit Mozzark. Hallo Mo, schön, dass es heute geklappt hat mit unserem Gespräch. Ich glaube, wir haben vor zwei, drei Monaten zum ersten Mal telefoniert. Vielleicht ist es auch schon länger her. Ich, Ich bin mir nicht mehr ganz sicher. Auf jeden Fall freue ich mich, dass es heute endlich geklappt, uns mal über deine Lebensgeschichte unterhalten und ich glaube, dass sie sehr, sehr spannend ist.
Mo
00:01:42
Genau, hallo Wolfgang, schön, dass du da bist. Ich bin sehr gespannt, was ich heute alles erzähle, was ja mein erst mein Lebensgeschichte, die ist ja so vielfältig und so sehr tiefgründig, dass ich manchmal selber überrascht bin, was ich alles so noch, weiß, was alles in meinen äh in meinem Hirn spuckt. Ähm ich freue mich, dass du da bist und ich freue mich meine Geschichte äh dir mitzuteilen, aber auch die Zuhörerinnen und Zuhörer das Ganze sich anhören möchten und wollen. Genau, ich heiße Mohammed Zakzak, ich bin 44 Jahre alt und stamme ursprünglich aus dem Libanon. Ich bin ein Kriegskind, Ich hab 'nen Bürgerkrieg im Lyon erlebt, genau und ich hab auch Wurzeln aus Syrien, da stammt mein Vater her.
Wolfgang
00:02:23
Du hast grad eben im Vorgespräch gesagt, deine Geschichte, die beginnt noch vor deiner Geburt neunzehnhundertsiebenundsiebzig. Genau. Kannst du uns vielleicht einfach mal mitnehmen zu diesem Ursprung von dir.
Mo
00:02:35
Meine Geschichte, mein Schicksal, das ist ja krass, das habe ich auch, wo ich ähm 35 Jahre alt war von meiner Mutter durch ein Zufall so erfahren. Die hat gesagt, deine äh die hat mir erzählt, dein Leben, deine Geschichte war schon geschrieben, Es gab eine Situation. Hat meine Mama einen Streit gehabt mit meinem Vater und die ist irgendwie in den Südlibanon abgehauen zu ihren äh Eltern und der hat mein älteren Bruder mitgenommen, da war noch ein kleines Baby und da kam ein Mensch auf meine Mutter zu und hat sie angeguckt, hat zu ihr gesagt, liebe Frau, Bist du so traurig? Sagt die hat dann den äh den guten Mann mitgeteilt ähm ja ich habe Streit mit meinem Mann, und ich will nie wieder zu ihnen zurück. Dann ach so, hat er so ihr zugehört? Dann hat er gesagt, hm, hat du weißt doch, dass er heute Abend kommt, dich holt, Da sagt meine Mutter zu dem guten Mann, äh auf keinen Fall, da kommen doch nie dann äh aus Wut glaube oder auch so Enttäuschung gewisser Weise, man ist jung verheiratet, man man erlebt Konflikten, man will Konflikten über Konflikten lesen äh lösen und, dann äh sagt der kommt, sei dir sicher, der wird heute kommen und die Schulen. Dieser Mann ist drei, vier Schritte weitergegangen und hat sich nochmal zu meiner Mutter begeben, und hat zu ihr gesagt, liebe Frau, ich will dir noch was mitteilen. Du bist schwanger. Meine Mutter überrascht was, Auf keinen Fall. Doch, du bist schwanger. Du wirst ein Kind erwarten. Einen Jungen. Über ihn wirst du dein ganzes Leben weinen, aber in der Welt das stärkste das Kind in deiner Familie sein und wird alle seine Geschwister unterstützen, wie ein Schutzhirn, äh wie wie ein Schutzschirm, bist du dein dein äh dein Zeit vergeht. Hat sich da nichts draus gemacht. Mhm. Der Mann ist gegangen, hat sich nicht rausgebracht, Hatte ich gedacht, was will er? Am Abend ist mein Vater gekommen, hat sie abgeholt, wie er prophezeit hat, Wochen später war meine Mutter beim Arzt und die war schwanger.
Wolfgang
00:04:48
Okay und war war's jetzt zu dem Zeitpunkt dann auch schon schwanger, also diesen Menschen getroffen hat.
Mo
00:04:51
Wusste es nicht. Die wusste es nicht. Die wusste es nicht. Dann hat sich auch nichts draus gemacht. Ja. Und äh irgendwann war das Ergebnis da, das wird ein Junge, irgendwann bin ich auch zur Welt gekommen. Ja. Und ich war gesund. Ich konnte laufen. Ich bin erst mit dreieinhalb Jahren krank geworden, Fieber auf dem Gehirn eingeschlagen, ähm Dreivierteljahr Koma unter ein Prozent Überlebenschance.
Wolfgang
00:05:20
Dreiviertel Jahr Koma.
Mo
00:05:21
Genau. Ähm was interessant ist, es gibt Bilder von meiner Kindheit. Ja. Aber ich erkenne den Jungen nicht, Also ich kann mich nicht erinnern, dass ich laufen konnte. Aber dreieinhalb Jahren ist ja dreieinhalb Jahren in gewisser Weise und dann erlebst du auch als Kind vieles, ja, da genau, aber ich kann mich nicht dran erinnern. Ähm äh meine Mutter, also Das hat meine Mutter getroffen Diese Diagnose waren auch nur drei Kinder, die krank sind. Das ist kein Polo oder Kinderlämo bei mir. Das soll was anders. Das nennt man auf Arabisch. Das heißt, das war ein Virus, der den Rückenmarkt getroffen hat. Drei Leute sind dran erkrankt, ähm, Einer ist verstorben, einer kann sich nicht bewegen und äh ich als Person. Diesen in dieser Situation war ich krank, meine Mutter war in dieser Zeit auch schwanger mit meinem Bruder, äh und dann hat der Arzt zu ihr gesagt, nehmen sie ihn bitte nach Hause, nehmen sie Abschied von ihnen, Es gab auch eine tragische Geschichte in in dieser Phase, wo ich krank war. Ähm die war auch am Anfang vorher meine Mutter mit meinem Bruder und äh da war sie irgendwann nach dreiviertel Jahren acht im Monat, ein Ereignis, Da ging's mir so schlecht, dass ich mich verabschieden würde von der Erde. Da ist meine Mutter, so hat sie mir erzählt. Ich weiß es nicht. Ähm da ist sie aufgestanden am frühen Morgen, man sagt bei uns im Islam ähm, Am Morgen sind die Engel nah zur Erde, Ja und dann hat meine Mutter gesagt, lieber Gott, nimm dem Kind, den ich nicht kenne oder lass mir den Kind, die ich kenne. Ab diesem Monat hat sie mir gesagt ist mein Bruder verstorben in ihrem Bauch und ich habe überlebt. Genau, also nochmal eine emotionale Geschichte übertragene Seele. Genau und die hat mir auch erzählt, wo er wo man das Kind aus ihrem Bauch rausgenommen hat, hat er genauso ausgesehen wie ich, Genau und dann bin ich nach ab dem neunten ab dem achten Monat ging's mir dann besser und ich kann mich erinnern, wo ich aufgewacht bin, Und ich kam aus einem Licht, aus ein liebevolles Licht, Bruder von mir. Ich hab's jahrelang so interpretiert, das wäre das wäre ein Witz und dann habe ich sie ja vor Kurzem gefragt, stimmt das? Mach mein Bruder, stand da vor mir da, der ältere Bruder, sagt sie, ja. Hat mich gerufen damals, hat gesagt, da da mein Bruder ist wach, genau. Und das war sein eigenes.
Wolfgang
00:07:56
Das ist sein eigenes. Ja das ist ja echt schon schon echt ein unglaubliches ähm ein unglaubliches Erlebnis, wenn man so eine Krankheit bekommt und dann neun Monate im im Koma liegt. Ja. Das ist ja.
Mo
00:08:10
Hat meine Mutter genau gesagt, gewisserweise, die mussten mich dann füttern, genau. Ich habe immer Geräusche und äh Zeichen gezeigt. Ich habe, die hat mir erzählt, ich habe auch immer, mit den Augen bewegt, der hat mich die hat gelernt mich äh mich zu verstehen, Genau und damals war auch noch mein Vater in dieser Phase in Gefangenschaft, also ganz langen Gefangenschaft, das war die hat mein Bruder und mich und die musste das alles managen. Also großartig äh Mama. Genau.
Wolfgang
00:08:40
So, war eine unglaubliche Leistung, wenn du wenn du als als Mutter dann dich um so viele Dinge kümmern musst und die Sorgen natürlich auch hast, wenn das Kind in im Krankenhaus ist und so im Koma liegt man nicht weiß, wie's weitergeht. Genau.
Mo
00:08:54
Schon heftig, da bin ich aufgewacht. Ja. Da war mein Bruder von mir und dann war. Leben dann ein Kriegskind. Kriegskind, Flucht ähm äh.
Wolfgang
00:09:08
Nimm uns doch mal ganz kurz mit. Das war ja dann müsste so 1981 gewesen sein. Wie sah's damals im Libanon aus?
Mo
00:09:16
Das war ein Kriegsgebiet. Es war es gab es gab die BLO, es gab israelische Invasion im Libanon. Es gab die Massaker. Das habe ich nur nach meinen meinen äh Wiederdasein äh in der in dieser Welt, alles so am eigenen Leib gespürt und erlebt, den Krieg, den Trauer, die Toten es gab, es gab eine Situation, wo meine Mutter mich getragen hat, und äh da haben wir circa 1hundert Menschen, also hundert Leichen gesehen und ähm habe ich meine Mutter gefragt, Mama, schlafen die alle? Sagt Mama nein, die sind tot. Und ab diesem Moment trotz meines Komas oder mein habe ich gespürt, Wir werden geboren. Wir müssen auch irgendwann mal sterben. Manche früher, manche später, das ist unser Schicksal. Genau, da habe ich mich so eine Art mit diesen Gedanken schon angefreundet. Dass wir immer mal gehen müssen und das war halt die Konfrontation dieser Geschichte, die war ja schon heftig, ja. Die mit einem Leichen, also mit einem Toten hast du, hast du Kopfrotation gehabt.
Wolfgang
00:10:22
Ja, unvorstellbar, also ich ich habe meinem Leben schon Tote gesehen, aber das waren dann halt Familienmitglieder, die verstorben sind zum Beispiel, aber jetzt äh zum Glück noch nie so eine Situation natürlich.
Mo
00:10:34
Das ist hart. Trotz trotz dem Krieg muss ich da wirklich sagen, Wolfgang ähm. Du suchst dir auch die schönen Momente. Ja. Die Familie rückt zusammen, Ähm du bist eine Gemeinschaft. Man kämpft füreinander. Ja äh und das ist so, dass man wieder das Leben wertschätzt, Und das habe ich seither nicht, verloren. Also ich sehe das Leben nicht als selbstverständlich, sondern das Leben hat ein Daseinsberechtigung, man hat eine Aufgabe, man lebt net vor sich hin und das ist, was mich prägt in dem Datum.
Wolfgang
00:11:11
Also so diese Wertschätzung oder auch diese Dankbarkeit fürs Leben an sich.
Mo
00:11:15
Mhm. Dank fürs Leben, aber die Dankbarkeit der Begegnungen, Menschen. Also ich habe so viele Menschen getroffen, so viele Menschen begegnet und ich finde das Wesen, Mensch was wundervolles, trotz, trotz, dass der Mensch manchmal sich selber im Weg steht. Kinder, hier sieht man, hier sieht man so die Kriege auf der Welt und ich sage immer wieder, krass wer gibt den Rechten einen? Mein Daseinsberechtigung zu beenden, ja und das kann auch nur der Mensch, Tiere also Tiere ich sage Tiere haben Respekt voreinander. Tiere greifen ja auch nur an, wenn die Hunger haben und in Gefahren sind. Aber wir Menschen, unser 3 Prozent oder 4 Prozent Volumen an Denken, Er überfordert uns manchmal. Genau.
Wolfgang
00:12:09
Duda, da muss ich dir absolut Recht geben, weil, Mensch tut manchmal schon Dinge, die nicht nachvollziehbar sind und das gilt auch für mich. Ich mache manchmal auch Dinge, wo ich im Nachhinein dann auch gar keine Ahnung habe, warum habe ich denn das jetzt überhaupt gemacht? Das ist eigentlich gar nicht schlau gewesen.
Mo
00:12:23
Genau, genau. Ja, also das zu viel zu zu meiner Kriegsgeschichte. Ich habe die Invasion in erlebt. Wir haben Kanzler, Gelebt, 150 Meter und ich kann mich an diesem Tag ändern, das war's bei nach meinen äh Aufwachen aus dem Koma da waren wir da war da waren wir mit meinem Vater, der ist auch aus dem Geschäft dann freigelassen worden, war mal in Syrien Zurück und dann war die Invasion vor Ort und ähm sind wir nach Hause gefahren und meine Mutter hatte Lust Wäsche zu waschen. Kommen wir aus Syrien, Wäsche waschen, das ist ihr Ding, hat sie gemeint und auf einmal haben wir Geschrei gehört, Massaker und äh dann kam mein Vater, hat drum gebeten, ähm dass man da gehen müssen. Jetzt sind wir in Gefahrensituation. Da hat meine, Mutter so ein Drama draufschreibt, das geht jetzt nicht, Die Invasion muss jetzt warten. Ich muss Wäsche waschen. Mein Vater sagt, die warten nicht auf uns. Es sieht schlecht aus, wenn sie uns erwischen, wenn Mama sie massakriert eventuell. Dann hat er meinen Bruder geschnappt, ist gegangen ähm und ich bin mit meiner Mutter geblieben. Das war ja so symbiotisch. Wir waren immer so symbiotisch mit.
Wolfgang
00:13:42
Deine Mutter.
Mo
00:13:43
Genau, ist immer so, bis jetzt immer noch. Genau und ähm dann äh mein Vater hat was soll er jetzt mit ihr sich streiten? Dann geht das einfach und hat mein Onkel auf den Weg, begegnet und dann sagt er ähm äh zu ihrem Bruder, mein Onkel, du musst deinen Schwestern mal überzeugen, dass sie da aus dem Haus gehen soll, sonst ist sie äh in ein paar Stunden tot. Ja? Dann ist er, Du Sachen packen, ab, wir hauen ab. Und die hört auf, ihr Bruder. Genau da da sind wir grad äh von einer schlimmen Massaker, wo damals, 3 bis 5000 Menschen, erklärt worden ist und Libanesien und Libanesen. Ähm das war schon ein krasses Erlebnis, aber auch die Geschreie zu hören. Zu hören. Ähm das hat mich auch gewählt. Das hat das gibt mir auch immer noch mal die Hoffnung, wie wertvoll das Leben ist, ja? Ja, keiner hat das Recht, Das äh den Menschen, den anderen Menschen, die Daseinsberechtigung einfach so wegzunehmen, weil er wütend ist oder aggressiv oder mit dem Leben nicht klarkommt. Genau, das hat mich auch so in gewisser Weise geprägt, diese Geschichte. Dieses Massaker da waren wir auch. Ich kann mich auch erinnern an an Fluchtaktionen an äh Situationen, äh wo man wirklich um sein Leben kämpfen muss. Äh das Krasse ist, die Geschichten dahinter sind, dass du immer knapp den Tod im Kommen bist, Manchmal sind es Minuten, manchmal sind das Stunden, manchmal sind das Millisekunden. Ja und das ist krass.
Wolfgang
00:15:18
Wie wie muss man sich so was vorstellen? Weißt du, für mich ist das unvorstellbar, aber du bist jetzt dort und ihr kommt jetzt da aus Syrien zurück. Du hast gesagt, dein Vater stammt ja aus Syrien. Ihr seid da, ihr kommt zurück in den Libanon und ähm jetzt gibt's hier die Warnung, dass dass dass ein Angriff droht. Und ihr packt eure Sachen und ihr verschwindet. Kommt man dann ein paar Tage später einfach wieder zurück?
Mo
00:15:41
Man kommt zurück. Man kommt nach Hause.
Wolfgang
00:15:43
Man kommt nach Hause und.
Mo
00:15:44
Man man ähm man verlässt sein Zuhause nicht, Das ist so, was wir verkennen. Ich glaube, wenn wir unsere Generation, die es Weltkrieggenerationen mal fragen würde und das ist ja ein Riesenschweigen bei uns hier in Deutschland. Ähm wenn man mit Menschen redet, man will immer nach Hause. Zu Hause, Und zu Hause ist der Geruch, zu Hause ist die Umgebung. Zu Hause gestern wo ich im im Dortmund war, er sagt, Da eine, die eine sagt, ich liebe Kiel und ich arbeite in Dortmund. Und dann sagt der eine, äh ich war in Kiel und ich liebe meinen Ruhrpott. Also das heißt, ähm, Heimat ist Heimat und Heimat ist so wie eine Identität, aber auch wie ein Lebensgefühl. Das kann man nicht fangen. Egal wie wie welche Länder du verreist, wo du hingehst, was du siehst, Du hast immer diesen schönen Geruch, den du als Baby gerungen hast und das bleibt hängen. Das ist eingebrannt. Da bin ich mir sicher.
Wolfgang
00:16:43
Ja, Heimat ist auf jeden Fall mehr als nur irgendwie ein Ort, wo du wo du lebst und schläfst oder.
Mo
00:16:48
Genau, genau, unser Ansatz, wir sind immer wieder zurück und wir haben immer wieder nach unser Zuhause geschaut, ja, wir waren gottfroh, dass wir auch dort geschlafen haben, trotz der Widrigkeit, trotz Bombenhagen. Ich kann mich erinnern damals, äh 84 an den Bombenhageln von Beirut, da war die das Kriegsschiff Jersey, also haben wir den Namen sogar gemerkt, die standen direkt vor da die Wand und hat, in Beirut. Das das war nachts und Bayreuth hat geleuchtet, ob das Tag wäre mit Leuchtbomben. Genau, das war, extrem äh Bombardement. Das war äh Bomben. Ähm kennst du das Gefühl, wenn's nicht mehr aufhört, nur noch knall bumm bumm und, Du wirst unruhig und in diesem Moment guckst du deine Familie, deinen Eltern und bekommst so die Ruhephase, sondern du sagst, ich bin bei meinen Eltern, ich bin in Sicherheit, also als Kind suchst du dann nach nach Strukturen, du suchst nach Nischen. Zur Ruhe kommst. Ja, du machst ab und zu auch die Ohren zu und du guckst immer wieder in Elternregeln. Sind sie überstrapaziert? Oder gehen Sie in Ruhephase und das macht viel mit einem. Genau.
Wolfgang
00:18:00
Wie so eine kleine, weiß nicht, Insel der Normalität in diesem ganzen Chaos der Ruhe. Insel der Ruhe.
Mo
00:18:04
Insel der Ruhe. Insel der Ruhe. Genau. Normalität ist es ja nicht, weil du erkennst draußen ist nicht normal. Aber Insel da Ruhe, indem du wieder deine Seele äh ruhen lässt. Genau.
Wolfgang
00:18:15
Braucht man so was, um nicht komplett verrückt zu werden, oder?
Mo
00:18:17
Braucht so diese Nischen, diese Hoffnungen. Ja, es wird bald aufhören und deine Eltern sind da. Aber nie gedacht, wir werden zusammen sterben, nie. Dieser Gedanke, des Verlustes hat man nicht gehabt.
Wolfgang
00:18:29
Deine ganze Familie überlebt im Krieg.
Mo
00:18:31
Wie viele sind gestorben, aber meine Kernfamilie hat's überlebt.
Wolfgang
00:18:36
Wie wie ging's dann bei dir weiter? Ich.
Mo
00:18:38
Es ist äh also es ich habe ja äh von meinem Aufwachen einundachtzig ging's ja bis 9undachtzig. Ich habe viele Freunde verloren im Krieg. Ich habe drei Freunde verloren im Kichererbsen an Machmut, klasse. Das du hast ja auch Schule, einen Tag Schule, zehn Tage keine Schule, ein Tag Schule vielleicht, zwei Monate keine Schule. Du hast sporadisch, Schule besucht, ich kann mich an Situationen erinnern. Ähm da habe ich äh so einer der besten Freunden von mir Mahmut und er hat gespielt mit Steinen. Und dann habe ich ihm gesagt war ich kleines Kind so, das war vielleicht siebenundachtzig sechsundachtzig siebenundachtzig.
Wolfgang
00:19:15
So zehn Jahre alt ungefähr.
Mo
00:19:16
Um den Dreh da habe ich gesagt, mach Mut. Pass auf mein Freund. Ich spiele nicht auf den Hügel. Es kann sein, dass man dich einen Scharfschützentisch erschießt, Das kam so spontan, ich habe mir nichts dabei gedacht und drei Tage später kam die Nachricht, der hat einen Kopfschuss gekriegt, du bist Scharfschütze. Das hat mich getroffen, ich war so traurig und dieser Junge war so lebensfreudig, der war so alt wie ich, dieser jungen Verlust. Da habe ich beschreibt, das könnte ich ja sein. Mhm. Aber es hat mich nicht getroffen. Aber damit musst du auch klarkommen.
Wolfgang
00:19:48
Das ist aber unglaublich schwer also das wäre also, Ich ich bin über 40 und äh ich ich von meinen von meinen Freunden sind auch schon welche gestorben und ich fand das immer schwer, wenn Leute sterben, die du gern hast, die dir nahestehen, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das als Kind sein muss, wenn man da.
Mo
00:20:06
Da habe ich mich an den Satz erinnert damals, wo der verstorben ist. Ja. Die 1hundert Leichen. Die sind tot. Wir werden geboren und müssen sterben. Geprägt. Ja. Genau, aber es hat auch meine Seele so so. Erstmal weil meine Familie da war, so erstmal war ich in Sicherheit, aber alles andere war später, wo ich nach Deutschland kam, alleine. Dann ist alles aufgebrochen. Das heißt, der Schutz der das System war nicht mehr am Wesen Schutz der Mutter, Geborgenheit und ich musste auf mich selber aufpassen. Früher haben meine meine Eltern auf mich aufgepasst, dass dieses diese Situation ist gebrochen, Genau und dann wo bin ich gebrochen? Also ich bin dann gebrochen später, aber da kommen wir ja später noch dazu. Genau. Das war halt die Momente Verlust von äh von Machmut, Dann ging's weiter. Da gab's auch Momente, so 86 Argentinienweltmeisterin in Deutschland. Das hat mich auch achtundachtzig, kurz vor meinem Reisen nach Deutschland. Fußball. Also man hat auch über Fußball geredet. Ähm da da ist Niederlande, Man nennt sie man nennt ihn dann lieber aus Holland, wie Holland wusste er es jetzt weiß zwischendurch, dass er's nur ein ein ein so eine Art Bundesland oder ein Gebiet, ja?
Wolfgang
00:21:28
Es hat lange gedauert bei mir, aber mittlerweile.
Mo
00:21:31
Genau. Genau. Weiß ich ähm äh Holland, wo die Europameister in Deutschland. Es hat uns auch geprägt. Dann haben wir den Namen Hotrollet oder vom Basteln oder Rikard. Das waren ja die drei. Träger später habe ich den Wikard gehasst, weil er den den Rudi einundneunzig, da war ich schon in Deutschland dann äh in in den Haaren gespuckt hat.
Wolfgang
00:21:53
Ja ja, da kann ich mich noch dran erinnern.
Mo
00:21:54
Man hat ihnen auch die da den die Lamm genannt oder die da war die genau wurde dann Raikhard so genannt. Das waren so Geschichten, wo dich auch geprägt hast. Genau. Es gab auch die Geschichte, wo mein Onkel angeschossen worden ist und ich habe auch meine Mutter in diesem Moment, gesehen oder ich habe, auch eine der eine junge Mann war Armin und ähm der hat auch eine körperliche Behinderung, aber der ist mit in den Krieg gezogen und ich kann mich, An seinen Weggehen erinnern in diesem Moment. Ja. Es war ich glaube auch 7undachtzig und ich habe gesagt in diesem Moment. Wir kommen nicht mal zurück.
Wolfgang
00:22:39
So eine Vorahnung.
Mo
00:22:40
Ja, zu gespürt. Wir kommen nie wieder zurück, Seine Schwester hat zu ihm gesagt, geh bitte nicht, der hat ihn angefleht. Also das war seine Schwester war die Frau meines Onkels. Äh genau, hat ihn angeflickt, bete, geht ihr bitte nicht, Armin, und dann kam die Nachricht am Armin ist verstorben. Also du hast ständig mit Verluste zu tun ja und du sagst Gott sei Dank, ist nicht in der Kernfamilie. Ich kann mich, also wann ich dir das so erzähle, Wolfgang, ich höre mich an diesem Bild erinnern, ob das jetzt gestern war oder vor fünf Minuten oder drei Minuten, genau.
Wolfgang
00:23:16
Verändert sich ja dann das Verhältnis zum zum Tod schon radikal, wenn du in so einer Situation bist, wo man, Tatsächlich jeden Tag damit rechnen muss, dass man vielleicht selbst stirbt oder Menschen sterben, die man kennt oder dass man tote Menschen sieht.
Mo
00:23:33
Ja, Du schätzt es, du kannst nicht planen. Und ich kann Menschen nicht nachvollziehen, jetzt in dieser Kriegssituation, was wir jetzt in in einer Ukraine haben, dass man trotzdem sagt, Wir müssen jemand was zeigen, wann's nötig mit Waffen. Das funktioniert nicht. Möchtest du Frieden schaffen auf der Welt? Schaff die Waffen ab, Erzähl nicht, ich will's schaffen, äh Waffen liefern, Frieden haben. Schaff dein Instrument weg. Es gibt so einen guten Satz bei der Polizei. Das heißt M, M, M, Messer machen Mörder. Nimmt das Messer weg, wird schwierig immer zu ermorden. Nimm die Waffe weg mit also diese Doppelmoral, diese Scheinheiligkeit, Wir sind Menschen und verbindet die Menschheit. Wo man nicht aufhören und zu erkennen als Menschen, nur noch als Feinde. Dann braucht man Waffen. Bekämpft euch mit Blumen.
Wolfgang
00:24:32
Ja das war in den 70ern so. Da hört man's zumindest mal probiert.
Mo
00:24:35
Man hat aber diese Leute ernst genommen, aber die haben eine Botschaft gehabt, die haben Agenda gehabt, ja? Ja. Frieden, ja? Aber wie wie ich schon vorhin sagte, der Mensch, die vier Prozent, die überforderten ihn. Was? Genau.
Wolfgang
00:24:48
Ja das das ist halt ein ich glaube das ist eine unglaublich schwere es ist eine Frage auf die es unglaublich schwer ist eine Antwort zu geben. Ich glaube, Frieden an sich äh ist sicherlich was, was alle Menschen, Prinzipiell gut finden, aber ich glaube, es gibt halt einfach noch viele andere Dinge, die da einfach individuell stärker wiegen.
Mo
00:25:10
Interessen, Macht, Kontrolle, sieht man ja in Familienstrukturen. Ja. Das ist Gang und Gäbe. Ich glaube diese Triebe, die überfordern uns, diese Gedanken überfordern uns, aber nichtsdestotrotz, wenn du wenn du in einer Kriegssituation bist, in ein Kriegsgebiet, wünschest du dir Frieden. Aus. Du kämpfst nicht, weil das cool ist. Du kämpfst nicht, weil du Bock drauf hast, ja. Du kämpfst, um zu überleben, Das macht keinen Sinn, weil Überleben immer, um das überleben zu kämpfen, macht einen müde.
Wolfgang
00:25:44
Dann ja komplett aus. Also ich glaube Wenn man vielleicht absieht von irgendwelchen Leuten, die komplett falsch abgewogen sind, glaube ich auch, dass es niemand Spaß macht, im Fake zu sein. Ist die Vorstellung eine andere, wenn du noch irgendwo zu Hause bist und denkst, ja, das ist vielleicht cool oder so, aber ich kann mir nicht vorstellen, wenn jemand wirklich kämpft und wirklich im Krieg ist, dass man's dann gut findet.
Mo
00:26:05
Und was was heftig ist, ist die das die Anarchie. Ja. Dass immer der Stärkere, Die Gesetze macht, ich kann mich an eine Situation erinnern. Das hat mich auch als junges Kind geprägt. Da kam jemanden, Und der hat falsch geparkt, einfach falsch geparkt. Ist zu seine Verwandtschaft gegangen und so der der Bezirkschef, der Stadtteilchef, hat's nicht gepasst, Wessen Auto ist es? Da gibt's immer in Krieg, Gebiete oder anstatt dann immer so so Leute, die. Der ist hier reingegangen. Ja so. Ja, so man nennt's, man nennt sie in der Schule Petze. Genau. Und aber dieses Petzen kann zum Tod führen. Und dann ist das hat diesen Mann. Ich kann mich erinnern. Diesen Mann von zu Hause gezerrt, hat den Boden mit ihm geputzt und hat ihn gebracht. In in eine Ecke gestellt, hat seine Waffe entsichert und hat zu ihm gesagt, mach dein letztes Gebet. Und in diesem habe ich gedacht, oh mein Gott, man kann Steinmama falsch parkt, In diesem Moment. Kann ich mich erinnern an seine Frau. Da hat ein Kind gehabt, ein Mädchen. Die musste grad in dieser Zeit vielleicht zwei Jahre sein. Da hat seine Frau seine Tochter hochgehoben. Ey. Du tötest einen Menschen unschuldig. Und ich sage dir mal eins, hier ist deine Tochter, die soll du als Vater sehen, wie grausam du bist, wie du Menschen tötest. Töte ihn, deine deine Tochter sieht es. Diese Mann hat bei bei diesen Stadtteilchef, Da hat er aufgehört, hat den Mann gehen gelassen. Dieser Mann und ich kann mich erinnern an diesen Moment wie dieser Mensch angefangen hat sein letztes Gebet zu machen und man hat gesehen, der hat um sein Leben gefleht. Dass er mich an diesem Bilder in Syrien, wenn Leute abgeschlachtet worden sind, wenn die geköpft sind, aber du siehst auch Bilder. Du sagst schon eklig, boah, das will ich dich sehen. Aber in Kriegssituation, Kriegsgebiet, Nicht sehen. Ich verstecke mich. Sondern das ist Alltag. Du bekommst du entwickelst in diesem Moment Überlebensstrategien. Genau.
Wolfgang
00:28:37
Ja. Ja man sagt ja auch, dass der Krieg die schlechtesten Zeiten von uns Menschen hervorbringt. Das ich meine, da muss ich bloß mal in der Geschichte von von Deutschland 60, 70 Jahre zurückschauen. Da gibt's ja genügend Beispiele, wo Dinge geschehen sind, wo man wo man heute nicht verstehen kann, wie können Menschen sowas tun.
Mo
00:28:56
Für mich ähm egal aus meiner, also als Betroffener, als Betroffener eines eines Krieges, Es gibt keinen ehrenvollen Krieg, ja, also es kitzelt, es gibt immer Leid, ja und, Es gibt immer Perspektiven, ja, ob das jetzt notwendig und nicht notwendig ist. Das müssen, äh Politiker führen, aber die müssen auch sich reflektieren können, ja, ja was früher schon da, aber für den Betroffenen. Ist das Ende des Lebens, egal wer es macht, ist das Ende des Lebens. Das manchmal fehlt manche Menschen aus Perspektive des Opfers, das Ganze zu betrachten. Man kümmert sich so sehr um den Täter, und das erlebt man ja in der Pädagogik, also ich mache in diesem Bereich seit 15 Jahren und die Aufmerksamkeit kriegt immer der Täter und der Opfer wird links liegengelassen, ja und man will ja, Seine Perspektive sehen oder man erkennt seine Perspektive nicht oder man kann seine Perspektive nicht bewerten, Ja und das fängt ja auch schon mit mitn mit einem Angstgefühl oder mit einem seelisch Verletzungen. Das ist so ein Ansatz, genau. Genau, dann, So diese das das sind so drei, vier, 5 Punkte mich geprägt hat, aber ich könnte tausend Sachen erzählen, aber ich kann dir auch erzählen, wie viel schöne Momente es war mich als äh erinnern, wo wir gefrühstückt haben gemeinsam, dass eine halbe Stunde mal mal die Bomben aufgehört haben zu knallen. Da habe ich gesagt, boah, Haben sie keine Waffen mehr? Genau und du hast gehofft, dass das länger dauert. Ich kann mich erinnern, wo ich mit meine Cousinen und Cousinen gespielt habe. War auch schöne Momente, genau. Und ja und dann kam der Tag, wo ich halt mein Nest verlassen muss.
Wolfgang
00:30:40
Wann war das?
Mo
00:30:41
Neunundachtzig.
Wolfgang
00:30:42
Neunundachtzig.
Mo
00:30:43
Also ähm am 33 1989 bin ich nach Deutschland gekommen und ähm, Ich wir sind aus ich bin aus dem Lebanon geflogen mit jemandem geflogen, mit jemandem nach Syrien und von Syrien nach Deutschland gekommen. Das heißt Libanon könntest du nicht über, über ein Airline fliege, sondern das ging nur über Syrien und ähm die Reise hat also das Verlassen der Heimat, am äh nee am 28. Februar 1989 begonnen und am 3 dritten war ich in Deutschland.
Wolfgang
00:31:24
Ist auch gar nicht so lange dann, dass.
Mo
00:31:25
Nee, genau, weil weil ich von Aleppo nach Deutschland geflogen bin.
Wolfgang
00:31:28
Okay. Wie bist, mit wem bist du da nach Deutschland gekommen? Oder mit einem Freund. Okay.
Mo
00:31:32
Mit einem Freund. Okay. Mit einem älteren Freund, der sollte mich um meinen Onkel bringen.
Wolfgang
00:31:37
Der hat schon in Deutschland gelebt, dein Onkel.
Mo
00:31:39
Schon da in Deutschland gelebt, in Kaiserslautern. In Keita und Keita. Genau, seien sie dort. Genau.
Wolfgang
00:31:41
Ah, okay. Okay und ähm das bedeutet aber, dass deine Eltern und der Rest deiner Familie die Liebenden erstmal.
Mo
00:31:53
Geblieben sind, ja. Also der Gedanke damals war, dass Schwächere. Also da mein Vater hat immer dann gesagt, ich habe ihn gefragt, warum ich? Da sagt er, du hast eine Behinderung, du bist betroffen und was er so aus der Geschichte gehört hat in Europa oder ganz besonders in Deutschland, Lebt der Hund besser als der Mensch bei uns? Also der Hund in Europa hat äh so viele Rechte und so viele so viele Grundlagen und so viel Liebe, der Hund in bei uns in Europa hat mehr Rechte und mehr Mitgefühl als der Mensch bei uns im Land. Und wenn das so ist, hat er gemeint. Weil es ist schon der Mensch dann dort. Ein König.
Wolfgang
00:32:39
Ja stimmt doch.
Mo
00:32:40
Genau und das habe ich damals nicht verstanden. Weil ich war ein Kind, also. Sonne über diesen Satz Hoffnung machen. Ich habe gesagt, ich will bei meiner Familie bleiben. Das ist die Hoffnung. Egal, wie viel Krieg das ist, Den äh den Nest zu verlassen das ist so wie ein, Typ, Herzen ausschneiden, also es bleibt was hängen. Genau, aber da war dann die Euphorie. Und das neue Leben, da bin ich neunzehnhundertneunundachtzig, dritter Dritter, in Deutschland gelandet, in Frankfurt. Ich kann mich erinnern, Ähm da habe ich das erste Mal auch wieder in Europa gesehen Menschen mit Waffen, das war aber Grenzsoldaten, glaube. Oder äh Zollbeamten, die haben so kleinen glaube so kleine Waffen gehabt. Also ich weiß nicht, das ist ja Krenzeil neunundachtzig. Kann mich an diesem Bild erinnern an eine Frau, die lange Haare hatte. Ich habe uns erstmal gesehen, oh Frauen, die haben Waffen. Oh Mann, genau. Aber ich wünschte, ich könnte sie noch mal begegnen, aber es wäre ja, es wird ja nie sein. Genau.
Wolfgang
00:33:47
Wusstest du schon irgendwas über Deutschland damals? Also außer vielleicht Fußball?
Mo
00:33:50
Nee, null.
Wolfgang
00:33:52
Das war ein ganz fremdes Land.
Mo
00:33:53
Fremdes Land außer Fußball und nee kaum ähm äh dann war's so, also auch die Geschichte, dass mein mein Vater mit meinem Onkel geklärt hat, der wird bei dir leben und so und dann ähm bin ich bei ihm in ein Auto eingestiegen, bei meinem Onkel. Ich glaube, der hat damals einen Opel Opel Astra. Ich bin mir jetzt sicher, was für Marke war, aber es war rot. Und dann haben wir uns auf den Weg gemacht von Frankfurt nach Kaiserslautern. Ich habe die ganze Fahrt geschlafen. Und das Krasse ist, Ich dachte, das wäre ewig. Ich habe irgendwann mich aufgehört, sind wir dann da. Sagt, boah, so groß ist Deutschland. Frankfurt nach Kaiserslautern. Genau. Und dann hat halt. Bin ich bei meinen Onkel angekommen, sollte bei ihnen aufwachsen und irgendwie hat dann die Geschichte einen schlechten Weg, eingenommen. Mein Vater, mein mein Onkel hat mich dann nach fünf Tagen hat er mir klargemacht, dass ich net bei ihm leben kann und dass er das so nicht will und dass er mich abgeben wird im Heim.
Wolfgang
00:35:02
Okay, weißt du, weißt du noch, warum das nicht funktioniert.
Mo
00:35:05
Der hat halt gemeint, äh seine Frau oder seine Frau kommt mit meiner Behinderung nicht klar.
Wolfgang
00:35:10
Wir haben jetzt noch gar net drüber gesprochen. Deine Behinderung besteht darin, du kannst nicht laufen.
Mo
00:35:14
Können nicht. Früher konnte ich so ein bisschen laufen. Ja. Aber so ähm nicht stabil, genau. Genau und seine Frage sagt, die könnt ihr mit einem Menschen, der Behindert, nicht umgehen. Dann war die, dann war, Für mich so ein Weltzusammenbruch, dann also ich habe so genannt, Die Reisen nach Deutschland war schon ähm ich werde verlassen, Und da habe ich doch ich habe einen Verwandten, der mich der hat entschieden, dass er mich auch verlassen müsste, dann äh wurde ich dann irgendwann mal abgegeben zum Jugendamt und seit ich zwölf bin zwölf Jahre bin ähm war das Jugendamt meine Eltern, Eine staatliche Institut.
Wolfgang
00:36:02
Das muss man sich nochmal so ein bisschen durch den Kopf gehen lassen. Du bist zwölf, du kommst nach Deutschland, du sprichst kein Deutsch. Genau. Von einem wahrscheinlich nur Arabisch oder?
Mo
00:36:10
Genau, nur Arabisch. Doch ein mein anderer Onkel hat mir zwei Wörter beigebracht. Der hat eine Zeit lang in in der Niederlande gelebt. Ja. Äh ich liebe dich und Arschloch. Das waren die Worte. Kannst du alles damit kaufen.
Wolfgang
00:36:17
Ja. Äh ich liebe dich Arschloch. Okay. Das waren die Worte. Kannst du alles damit kaufen? Da kannst du also okay, dann dann sprach mich natürlich kein Problem. Genau, dann kommst du bald durch. Ja.
Mo
00:36:28
Genau, da kommst du überall durch. Ja. Musst du noch aussuchen, was so eine ich liebe dich noch, du Arschloch.
Wolfgang
00:36:33
Um bis zu 16 bis lernst du noch Bier bitte. Ja, hier bitte.
Mo
00:36:35
Ja, Bier bitte. Genau und dann in diesem Moment habe ich mich verloren gefühlt. Glaube ich dir. Ich kann mich erinnern, wo ich dann ins Saarland gekommen war im Hausmutter Rosa.
Wolfgang
00:36:47
Ist das ein Kinderheim.
Mo
00:36:48
Kinderheim, Nonnenkinderheim. Dort habe ich Prügel erlangt von Nonnen, Die Geschichte war äh da habe ich einen tollen Menschen, ich habe ihn nie verstanden, was er gesprochen hat, der Pierre, Das war so hat er sich so berufen gefühlt, mein großer Bruder zu sein. Der war 16, So ein Krampfhund, kann man mich erinnern und ich meine zwölf. Sagt er I'm you friend, Klasse. Genau und er hat mich halt geschützt. Ähm es war wieder, In ein ein ein Rahmen, der nicht geschützt ist. Ich habe wieder einen Rahmen erlebt, wo Gewalt stattfindet, wo wo ich mal attackiert worden bin von der Nonne, Maria hieß sie. Ich weiß nicht, ob sie noch lebt, also die war schon alt damals. Äh die war, glaube ich, von einer alten Schule und der Pia selber hat dann Situationen erlebt, wo sie ihn sieben Mal, ins Gesicht geboxt hat. Der war der hat richtig geblutet, Ich weiß nicht, was er ihr gesagt hat. Der war in der Küche, da hat er was gesagt und der hat was gesagt und dann habe ich erlebt, wie sie ihn richtig niedergemacht hat in mit Schlägen ins Gesicht oder mit äh Bockschlägen ins Gesicht und dann in diesem Moment war ich wieder geschockt, boah, Wenn ich jetzt was tue, sieht's mir auch. Ich muss hier raus. Ich muss hier weg. Ich kann's nicht. Und das hat mich auch so da war ich glaube zwei, drei Monaten und dann habe ich angefangen, Zu sagen, ich wusste, ich wurde auch mehrfach operiert im Libanon, also auch ständig nach den äh Koma-Zeit war ich auch ständig in in ähm in äh Operationen. Hüftoperation, Beinoperationen und ähm so ein wundervoller äh Professor, Professor ähm äh hieß er und der hat immer meine Mutter versprochen, also das gibt's nicht von wegen seine Schönheit seine Augen. Ich werde diesen Jungen auf die Reihe kriegen, hat er mir gesagt, und dieser Mann ist jetzt verstorben und ähm äh meine Mutter hat mir immer über ihn berichtet, wie sehr er mich geliebt hat. Und diese Liebe nach nach dem Aufenthalt, Im Kinderheim habe ich eine Ärztin begegnet, die aus Palästina kam oder aus den besetzten Gebieten. Libanon und die Frau Doktor und die kam, Um mich zu untersuchen.
Wolfgang
00:39:12
Als du noch in diesem Kinderheim warst. Okay.
Mo
00:39:14
Im Kinderheim war. Okay. Und ich habe ihr was gesagt, ich habe Schmerzen. Ich habe was vorgetäuscht. Ich wollte raus. Ja. Und keiner hat mich verstanden. Da hat mir eine eine Ärztin von der Uniklinik Homburg äh zu mir bestellt, Frau Doktor, die konnte Arabisch, wo die mit mir gesprochen hat und Arabisch. Das war für mich wow.
Wolfgang
00:39:32
Heimat.
Mo
00:39:32
Heimo wow, ich habe gedacht, willst du nicht meine Mutter werden? Als Kind, genau. Und wie wichtig auch Sprache ist als Heimat und dann äh habe ich gesagt, hör zu, ich muss ehrlich zu dir sein. Das und das und das und das und das und das passiert hier. Ich muss hier weg, mich angeguckt? Hat sie gesagt, ich verspreche dir, ich hole dich hier raus. Ja. Und das erstmal habe ich gespürt. Mein's ernst. Und nach drei Wochen hat sie mich rausgeholt.
Wolfgang
00:40:05
Wo ging's dann hin mit dir?
Mo
00:40:06
In der Uniklinik Hombusch. Ja. Schwarzer kann ja dort.
Wolfgang
00:40:11
Ganzes Jahr.
Mo
00:40:11
Sicher. Man hat für mich keine Familie gefunden, Ein Kind mit Migrationshintergrund oder mit ausländischen Wurzeln und auch in Behinderung. Das will keine Familie, also wenige Familien nehmen so was an. Die wollen ja ein schönes Kind haben, der funktional ist. Genau und ich war gerade so nicht funktional.
Wolfgang
00:40:30
Das ist aber auch eine fiese Umschreibung.
Mo
00:40:32
Genau, aber ich muss es so sagen, wie ich's gedacht habe damals. Ich werd's jetzt anders da beschreiben, ja? Aber was war was war mein Gedanke da damals? Genau ähm aber, Da habe ich im Krankenhaus Heimat gefunden. Die Schwestermann, meine Mütter. Ja, das war schon krass und Professor äh Heinz ähm, ähm äh ach so, wie wie sagt Professor Heinz Mittelmeier? Da war ja der Erfinder, dass der Hüftschale, In Deutschland, einer der besten Erfinder der Hüftschale, der ist immer um die Welt gereist und immer am äh Wochenende kam er mich besuchen, Seine Krankenhaus hat mir immer so Lunch mitgebracht, Pakete, Essen und der hat auch ganz intensiv mitgesucht für mich nach einer Familie. Man kann diesen Professor Mittelmeier googeln. Es musste jetzt fast 1hundert sein. Und der hat mich hat sich immer um mich gekümmert. Ich habe auch im Nachhinein, dass alle gesagt, warum hältst du ihn da? Und ich wurde regelmäßig jede sechs Wochen operiert, dass ich weiter im Krankenhaus bleiben darf. Also ich hatte in diesem Jahr circa Minimum sieben Operationen.
Wolfgang
00:41:41
Hatte ich das auch weitergebracht, hat es das verbessert.
Mo
00:41:44
Die erste Operation war so, muss ich sehr sagen, Wolfgang, ich konnte laufen, danach nicht mehr, weil ähm ich war sechs, nee, drei Monaten in Gips. Dadurch habe ich meine Muskulatur verloren in den Beinen. Ja. Unser Tell konnte ich auch nicht mehr frei laufen. Ich, Ich habe mich so weit gebracht, dass ich wieder auf Krücken laufen kann. Das soweit habe ich geschafft, dass ich meinen Rekord bei 12 Kilometer war, wo ich gelaufen bin. Irgendwann hat die manchmal gesagt, pass auf, das kannst du ein Leben lang malen, irgendwann sind die Gelenke im Arsch. Das habe ich mal ernst genommen. Ich habe immer gesagt, mit 40 fange ich an, den Rollschuh zu benetzen, Mit fünfzig, 55 bin ich dann noch im Rollstuhl. Also so als ein äh Grundpfeiler, da war ich halt im Krankenhaus. Die also das war so Heimat für mich, aber auch immer wieder. Ich kann mich erinnern ähm an einer Situation. Hüftoperation habe ich extrem Schmerzen gehabt und da kam eine Frau zu mir zum Bett und hat mich getröstet. Das war so ein Mama und, Meine Mama war net da und das, so verletzend dieses diese Situation zu erzählen, aber ich habe gespürt, dass jemand für mich da ist, trotz dass es meine Mama ist. Also das waren so emotionale Momente, ähm ähm wo mich sehr prägen. Genau, also die Menschlichkeit, ist überall. Ist überall und es gibt immer Menschen, die den Trost geben.
Wolfgang
00:43:08
Das ist manchmal braucht man das doch auch einfach, dass da eine Person für dich da.
Mo
00:43:12
Genau, aber diese Person war einmal nur da und ich habe sie auch nie wieder gesehen. Also immer zu Personen, die einmal, die dir so eine Art, so eine Art ähm Impact geben, umgehen. Genau. Das ist so der Krasse daran. Genau.
Wolfgang
00:43:26
Was ist dann passiert? Du hast gesagt, du warst ein Jahr lang in der Klinik wurde ich die die Ärztin hingebracht.
Mo
00:43:30
Genau, irgendwann nach einem Jahr ähm hat man eine Pflegefamilie gefunden.
Wolfgang
00:43:36
Oh schön.
Mo
00:43:37
Genau und aber was krass ist, kurz davor hat mich der Professor Mittlmaier untersucht. Ja. Der konnte ich schon deutsch. Also ich ich habe die deutsche Sprache schnell beherrscht innerhalb von sechs Monaten. Konnte ich fast perfekt Deutsch.
Wolfgang
00:43:51
Ist beeindruckend. Genau. Also.
Mo
00:43:52
Genau. Ich musste ja überleben. Ich muss dir sagen, was los ist. Ich könnte nicht ruhig sein. Also es heißt auch so ein Überlebensdrang lernst du die Sprache auch viel schneller. Genau und du merkst ja äh ich ich beherrsche ja einigermaßen die deutsche Sprache.
Wolfgang
00:44:05
Also ich finde, du beherrscht die deutsche Sprache gut, also.
Mo
00:44:08
In diesem Moment war's so da hat zu mir gesagt der Professor Mittelmeier. Wenn wir jetzt keine Familie finden, bis zu meinem Sohn. Nee, nee, alles gut, dann äh irgendwann kam die Nachricht, da war es auch dem Professor, dass da bei diesen äh Gespräch mit dabei ist, dass er auch die Punkte benannt hat und was für ein für eine Muh wichtig ist und, ich kann mich erinnern, wo meine Pflegemutter kam und mich ab. So, also das erste Mal um mich kennenzulernen, die Alice Zimmermann, Dann hat sie gesucht und ich war so wie kleines Kind, der wartet auf so ein Geschenk, oh Gott und da kam sie auf mich zu, hat sie gefragt äh das Kind will ich sehen und da sagt die Krankenschwester, dort sitzt er ganz verängstigt und klein, genau und dann, Hat sie hat sich vorgestellt und da habe ich gesagt, oh, was gibt's bei dir und so? Und dann hat sie gesagt, ja und wenn's weiter komme ich dich abholen und dann war so wieder so ein Fest und wieder wieder Trauer. Abschied nehmen. Ein Jahr lang hast du wieder zu Hause gehabt. Muss so Abschied nehmen und dann äh war ich dann bei Frau Zimmermann, Alice Zimmermann, bei Rhodolf Zimmermann bis ich 2undzwanzig war.
Wolfgang
00:45:24
Schön. Dann hast du da würde ich aber auch so eine Kontinuität dann drin.
Mo
00:45:27
9 Jahre lang, genau, etwa neun Jahre lang war ich bei denen.
Wolfgang
00:45:30
Wo bist du dann aufgewachsen an welchem Ort.
Mo
00:45:32
Im Saarland in Saarlouis. Ah. Kennst du Saarlouis?
Wolfgang
00:45:34
Ah es gibt im Saarland ja nur glaube ich zwei Städte oder? Saarbrücken und Saarlouis?
Mo
00:45:39
Vorsicht! Die Saarländer sagen, die haben einige mehr. Da hast du vorsicht vor sich. Hier liegt nicht mit dem Saarländer an. Die haben auch noch Homburg, Sankt In, Badan, genau oder? Ja. Genau, Aber man sagt ja, die sagen immer, ähm äh Saarlouis ist die heimliche Hauptstadt. Nicht hören. Es gibt auch noch Völklingen. Genau. Also da dann haben wir uns auf den Weg gemacht von Homburg nach Saarlouis, Und dann hat sie damals noch meine Pflegeschwester mitgebracht, die Monika. Mit ihr habe ich immer noch das herzliche Kontakt. Meine Pflegemama ist vor vier Jahren verstorben, Mein Pflegevater ist 195 verstorben, genau. Aber es sind Menschen, die mich geprägt haben, die beigebracht haben, zu überleben. Ähm ich bin dann direkt auf einer Sonderschule für Menschen, die mit einer geistigen Behinderung bekommen. Das heißt, ich bin Internat gelandet. Ich war immer am Wochenende bei meiner Pflegeeltern. Äh da in Homburg äh und dann habe ich die ersten fünf, sechs Jahren so eher äh 5 Jahren eher. Pädagogik gehabt, Menschen kennengelernt, meine Erzieherin, von euch waren da, Frau Kempf, äh meine deren Frau, äh Frau Kehr und das waren Menschen, Das habe ich gebraucht. Ich habe nicht warte Englisch, Französisch. Viele Leute denken, wir müssen jetzt diese Menschen, die traumatisiert sind, jetzt nur noch noch mal auf Leistungen trimmen, dass sie funktional sind. Es funktioniert nicht, wenn du. Traumatisiert bist. Man hat mit also da noch kurz davor hat man mit mir einen IQ-Test gemacht, wie ich dich verstanden habe, war verheerend. Ich hatte fast eine geistige Behinderung. Also ein Ergebnis von einer von einer geistischen Behinderung. Man hat auch früher nicht differenziert, ja. Neunundachtzig 90, Und dann äh war ich auf der Förderschule. Das war auch die beste Zeit da. Ich glaube, da habe ich emotional die Flöcken gesetzt bekommen in meinem Leben. Ich hatte meine erste Panikattacke mit drei1 gehabt, Da war ich im Internat, Dann habe ich mich so ich habe mich von oben gesehen, ich habe das Gefühl, dass ich tot bin und da kam damals die Schwester Engel und hat mich gekrallt und festgehalten, umgedrückt und dann sagt du liebst, Gedanken und dann hat mich so das Thema Tod, Verlust immer wieder geprägt. Das hat ja auch angefangen, schon, weil mein Koma, dann hat sich das entwickelt durch Verluste Heimat, dann Verlust des Krankenhaus, der Verlust, Onkel, Verlustkrankenhaus und jetzt habe ich immer gedacht, krass, wird's jetzt beständig? Wird's jetzt äh nachhaltig, ja? Und man hat.
Wolfgang
00:48:15
Ja wie ein roter Faden durch dein Leben.
Mo
00:48:18
Oh man hat immer Angst. Nee, irgendwann kommt jemand, sagt du musst wieder gehen, Genau. Und das hat mich so jahrelang geprägt dieses Verlustangst. Das hat mich gewühlt. Das hat mir auch die Energie weggenommen, genau. Aber jetzt mal mit 44 sage ich, boah. Habe ich mein Leben in der Hand, Heute habe ich mein Leben in der Hand. Ich kann ich kann's gestalten, ich kann's umsetzen in diesem Moment. Aber damals, wo die das Leben auch bei meiner Pflegemutter, die hat mich stark gemacht. Die hat mich, zum Mann gemacht. Ich habe auch in der Zeit auch keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern gehabt. Circa sechs Jahre lang null, Ich wusste nicht, ob sie tot leben und irgendwann kam der Anruf von meinem Vater. Und es war schön. War großartig.
Wolfgang
00:49:05
Warum gab's da keinen Kontakt in der Zeit? Was ich möglich.
Mo
00:49:08
War nicht möglich. Die wussten auch nicht, wo ich bin. Mein Onkel hat mich gehen gelassen. Musste auch nicht, wo ich bin, genau. Und irgendwann war der Moment, Anruf vom Vater und das war großartig. Hallo? Hallo?
Wolfgang
00:49:25
Wenn man zu jung ist, also du bist ja dann 89 bist du gegangen, dann sechs Jahre später in dem jungen Alter, da passiert ja auch viel. Also.
Mo
00:49:33
Das ist ja die wichtigste Zeit, um groß zu werden.
Wolfgang
00:49:35
Als du gehst als Kind und.
Mo
00:49:37
Unwissen erwachsen. Ja. Genau. Und dann äh habe ich mich echt gefreut und irgendwann habe ich den Gedanken gehabt, meine deutsche Mama meinen den leibischen Mama, also zu zeigen, dann haben wir uns irgendwann entschieden, achtundneunzig, 99 in den Libanon zu gehen und, zu begegnen und das war auch ein krasser Moment und in diesem Moment hat äh meine leibliche Mama die Hand von meiner deutschen Mama geküsst, hat ja gesagt, vielen Dank, dass du meinen Jungen großgezogen hast. War auch so ein muslimischer Moment, ne, das war so wundervoll, hat meine deutsche Meinung alles gut, das macht man gerne. Die wir auch verlegen, glaube in diesem Moment, ja, genau.
Wolfgang
00:50:19
Es war für dich dann das erste Mal, dass du wieder im Libanon warst. War ich kurz davor. Davor schon mal.
Mo
00:50:21
Davor war ich kurz davor, genau ganz kurz, aber das war so die große Begegnung. Ich habe ja auch damals, wo ich nachher zum ersten Mal hingegangen bin, kaum Deutsch gekonnt, also kaum Arabisch gekonnt. Ich habe nix verstanden.
Wolfgang
00:50:34
Wieder verlernt gehabt.
Mo
00:50:35
Ja verlernt. Ich musste mir das alles aneignen, alles erlernen, alles umsetzen und das war wieder so ein Kampf im Leben. Aber ich glaube, ich bin geboren, um zu kämpfen. Das war so ein schöner Moment. Das war auch das schöne Moment, wo meine meine Mutter war ja vom Haus aus Lehrer, mein Pflegemama ja. Und er hat dann gesagt weißt du was. Ich finde's gut, dass du auf einem Förderschule, aber ich in meinem Herzen nicht spüre, ich dass du für was größeres Berufen bist. Und äh irgendwann mal die Entscheidung, dass ich auf eine Regelschule gehe und ich habe wirklich innerhalb circa fünf, sechs Jahren mein Abitur gemacht. Also wo man seinen Trauma verarbeitet, gute Chancen seine Potenziale auf äh also zu aktivieren und was auch was Großartiges draufschmeißen, aber immer mit einem Gedanken schaffst du's, schaffst du's nicht, schaffst du's, schaffst du's nicht. Und meine Pflegemutter hat mir im Nachhinein gesagt, Weißt du, was Mo? Ich habe mal gedacht, ich lasse ihn jetzt mal arbeiten, Habe ich nicht geglaubt, dass du's schaffst, aber du hast mich immer wieder überrascht.
Wolfgang
00:51:42
Ja, aber das ist auch super beeindruckend du hast äh du du wächst als Kind im Krieg auf, hast da nicht wirklich Schulunterricht, weil weil er einfach oft ausfällt und ich keine Ahnung, wenn du alle zwei Wochen mal einen Tag in der Schule bist, dann lernst.
Mo
00:51:55
Denn denn genau, wenn wenn.
Wolfgang
00:51:56
Und du kommst dann nach Deutschland, sprichst kein Wort Deutsch, lernst das Deutsch und keine Ahnung, wie du das geschafft hast, in einem halben Jahr Deutsch zu lernen. Ich.
Mo
00:52:06
Überlebensdrang.
Wolfgang
00:52:07
Ja Überlebenstag, also weißt du, ich bin ja aufgewachsen, ich finde Deutsch immer noch sehr schwierig. Und ich könnte dir das auch nicht erklären, was ein Pluscom perfekt ist. Okay.
Mo
00:52:16
Ich auch nicht. Wir haben was gemeinsam.
Wolfgang
00:52:20
Beruhigt aber aber dann das Abitur zu machen ja. Das ist ja schon wirklich beeindruckend.
Mo
00:52:26
Genau, aber du begegnest auch Menschen, Pädagogen, die dir auch deine dein Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein zerstören können. Ich hatte auch viele Lehrer begegnet. Ich habe einen besonderen Lehrer gehabt, ich will ja keinen Namen nennen. Äh der hat mich immer angeguckt, hat gesagt, der wollte mich loben. Der hat immer gesagt zu mir, mit einem Daumen nach oben hat er immer so absteigend. Das zu hören nützt diesen Menschen an an den Kragen gehen wollen, ja als junger Mensch. Also ähm über was, Er hat doch nur Momentaufnahme von mir gerade. Der kann doch net sagen, was ich in zehn Jahren bin, Das stört mich oft, dass man sagt, die Momentaufnahme muss das Leben jetzt beschreiben in den nächsten 1hundert Jahren. Das finde ich schlecht. Man kann eine Prognose abgeben. Aber es gibt doch immer wieder Faktoren, die das Leben nochmal anders da lenken können.
Wolfgang
00:53:18
Ja, weißt du, aber selbst, ne, also da kommt bei mir so ein bisschen der der Mathematiker und der Informatiker durch. Ja. Aber selbst eine Prognose ist sehr schwer abzugeben, wenn ich nur eine Momentaufnahme, Heute wenn ich eine Klassenarbeit von dir sehe und du hast dann einen Fünfer geschrieben, puh keine Ahnung, wenn ich mir die fünf Klassenarbeiten davor anschaue, du hast immer eine Zwei gehabt, den letzten Fünfer, dann ist meine Prognose über die nächste Klassenarbeit wahrscheinlich wieder eine zweite schlechten Tag gehabt.
Mo
00:53:43
Genau. Genau und so ist es wirklich so gewesen. Ich habe ja drei Lehrer, die haben mich geprägt, einmal, Der eine wäre bei Enttäuschung pur, den Tennis abschneiden, absteigen, der andere Lehrer, den habe ich geliebt, sein Wissen, sein Gedanken. Da habe ich auch wachgerüttelt so ein bisschen im Leben und kurz vor so einer ähzwölften Klasse, kam er zu mir, da bin ich auch noch sitzen geblieben und dann, Hat er mir vorgeschlagen, dass ich die Schule abbreche, dass ich das nicht schaffe und den Ausschulung dafür machen und da war ich sehr, sehr enttäuscht, Und es gab einen Lehrer, der hat mir so die ganzen Jahren begleitet am am Gymnasium ähm der hat immer an mich geglaubt. Das war auch damals auch mit einem IQ-Test Frau Neuschwander. Es gibt Engel, Die Frau Neuschwander habe ich mal, was bist du so traurig? Gutes gemacht. Äh der war verheerend. Sagt sie, jeder kann mal einen schlechten Tag haben. Abgespeichert oder wo ich beim Berufsberater, mein Beruf war ja nie Pädagoge, oh mein Gott, bei diesen Erfahrungen, ja? Ähm äh da war ich beim Pädagogik. Ich habe einmal, mein Traum war immer Zahntechniker zu werden, Dieser Berufsberater, der war selber Pädagoge, da wollte ich mir die ganze Zeit ausreden, das zu machen, Was willst du? Das ist doch nix für dich. Muss mir jetzt äh dann habe ich immer ihnen Erklärung gegeben, ja man kann doch einen Stuhl auffinden. Es gibt auch Möglichkeiten. Wir sind doch intelligentes Volk. Mir das abrede und mich niedermachen und meine Pflegemutter war damals mit dabei die Alice und dann hat sie gesehen, dass ich getroffen war, Und dann sind wir rausgegangen und er hat die Tür zugemacht und dann hat sie einen Satz gesagt, so ein legendärer legendärer Satz. Zum Arschloch gehen wir nicht mehr. Das war so ein Satz zu sein, oh Gott, da ist jemand steht hinter mir und da sind so drei, zwei, drei Menschen und der Herr Sauer, die mich so geprägt hat und das ist so mein etos geworden. Hör auf, Menschen niederzumachen. Erzähl den Menschen nicht, was sie nicht können.
Wolfgang
00:55:46
Wissen Sie ja selber, was Sie nicht können.
Mo
00:55:48
Erzähl ihnen was, wo sind die Herausforderungen und da fehlt mir so, ich glaube, das hat auch mit viel Selbstfrust zu tun bei diesem Menschen Weiß net, was da was der Lehrer, hat da Stress mit seiner Frau vorher gehabt? Also ich kann dir nur Vermutungen im Nachhinein aufstellen, aber bitte Versuche nicht deine Probleme auf anderen zu übertragen und reden nicht über das Negative, über negativen Ansätze veränderst du keinen Menschen. Du machst Menschen Angst. Menschen aggressiv und verursachst beim Menschen Schmerzen. Ja? Ja. Und mach Aha-Effekt. Ich glaube an dich. Und wo kurz vor meinen Abi-Prüfungen, ist dieser Lehrer, also ein wundervoller Mensch, ich kann mir auch den Namen an den Herr Sauer. Ich weiß nicht, ob der noch lebt, ähm ähm der hat einen Herzattacke gehabt, Oh mein Förderer, mein ja, aber der ist kurz vor meinem also ähm Herzinfarkt und kurz, Vier Monaten kurz vor meinem Abi ist er zur Schule gekommen.
Wolfgang
00:56:43
Hat er sich wieder erholt gehabt.
Mo
00:56:44
Wieder erholt. Ich habe aber auch für ihn gebetet. Genau, genau und genau, da hat sich so für mich eingesetzt und hat auch mit mir telefoniert, er ist stolz auf mich und, dass ich das schaffe und der hat immer so über die arabische Welt gesprochen, dass er sie bereist hat, dass er die Menschen wundervoll äh wundervoll finde, ist auch die Gemeinschaft, wie sie leben, genau dieser Mensch hat mich sehr gefreut, bin ihnen auch sehr dankbar, also meine Pflegemutter, äh wie meine Erzieherin, äh mein Lehrer und dann habe ich das irgendwann. Will ich an diesem Platz sein. Ich will diese diesen Brief, schönem Privileg führen und, Das habe ich nachher realisiert. Ich habe ja ich habe ja Wirtschaftsabi gemacht und irgendwann war ich ja auf der an der Hochschule. Dann bin ich aber wieder umgezogen, aber bewusst, diesmal war eine bewusste Entscheidung bin ich nach Köln gegangen, um zu studieren. Da habe ich auch zehn Jahre meines Lebens verbracht, Habe ich angefangen äh BWL zu studieren und dann war ich auch fit und sehr aktiv und hat's mir gut gefallen, Ist das die Berufung, die ich will? Ist das der Ansatz, was ich will? Ist das mein Ding? Da habe ich auch einen Menschen in der Straßenbahn kennengelernt. Ähm, Wir haben uns unterhalten, also was studierst du, was studierst du? Sagt sie, ich bin äh studiere soziale Arbeit. Habe mich angeguckt, habe mich so angeguckt und gesagt, hm, gutes, gutes Ding passt eher zu dir. Siehst du ja nicht aus. Genau und dann habe ich vorgenommen ein Freisemester zu nehmen, um mir das mal anzugucken, was für mich passt und dann habe ich mich dafür entschieden und diese Person habe ich wirklich zwei Jahre lang gesucht, nie wiedergefunden.
Wolfgang
00:58:24
Es war eine einmalige Begegnung dann in der Straßenbahn.
Mo
00:58:26
Und mein Leben verändert hat.
Wolfgang
00:58:28
Das ist schon krass.
Mo
00:58:30
Momentaufnahmen. Du musst, also ich habe mit vielen Jugendlichen letzten Jahren gearbeitet, Wolfgang und es zählt nicht, dass du einen Monolog im Menschen hältst, Es ist der Moment und jetzt machen einige Schüler und Schüler, die wirklich aus äh prekäre Familiensituation kommen, die sagen immer zu mir, hat sie gesagt, erinnern sich an diesen Satz? Das hat mein Leben verändert.
Wolfgang
00:58:50
Ja, ich ich glaube, ich glaube ganz fest dran, dass es in unserem Leben Situationen geben kann, die die uns einfach so einen Impuls geben, der, weißt du, der so einen Gedanken in den Kopf reinpackt und der reift dann und er verändert dein Leben.
Mo
00:59:05
Und beginnen Menschen mit Respekt und Achtung. Für ihr Leben, für ihr Bewältigung und deswegen ähm liebe ich den Menschen. Ja. Ich verurteile die Verhalten. Aber die Menschen werde ich nie verurteilen, weil der Mensch kann sich nicht ändern. Zu ändern und das ist die Begegnung. Du sagst, Menschen, man sagt immer flapsig, du bist es. Ich sage immer dein Verhalten ist es. Ja und dann hat man die Möglichkeit, die Chance sich zu verändern. Das ist so ein Ansatz.
Wolfgang
00:59:33
Ich finde, ich finde bei dem bei dem Aspekt mhm wir neigen ja wir neigen ja oft dazu wirklich zu sagen, du hast oder du bist so und so. Mhm und ich finde so ein viel besserer Ansatz. Sie sind da, ist einfach immer zu sagen, hey, beobachte, was du tust und ich sehe, dass du, Ja, genau, mir mir fällt auf, dass du immer zu unseren Verabredungen zehn Minuten zu spät kommst und ähm das gefällt mir nicht, weil ich für mich wirkt das so, als ob du, als ob dir das egal ist, was.
Mo
01:00:00
Oder mich in ernst nimmst und so was.
Wolfgang
01:00:02
Aber so so einen Ansatz finde ich super interessant, weil dann kann ja der Gegenüber sagen oh, das tut mir leid, das habe ich nie so empfunden oder hey, hm, ich muss mit der Bahn fahren. Wir wollen uns immer um 14 Uhr hier treffen für unser Meeting, aber mit der Bahn muss sich halt entweder so früh fahren, es ist schon um zwölf da bin oder halt um vierzehn Uhr zehn, so einen Dialog kann man dann ja auch offene Lösungen finden und ich habe das oft schon erlebt, dass man vielleicht sich selbst schon ein bisschen ärgert über jemanden, so ah Mist, dem ist das egal, der kommt immer zu spät.
Mo
01:00:32
Und dann fängst du an, Filme zu.
Wolfgang
01:00:33
Ja ja klar. Der ist voll unhöf.
Mo
01:00:34
Das muss man bekämpfen und genau, aber es macht doch alles keinen Sinn. Jeder hat seinen guten Grund. Und wenn man's weiß, auch dran arbeiten und auch die Chance zu geben, zu reagieren. Und da bin ich wirklich ein Mensch das war für mich wichtig und das war auch in meiner Arbeit so in der Jugendarbeit, ganz ganz wichtig diese Menschen zu zeigen versteck dich nicht, Mit deinem Problem. Pass auf, dass kein Gesichtsverlust entsteht. Ja. Ja, auf beiden Seiten und ähm du hast die Chance, dein Leben zu führen. Ich habe immer zu den Jugendlichen, aber auch das ist so ein Motto von mir, früher haben meine Eltern meine Geschichte geschrieben jetzt habe ich die Chance, Weiterzuschreiben. Auf meinen Gedanken, auf meine Gefühle, auf mein Leben und ich habe die Macht dazu.
Wolfgang
01:01:25
Schon ein paar Mal äh ein paar mal gesagt, dass du mit Jugendlichen arbeitest. Vielleicht vielleicht können wir da nochmal ganz kurz nach Köln rüberspringen. Du hast die Dame in Köln in der Bahn getroffen und hast daraufhin dir dieses Freisemester genommen, Und hast dich dann entschieden, was im sozialen Bereich zu studieren. Genau. Was genau hast du da studiert.
Mo
01:01:43
Soziale Arbeit.
Wolfgang
01:01:44
Soziale Arbeit hat.
Mo
01:01:45
Arbeit. Genau. Die Sozialpädagogik, soziale Arbeit, es war mir wichtig, um in den rechtlichen Aspekt drin zu haben. Dieses man hat immer gesagt, diese Sozialpädagogen sind eher die Pädagogen und wollten Arbeiter sein. Immer.
Wolfgang
01:01:57
Was was macht man, wenn man soziale Arbeit äh studiert hat.
Mo
01:01:59
Also es ist ja ein Studium, wo sich halt auf Entwicklungspsychologie, auf Methodik, auf, soziologischen Aspekten beruht. Also das ist ein vollgepacktes Studium aus verschiedenen Teilbereiche der Psychologie, der Soziologie, der Gesundheitsmedizin, so ein Ansatz, genau und später spezialisierst du dich, auf ein Thema. Mein Thema erhalt Migrationsarbeit und mein Diplom, aber ich habe noch ein Diplom gemacht äh muss man herausheben.
Wolfgang
01:02:28
Für die jüngeren.
Mo
01:02:30
Da waren wir auch noch ein bisschen freier im Studio und kann so eine Stunde planen, äh und mein äh und du hast rechtliche Aspekte wie ähm ähm äh SGB acht, das ist alles, was mit dem Jugendamt zu tun hat. Ich habe auch eine Profession äh Profession, Professorin gehabt, Frau Oberlusch haben, die war die Koryphäe in Deutschland. Ähm zum Thema ihr gab's eine Durchfallsquote von 85 Prozent, genau, Ich hab's ja geschafft. Genau, kann man sich ja auch die Futter klopfen. Genau und äh ich habe mich dann auf das Thema Migration und Integration äh spezialisiert, um meine Diplomarbeit, hieß äh islamische Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Also es ging drum, wie implementiert man ein System, um nochmal, Äh die die Menschen ausm islamischen Nenner noch mal, kulturell und religiös zu erreichen, ohne dass man sich radikalisiert. Ich habe schon diese Radikalisierungsansatz damals schon gesehen, hier sich was entwickelt aus dem Gefühl her und dann sage ich immer, wir als Stadt haben Verantwortung für System.
Wolfgang
01:03:38
Dann hast du nach nach deinem Studium hast du dann auch direkt angefangen in dem Bereich zu arbeiten. Genau. Dann erst in Köln eine Weile? Und Köln? Praktikum?
Mo
01:03:44
Praktikum in Köln? Genau und danach habe ich mich bundesweit beworben. Es gab auch ein Problem. Ich habe bei der äh Caritas gearbeitet. Und dann haben sie mir nahegelegt, dass wir nicht unhöflich. Ich will auch keinen Namen nennen, ähm ähm ich bat um eine Einstellung, Wurde mir nahegelegt, dass man Muslime nicht einstellt, ob ich mir überlegen würde, Christ zu sein, äh mein Fähigkeit beruhen nicht auf eine religiöse religiösen Hintergrund, sondern meine Fähigkeit beruhen auf meine Fähigkeiten und wenn euch wichtig ist, dass ich Christ bin, äh wenn ich den Wunsch auch hätte, werde ich das nicht machen, ja, weil dadurch ist das für mich ein Fass, Ich glaube, das haben sie auch schon geändert. Ich habe mich sehr drüber recherchiert und beschwert, ja, aber ich glaube, es war auch vielleicht jemanden, der was erzählt hat, wo nicht stimmt, ja, aber ich denke, die war ja in der in diesem Bereich, die Leute eingestellt. Das fand ich nicht in Ordnung damals.
Wolfgang
01:04:42
Der katholische Organisation, glaube ich, die Caritas. Mhm.
Mo
01:04:45
Genau, da habe ich mich aber entschieden dagegen und dann habe ich gesagt, ich gehe lieber zum Staat, Genau, da ist die Nitralität gewährt und das ist mir ganz, ganz wichtig. Da habe ich mich auch bundesweit beworben, wo einer der Städten war ja Pforzheim.
Wolfgang
01:04:57
Genau und da bist du ja immer noch.
Mo
01:04:58
Ja, aber ich kam, um zu kündigen, Genau. Ich habe eine Stelle in Bonn gekriegt damals in äh Wissenschaftsabteilung äh und dann ähm kam ich hierher und damals hat mich meine die mich eingestellt hat überredet, äh hat sie gesagt, ich wir geben dir alles. Ja. Muss Vicky sein, die Stadt Pforzheim hat mich sehr geprägt, die Stadt Pforzheim. Ähm ich bin so ein Pforzheimer eingeschmeckt da ja. Geworden im beruflichen Sinne und ich fühle mich sehr verbunden mit Pforzheim und man hat auch viel verändert in den letzten Jahren.
Wolfgang
01:05:31
Ja. Das ist krass. Was machst denn du aktuell dann hier in Pforzheim.
Mo
01:05:34
Momentan bin ich der Inklusionsbeauftragter Stadt Pforzheim.
Wolfgang
01:05:37
Inklusionsbeauftrag.
Mo
01:05:38
Ich also in der Jugendarbeit, da war ich dann Teamleiter von der Schulsozialarbeit und später äh wurde ich gefragt, ob ich's mir vorstellen kann, war auch weiter für die Belange für Menschen mit Behinderung, natürlich war es mir wichtig auch in einen regulären Bewerbungsverfahren mitzuwirken. Ich will ja auch nichts geschenkt haben, auch die Herausforderung und ich stehe dazu, wenn wenn man sich jemand anderen aussucht, dann ist es halt so, genau gehört dazu, es kann verschiedene Faktoren sein. Ja. Ähm ich war ja selber auf dem Bewerbungsverfahren, manchmal hat das mit der, mit der Fähigkeit der Menschen nichts zu tun, sondern mit einem Lächeln, wie er lächelt. Genau, das ist dann dann ziehen sich die Leute an. Ja genau und dann ähm vor drei Jahren bin ich dann vor dreieinhalb Jahren der Inklusionsbeauftragte gewonnen.
Wolfgang
01:06:25
Und äh jetzt, wenn wir schon beim Thema Inklusion sind. Bei der Inklusion geht's darum, dass man jetzt ähm die Stadt so gestaltet, dass Leute mit einer Behinderung ähm nicht benachteiligt sind.
Mo
01:06:36
Also die Teilhabe genießen. Das heißt, die Teilhabe, die Gesellschaftsteilhabe genießen, ist so ein Aspekt, aber auch für die Rechte der Betroffenen, Politisch, gesellschaftlich wie die Gesellschaft äh der Stadt zu sensibilisieren und das ist so mein Auftrag und das ist so mein Ansatz. Ich erlebe oft äh nicht alle, aber einige die sind sehr gehemmt, Die sind so geprägt, dass man für dass man immer als Bittsteller irgendwo dahin stehen muss und aus diesem Dilemma möchte ich raus. Genau und da stehe ich dazu, die die Gesellschaft ein Stückchen besser zu machen. Wir haben gute Gesellschaft, aber ein Stückchen noch besser zu machen.
Wolfgang
01:07:16
Ja. Ich glaube, was das aus meiner eigenen, aus meiner eigenen Sicht ich ich bin da nicht betroffen aktiv, Da finde ich's immer sehr sehr schwierig mir vorzustellen, was es dann für Bereiche sind, wo man jetzt äh wo man jetzt einfach so einen Handlungsbedarf hat.
Mo
01:07:31
Also ganz einfach ähm eine einfache Barriere ist die Barriere im Kopf. Ja. Und die ist die schwierigste abzubauen. Man hat ja Gedanken.
Wolfgang
01:07:40
Berührungsängste hat.
Mo
01:07:41
Dünner Berufsängste. Man denkt, das brauchen sie nicht. Die nächste Barriere, die ein bisschen einfacher ist, die auf der Straße ja. Eine Schwelle. Könnte schon sein für Menschen mit einem Rollstuhl die Welt, Wenn jetzt hier keine Blindenleitsysteme irgendwo existieren in der Stadt, das könnte für jemand, der, Blindet es äh Horror werden. Genau oder jemand, der ein ein Hörbehinderung hat, ja, weil er die Signale, die Deutung nicht sieht, ja, dann ist das auch ein Horror. Also das heißt, Da gibt's viel zu tun. Wir reden nur von die Klassiker, ja Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Es gibt auch Menschen, die mit einer äh mit einer Lärmbehinderung. Es gibt Menschen mit mit organischer Erkrankung, die haben auch ein Handicap, ja. Aber wir vergessen's alles, ja. Ich erleb's ähm Michael haben Menschen äh schon angesprochen. Die waren die waren so begeistert, dass mit mit meiner Behinderung so offen umgehe. Die haben zu mir gesagt, wissen sie, ja zack, sage, Auch eine Behinderung. Die sieht man mir nicht an, Ich werde den Teufel tun, das so öffentlich zu machen. Aber ich find's wunderbar, wie sie damit umgehen. Dann habe ich gesagt, ich respektiere eigentlich, ja und vielleicht haben sie auch, Sehr schlechte Erfahrungen erlebt, ja, aber ich bin transparent. Das war auch bei der Bewerbungsgespräch in Pforzheim damals, wo ich mich beworben habe, dann. Da war der Personalchef oder da oder der der Abteilungschef vor Ort, Dann hat er gesagt, sie gehören zu aller Minderheiten da, zack, zack. Migranten, Behinderung und noch was. Da habe ich gesagt, wissen sie was, das stimmt. Ich bin transparent, sie nicht. Genau.
Wolfgang
01:09:14
Ich habe ich habe bei solchen Sachen immer den Eindruck, dass äh dass es für viele Leute, Problem ist, über so Dinge zu sprechen, weil es so ein Zeichen von Schwäche ist und weil wir eine Gesellschaft haben, die sehr stark von von Stärke geprägt ist und, und Leistungen.
Mo
01:09:31
Leistung. Wir sind leistungsgesellschaft aber man sieht, dass die Menschen erkranken, Leistung ist wichtig, aber die Akzeptanz eigener Schwächen, das ist die Herausforderung. Genau und ich habe dann irgendwann entschieden nach nach meinen Zweifeln, mit 25 ich liebe mich, wie ich bin. Mit allen meine Schwächen, mit allen meinen Stärken und wem sie Spaß soll weggucken.
Wolfgang
01:09:55
Weißt du, ich finde manchmal auch immer, wenn man vielleicht muss man auch gar nicht mehr so stark unterteilen in Stärken und Schwächen. Wir sind halt über sind und wir haben halt ein paar Eigenschaften, in manchen Situationen sind manche Eigenschaften sehr hilfreich und andere Eigenschaften sind vielleicht äh hinderlich, also wenn du jetzt im Rollstuhl bist und du hast eine Treppe vor dir, dann ist das natürlich eine Eigenschaft, wo du sagst, puh, ich habe das ein Problem mit.
Mo
01:10:19
Dann hat aber die Gesellschaft Politik die Strukturen verpasst zu legen. Das ist in äh das ist eine Strukturproblem, genau aber keine persönliches Problem. In diesem Moment, aber in diesem Moment bist du verhindert, die Teilhabe zu genießen oder zu zu gestalten und da sind wir so ein bisschen in Deutschland Hinterwäldler. Ja? Andere Leute machen's vielleicht besser, ja? Und wo man von dem sagt, das kriegen sie niemals hin, Ja? Das fängt ja schon im Kindergarten an. Ob du sagst ähm äh habe ich in gemischte Klassen, gemischte gemischte Gruppen, ja? Menschen mit betroffen und nicht betroffen sind. Und wenn man das systematisch vorantreiben, wir auch kein Problem an Dasartigkeit zu akzeptieren.
Wolfgang
01:11:00
Ja also finde ich großartig. Ich ich glaube ganz fest daran, dass, Das ist eine gute Sache ist, unterschiedliche Menschen zusammenzubringen. Sei es jetzt Menschen, die vielleicht eine Behinderung haben oder keine Behinderung, Männer und Frauen, Leute aus unterschiedlichen und so weiter. Ich glaube, dass man da immer davon profitiert, weil, Das hier auch ganz unterschiedliche Perspektiven und Ansichten sind, also du hast ja durch die Dinge, die du erlebt hast, ganz andere Ideen und Perspektiven, wie jetzt ich zum Beispiel und und noch mal jetzt andere Leute, die man jetzt vielleicht da draußen auf der Straße finden würden und ich glaube, wenn's darum geht, große Herausforderungen zu äh zu meistern, sind unterschiedliche Perspektiven einfach total gut.
Mo
01:11:43
Musste aber Wolfgang eine Begegnung. Ich musste auch dazu lernen in diesem System, also trotz meiner meine Expertise als Rollifahrer, ich kann mich in jemand, der blindes nicht versetzen. Ich finde das schon schwierig, ja und ich habe eine wunderbare Dame kennengelernt, äh die Frau Schick und die Frau Schick ist seit Jahrzehnten neben sehr blind. Es ist nicht so und ich wollte immer. Ich hatte immer Angst bei Veranstaltungen mit ihr. Ich wollte immer sie ähm unterstützen. Faucht sie mich die Frau schick an. Äh zack, zack, Was denken Sie, wer Sie sind? Ich bin seit dem zehnten Lebensjahr erblendet. Meinst du, ich habe auf Sie gewartet? Lassen Sie mich in Ruhe. Ich kann's alleine.
Wolfgang
01:12:29
Ich tanze alleine.
Mo
01:12:33
Da wisst ihr ja da haben sie vollkommen recht. Später habe ich sie nach Hause gefahren hat sie gesagt äh das waren so eine Absicht. Ich biete dir das so an Mo. Ich bin die Brigitte. Äh und dann habe ich gesagt ich habe gesagt weißt du das finde ich gut was du gemacht hast. Auch nicht Böses aufgenommen, sondern du hast mich aufgeweckt. Ich war in meinen Trance, in meinen Helfersyndrom, genau. So ist es. Man muss die Menschen, ob das jemand mit Behinderung seinen Jugendlichen die Entscheidungen überlassen. Im Endeffekt hat er die Entscheidung, dafür muss er auch verantwortlich sein. Wir können. Unterstützen. Wir können Berater sein. Wir können ein Ratgeber sein, aber wir können ihn nicht an die Hand nehmen und sagen, du musst das so machen. Dann ist das unsere Entscheidung nicht seine. Das heißt, die Entscheidungsvielfalt ist wichtig für Entwicklung.
Wolfgang
01:13:23
Vielleicht ist es auch für uns allgemein ganz gut, wenn wir jetzt so ein bisschen kindliche Neugier haben. Ja. Und vielleicht das nicht mit solchen Berührungsängsten auf die Leute zugehen, sondern einfach hallo sagen. Ja. Und vielleicht mal nachfragen.
Mo
01:13:33
Ich sage, ich sage begegneten Menschen mit Interesse, Interview mit dir. Du begegnest dich mit Interessen und du fragst mit Interesse und wenn mehr als Forscher, wow, mit dem Gedanken, ich will dazu dazu lernen und nichts ihnen zu erzählen, äh ich will dich verändern oder missionieren. Das ist ein Unterschied. Das ist auch die Haltung dahinter, Das ist immer für mich. Ich begegne Menschen mit Interesse. Mich interessiert das Wesen Mensch und die unterschiedlichen Geschichten, die dahinter stehen. No.
Wolfgang
01:14:01
Dumo, du hast ähm du hast unglaublich viel erlebt und ich find's beeindruckend, wenn wir uns überlegen, wie überlegen, wie wie dein Leben angefangen haben, Was du für Etappen hattest, dass du wirklich in ein anderes Land gegangen bist, du hast den Krieg durchlebt. Du bist nach Deutschland gekommen. Du hast Deutsch gelernt. Du hast äh du hast ein Kinderheim, bei einer Pflegefamilie, hast ein Abitur gemacht, hast ein Studium gemacht und arbeitest jetzt seit weiß nicht 15 Jahren ungefähr.
Mo
01:14:31
Bei der Stadt Pforzheim.
Wolfgang
01:14:32
Seit 15 Jahren hier in Pforzheim und hast dich mit Jugendlichen beschäftigt, Inklusionsbeauftragter und du hast mir auch erzählt, du machst ja nebenher noch viele, viele andere Dinge. Du machst noch Vorträge, du kümmerst dich noch um Jugendliche, weil er dir am Herzen liegt. Das finde ich total beeindruckend. Ich find's aber auch total inspirierend, weil kennst du das, dass manche Leute immer sagen, hey, ich stecke jetzt grad vielleicht in einer schwierigen Situation oder vielleicht auch in einer Sackgasse beruflich oder privat, keine Ahnung, es läuft in meinem Job nicht gut oder meine meine Freundin hat mich verlassen und ich bin jetzt vielleicht schon ein bisschen älter und ich weiß nicht, was ich tun soll. Und ah jetzt jetzt gibt's da keinen Weg mehr. Wenn ich jetzt so eine Geschichte wie die von dir höre, ja dann dann müsste ich solchen Leuten jetzt halt immer antworten doch, ich glaube schon, vielleicht keinen einfachen und vielleicht auch keinen so zack au.
Mo
01:15:24
Genau Lösung.
Wolfgang
01:15:26
Wortspiel. Ja. Das war unbeabsichtigt.
Mo
01:15:30
Ist kein Problem, aber es war gut.
Wolfgang
01:15:32
Aber jetzt ja, also nicht so zack zack, ein schnelles äh schnelle Lösung, aber es es muss ja irgendwie trotzdem immer weitergehen, solange wir atmen.
Mo
01:15:43
Richtig. Erinnerst du dich noch die Vorgeschichte, was er gesagt hat, der der gute Mann? Der wird ein Schutz sein. Ja. Und das hat sich bewahrheitet. Ist die Geschichte. Ich. Bin ein Schutz. Ja. Und der Schutzbeginn nicht, indem ich einen verstecke, sondern ihm was mitgeben darf. Nicht, darf und das ist das Schöne daran ähm die Begegnungen, ähm das Schöne daran, Veränderung aus eigenes eigene Motive und die Geschichte so zu schreiben, Weil jede Geschichte ist individuell und die Geschichte aus eigenem Ansatz, aus eigenen Erfahrungswerte so zu schreiben und so beginne ich Menschen und ähm ähm ich habe letzten Kollegen gesagt, Arbeit mit Menschen siehst du die Geschichten erst nach fünf Jahren, zehn Jahren und da kannst du sagen, Das war mein Ansatz. Das war ein Gedanke und die und die Menschen erinnern dich an deine Sätze, die du auch schon vielleicht vergessen hast. Genau, aber sagst, boah, das waren gute Sätze. Es waren die die Sätze kamen, nicht weil du's im Buch irgendwo gelesen hast, sondern die kommen vom Herzen. Die Sachen, die auch vom Herzen kommen, die prägen Herzen.
Wolfgang
01:16:58
Es ist ein wunderschönes Schlusswort finde ich. Ja. Mo, vielen Dank für die Zeit und vielen Dank, dass du deine Geschichte erzählt hast. Gerne. Ich fand's wirklich, Toll und auch super super inspirierend und ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft und ich bin sehr gespannt, was die kommenden Jahre bei dir noch bringen, denn ich habe so ein Gefühl, als ob da vielleicht noch andere schöne Dinge auf dich warten.
Mo
01:17:21
Gerne. Gerne. Ich bin sehr gespannt, aber ich suche nicht die Herausforderung, aber ich lasse auf mich zukommen. Das ist schön daran, mit Gelassenheit durch die Welt reisen.
Wolfgang
01:17:31
Oh ja.
Mo
01:17:31
Bis der letzte Moment. Ich danke dir, Wolfgang, sehr angenehm mit dir, sehr warmherzig. Danke schön. Danke.
Wolfgang
01:17:37
Das war das Gespräch mit Mo Zakzak. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Ich freue mich, wenn ihr auch bei der nächsten Folge wieder mit dabei seid, Genauso freue ich mich aber auch über Feedback. Sehr gerne per E-Mail an Feedback at tausend Geschichten Punkt DE oder als Kommentar auf Instagram. Dort findet ihr den Podcast unter ad tausend Geschichten Podcast. Podcast gefallen hat, dann empfehlt ihn doch euren Freunden weiter oder gebt mir eine Sternebewertung bei Apple Podcast oder Spotify. Bleibt gesund und tschüss bis zum nächsten Mal.

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