Tausend Geschichten

Wolfgang Schoch

Hagen Morscheck über nachhaltige Bienenhaltung

Hagen fing vor ein paar Jahren an, sich für Bienen zu interessieren. Die Grundlagen der Bienenhaltung lernte er damals von einem befreundeten Imker. Nach dem ersten Jahr begann er, die Art und Weise, wie Bienen gehalten werden, infrage zu stellen.

14.03.2022 90 min

Hagen fing vor ein paar Jahren an, sich für Bienen zu interessieren. Die Grundlagen der Bienenhaltung lernte er damals von einem befreundeten Imker. Nach dem ersten Jahr begann er, die Art und Weise, wie Bienen gehalten werden, infrage zu stellen. Bei der klassischen Imkerei steht die Produktion des Honigs im Mittelpunkt. Das ist wirtschaftlich sinnvoll, aber ist das auch gut für die Biene? Hagen entwickelte darauf hin sein eigenes System der Bienenhaltung, bei der das Tier im Mittelpunkt steht. 

Wir sprechen über die Geschichte der Imkerei, moderne Bienenhaltung und den von Hagen gegründeten Verein Bienenverbunden, der sich für eine artgerechte Bienenhaltung einsetzt. Und auch darüber, worauf man achten sollte, wenn man Honig kauft. 
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Hagens Verein Bienenverbunden e.V.
Shownotes
Tausend Geschichten auf anderen Kanälen
Credits
Host & Produktion: Wolfgang Schoch
Gast dieser Folge: Hagen Morscheck

Transkript

Die Episode zum nachlesen.

Hallo bei tausend Geschichten. Ich bin Wolfgang Schoch und in der heutigen Folge unterhalte ich mich mit Hagen Morschek. Hagen fing vor ein paar Jahren an, sich für Bienen zu interessieren. Grundlagen der Bienenhaltung lernte er damals von einem Imker aus seinem Bekanntenkreis. Nach dem ersten Jahr begann er aber, die Art und Weise, wie Bienen gehalten werden, zu hinterfragen. Bei der klassischen Imkerei sieht das nämlich so aus. Produktion des Honigs steht im Mittelpunkt. Das ist wirtschaftlich sinnvoll, aber ist es auch gut für die Biene? Hagen entwickelt es ein eigenes System der Bienenhaltung, bei der das Tier im Mittelpunkt steht. Sprechen über die Geschichte der Imkerei, moderne Bienenhaltung und dienen von Hagen gegründeten Vereinen verbunden, der sich für eine artgerechte Bienenhaltung einsetzt. Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß mit dem Gespräch mit Hagen. 
Wolfgang
00:00:59
Hallo Hagen. Schön, dass du dir heute Zeit genommen hast, um mit mir mal ein bissel über Bienen zu sprechen. Ja. Bevor wir in das schöne Bienenthema einsteigen, vielleicht kannst du dich mal ganz kurz vorstellen. Wer bist du denn und wie bist du eigentlich auf die Biene gekommen? 
Gast
00:01:13
Okay, ja, mein Name ist Hagen Morschek, äh bin 48 Jahre alt, wohne hier in Pforzheim. Äh und äh mache das mit der Imkerei und den Bienen äh seit zwotausendfünfzehn ungefähr, habe äh begonnen mit zwei Bienenstöcken aufm Garagendach und äh ja genau. Das Interesse an der Geschichte kam spontan über einen Kollegen, der mich dann auch in jahrelang dieses erste Jahr, das ist eben so das Wichtige ist, äh betreut hat, in der Imkerei und ähm danach diesem Jahr habe ich dann beschlossen, auch da weiter zu machen und äh und das Hobby weiter zu verfolgen. 
Wolfgang
00:01:54
Das heißt, du bisch bei deinem Kollegen quasi so ein bisschen in die Leere gegangen für ein Jahr, um dir da mal zeigen zu lassen, wie man mit den Bienen umgeht und was man da alles beachten muss und wie man da einfach mit hantiert. 
Gast
00:02:05
Genau im Theorie der theoretische Teile von der ganzen Geschichte kriegt man da sozusagen ein bissel mit, vor allen Dingen sehr viel praktischer Teil, ja, das ist eben und äh da helfen die ähm äh die wie soll ich sagen, ja die Bienenpaten helfen da einem gut durch ein Jahr, äh weil man eben viele Sachen auch hat, die eben in den Büchern so net stehen, Äh da muss man eben tatsächlich wie in eine Art Lehre, in einem praktischen Teil, ein gutes Jahr mal machen. Ein ganzes Jahr durch Leben mit so einem äh Paten, äh dass der einem äh das von A bis Z so zeigt. 
Wolfgang
00:02:45
Aber es gibt keinen Bienenführerschein oder so was in Deutschland. 
Gast
00:02:48
Äh im Vergleich zur ähm Fischerei beispielsweise, zur Hobbyfischerei, wo man ja einen Angelschein braucht, also eine eine staatliche Prüfung auch machen muss, bei den Bienen net. Also es kann sich theoretisch jeder Bienen zu Hause auf dem Balkon oder im Garten oder sonst irgendwie hinstellen ohne dafür, irgendwie eine äh eine eine offizielle äh eine offizielle Erlaubnis bekommen zu haben. 
Wolfgang
00:03:13
Spannend, weil ich glaube, sowas ähnliches habe ich mal vor ein paar Jahren auch irgendwo im Internet gesehen. Da gab's irgendso einen Trend, dass man sich so Bienen auf den Balkon holt gerade auch so. Ich glaube, das hieß irgendwie Stadtbienen oder so, dass man dass man sich dann auch irgendwie ein paar Bienen holt. Ich glaube, da habe ich mal irgendwas gesehen. 
Gast
00:03:28
Ja ja auch sehr populär auch in Berlin beispielsweise, sehr populär. 
Wolfgang
00:03:31
Wo denn sonst, wenn ich in Berlin. 
Gast
00:03:33
Genau aufm Balkon äh und ähm die haben mittlerweile auch äh ich weiß nicht, ob's jetzt mittlerweile ein bissel abgenommen hat, aber die haben eine extrem hohe Bienendichte schon gehabt in Berlin, da war, kritisch. Ähm weil alle nach dem Motto Bienen retten und so weiter, ne. Aber es ist eben net ganz so trivial. Man braucht tatsächlich auch die Erfahrung von den erfahrenen Inker, der einen da tatsächlich an die Hand nimmt, äh ein Jahr dadurch geleitet. Ja und begleitet und hilft und auch danach vielleicht nochmal so ein halbes, dreiviertel Jahr für einen da ist, weil dann doch noch mal Fragen auf. 
Wolfgang
00:04:06
Ja. Ja. Hagen, du hast mir vorab gesagt, dass es einen Unterschied gibt zwischen Bienenhaltung und Imkerei. Das fand ich damals ganz spannend, dass du's gesagt hast, aber vielleicht sollten wir uns mal ganz kurz ein bisschen überhaupt mit der Geschichte der Biene und auch mit der Geschichte der Bienenhaltung und Imkerei beschäftigen, vielleicht mal aufzulösen, was da der Unterschied ist. 
Gast
00:04:28
Ja, okay. Also die die Bienen gibt's auf unserer Erde schon 45 Millionen Jahre, ja, in unterschiedlichsten Formen, aber so im Großen und Ganzen kann man von diesen 45 Millionen Jahren ausgehen, ich mache immer gerne den Vergleich, dass man da so eine Relation dazu hat. Denn Homo sapiens in der Form gibt's seit 300.000 Jahren. Ähm es ist wirklich ein sehr sehr äh sozusagen altes Lebewesen. Also eine eine ein Lebewesen, wo man sagen kann, Mensch das äh eine Lebensform, die funktioniert schon über viele, viele Bereiche hinweg. 
Wolfgang
00:05:03
Hat sich bewährt zumindest. 
Gast
00:05:04
Hat sich sehr bewährt, genau, und ähm ähm die ersten offiziellen äh Nachweise von einer Imkerei, also von einer Bienenhaltung, von, Menschen kann man ganz grob auf circa 3000 äh vor 3000 Jahren zurück äh führen. 
Wolfgang
00:05:22
Ja, wo war denn da diese Bienenhaltung vor 3000 Jahren? Weißt du, wo das angefangen hat. 
Gast
00:05:26
Ja also es gibt im Nachweis äh in Israel, wo man sozusagen die ersten künstlichen Behausungen noch gefunden hat, die hat man heute in ähnlicher Form auch heute noch in Ägypten, das sind solche Tonröhren, wo Bienen drin gehalten wurden und auch noch in Ägypten heute auch noch drin gehalten werden. 
Wolfgang
00:05:47
So ein altes Insektenhotel im Prinzip. 
Gast
00:05:49
Ja ja ja nur also größerer Durchmesser und so weiter und sofort auf die Bienen, auf die Honig und müssen ja immer von der Honigbiene reden, wenn man ganz genau sein will, ne? Wir reden ja hier von der Honigbiene, von diesen vielen Wildbienenarten, die es noch äh hier in Deutschland und Österreich, Schweiz und so weiter normal diesen deutschsprachigen Raum sieht, nimmt. Genau. Ganz grob 3tausend Jahre. Mhm. 
Wolfgang
00:06:12
Okay, also vor 3000 Jahren haben die Leute in Israel angefangen, Bienen zu halten, in solchen Tonröhren und wie ging das dann weiter? Was was ist denn in den letzten 3000 Jahren so passiert? Denn heute glaube ich, dass Wien nicht nur in Israel gehalten werden, sondern wahrscheinlich weltweit, kann heute im Supermarkt überall Honig kaufen, Hatten sich das dann so entwickelt. Kennst du so große Meilensteine in dieser ganzen Imkerei oder ganzen Bienengeschichte? 
Gast
00:06:37
Ja. Also ähm. Also in diesem in diesem Bereich von, sagen wir mal so Ägypten, Israel waren's eben diese diese Tonröhren, wo sozusagen angefangen wurde die Bienen zu halten und ähm es gibt dann noch eine eine Art von Imkerei, Ja, bleiben wir mal bei dem Wort Imkerei. Es gibt da eine Imkerei. Das nennt sich Zeitlerei. Des Arms sozusagen die eigentliche Lebensweise von Honigbienen äh nach. Das sind äh die Zeiter, das war eine Berufsgruppe Mittelalter. Ja? Ähm ganz Europa ähm hat sich das so erstreckt, die haben künstliche Baumhöhlen geschaffen. Ja, die sind ähm auf Bäume geklettert, haben die dann mit Action und anderem Werkzeug ähm ausgehöhlt. Ähm haben dort Bienen ansiedeln lassen. Ähm haben dann äh dieses äh und haben sie da äh daraus dann den Honig wieder rausgeholt. 
Wolfgang
00:07:37
Das heißt, die die sind dann irgendwann mal im Frühjahr oder so, vielleicht vielleicht hin, haben diese Bäume vorbereitet, weil sie wussten, den Bienen macht das Spaß, die die haben Lust auf solche Baumhöhlen, haben die abgewartet, die Bienen haben ihr Werk verrichtet und dann kamen die dann irgendwann mal im Herbst wieder zur Honigernte haben die Dinger leergeräumt. 
Gast
00:07:56
Genau so war's. Wobei, da sind wir schon auch schon beim interessanten Thema, weil du jetzt gerade ansprichst mit dem leer geräumt. Ja. Ähm das ist eben, da hatte ich auch grad vor Kurzem ein interessantes Buch ähm von von Thomas äh Sea, dem kommen wir heute auch nochmal wahrscheinlich ein paar mal noch zu sprechen. Ähm da gibt's eben auch ähm, ähm äh wie soll ich sagen, ähm schon Nachweise ausm heutigen Bereich Russland, ja, dass die eben das gewusst haben, schon, wenn wir da alles ausräubern, also allen Honig rausnehmen, vorm Winter. Ähm dann werden die Bienen sterben. Ne, also das äh die brauchen diesen Wintervorrat äh und wir können eben nicht alles entnehmen. Damals schon klar. 
Wolfgang
00:08:41
Hat man vielleicht einfach herausgefunden, indem man vielleicht zum ersten Jahr äh gierig waren, alles genommen hat und dann im nächsten Jahr waren keine Bienen mehr da und äh ich meine, das war ja oft so in der Menschheitsgeschichte, dass man Dinge einfach ausprobiert hat und eine Erfahrung dann gemacht. 
Gast
00:08:55
Viel Beobachtung wahrscheinlich, ne. So könnte ich mir das vorstellen, ja. 
Wolfgang
00:08:59
Okay, das heißt, ist dann so zu übergegangen, hat solche Baumhöhlen angelegt, die Bienen haben sich da niedergelassen, man hat dann irgendwann herausgefunden, was für eine Menge an Honig kann ich in den wegnehmen, damit die halt trotzdem noch durch den Winter durchkommen und ich am nächsten Jahr halt äh im nächsten Jahr dann halt wieder irgendwie meinen Honig haben. 
Gast
00:09:16
Genau, ja. Die haben auch rausgefunden dann, was ist auch die optimale Größe, Baumhöhle, die sie da rausarbeiten müssen, ne, dass die Baumhöhe nicht zu klein, aber auch nicht so groß ist, ne, Das war ein Bereich äh und es war eine richtige Berufsgruppe, die haben dann auch äh äh entsprechende Schutzmaßnahmen gegen die Bären auch schon angebracht und so weiter und so fort. Und äh so war so war ein Teil dieser dieser Imkerei in äh dieser dieser frühen Imkerei. Ähm was es eben halt auch heute noch beispielsweise auch noch in äh in Deutschland gibt, sind die so äh sind die sogenannten Korbinker-Reihen. Du habst Körbe und hältst deine deine Bienen in diesen Körben drin ne und ähm, eben grad so, da oben im Hamburger Bereich, also der nördlicher Bereich, äh Heideimkerei, wo das auch heute noch teilweise gemacht wird. Ähm aber irgendwann ähm das ist gar net so wahnsinnig lang her. Da können wir ganz grob sagen, circa hundert, hundert20, 130 Jahre fing's erst an, dass man sozusagen mit diesen heutigen Holzkästen, Arbeitet als Imker. Ähm das sind äh die sogenannten Magazinbeuten. Und das ist eben so der heutige gängige Standard. 
Wolfgang
00:10:33
Okay, also ich also diese ganzen normalen Holzkisten, die kenne ich auch, die sieht man ja manchmal einfach irgendwo in der Gegend da rumstehen. 
Gast
00:10:40
Genau, ja. Ja. Ja, da gibt's zig verschiedene Formate äh von von unterschiedlichen äh ähm, wie soll ich sagen, ähm da gab's Leute, die sich mit den Bienen beschäftigt haben, die haben dann entsprechende Größe äh von der Kiste für sich optimal befunden und da gibt's viele viele Bräutensysteme, die sich dann auch teilweise, im Süden Deutschland wieder bissel unterscheiden. Wir haben hier zum Beispiel das äh Gebäude da äh nach Zander. 
Wolfgang
00:11:08
Ganz kurz aber mal einhaken. Ja. Was heißt denn Beute? Ist das so ein Bienenfachwort? 
Gast
00:11:14
Äh Beute ist tatsächlich ähm die Bienenkiste. Ja gut das du sagst, weil nämlich ich rede immer also genau. 
Wolfgang
00:11:21
Du bist der Behinderte. 
Gast
00:11:22
Nee, es kommt, es kommt tatsächlich immer wieder das Sohle davor, äh dass das Thema ähm dass die Leute fragen, was sie wieso das Redestuhl von Beute, was ist denn Beute? Ne, das ist bei uns gegängig, also eine Beute ist äh eine Bienen also eine Bienenbehausung, also das also eine aus der man quasi die den Honigbeutel. 
Wolfgang
00:11:43
Okay, ah, okay, daher kommt das. Ja. Ja. Okay, das heißt, ich habe entweder so eine Holzkiste, da kann ich den Honig raus erbeuten oder ich habe so einen Korb. Ja. Das ist im Prinzip dann eine Korbbeute oder ja, genau. Okay. 
Gast
00:11:55
Ja, genau, genau. Ja. 
Wolfgang
00:11:57
Okay, cool, ja. Was gelernt? Okay und das ist heute ist der Standard, dass man diese Holzkisten hat für seine Bienen. 
Gast
00:12:07
Genau, das ist eben alles sehr, sehr standardisiert. Ne, das sind Rähmchen, die sind beweglich, das heißt, man kann diese Waben, Also die Bienen bauen ja in so einer in so einer entweder in einer Baumhöhle oder in den Chor oder wie auch immer, bauen die ja ihr Wabenwerk. Und ähm der wesentliche Unterschied von dieser nennen wir mal Baumbeute oder Baumbehausung äh übern Korb, zur Magazinbeute ist, der das in der Magazinbeute, also in diesen Holzkästen, die man kennt, hat man bewegliche Rähmchen. Man kann die Bienen bauen in die Rahmen hinein, ihre Waben und man kann dann diese Rahmen herausziehen. 
Wolfgang
00:12:48
Okay, ja so was habe ich schon mal gesehen. 
Gast
00:12:50
Und das kann man eben zum Beispiel bei einem Korb nicht, ne? Da bauen die ihre Waben fest hinein. Ja. In und die sind quasi nicht einfach so entnehmbar. 
Wolfgang
00:13:00
Da muss ich Gewalt aufwenden, um die irgendwie rauszubrechen oder so. 
Gast
00:13:03
Genau da also da macht man das eben so bei so einem Korb, man dreht den eben um und guckt wo sind die Honigwaben und bricht dann versucht dann diese Honigwaben rauszubrechen. Also das ist eben noch mal eine ganz andere Imkerei, diese Imkerei mit in beispielsweise in einer Baumhöhle, ne, die Zeitlerei, äh die Korbinkerei ist noch mal eine ganz andere ähm Art der Imkerei. Äh und ähm das modernste in Anführungszeichen ist eben diese Magazinbeutel, diese Holzkästen, die wir hier rumstehen haben. Äh das ist sozusagen der Standard äh wie wie momentan geimpfert, und vor allen Dingen auch Honig produziert wird. Ne, weil auf die Art und Weise, dass du bewegliche Rähmchen hast, das hat natürlich die Imkerei enorm vorangebracht, hinsichtlich der Honigproduktion. 
Wolfgang
00:13:50
Ja. Äh eine Frage an der Stelle. Du sagst, dass man diese beweglichen Rahmen hat und die äh Bienen, die bauen da ihre Waben rein und ich verstehe, dass das super praktisch ist. Woher weiß denn diese Biene, dass sie ihre Waben jetzt genau in so einen Rahmen reinbauen soll und nicht irgendwie nebendran oder mit ihren Waben so drei, vier Rahmen irgendwie zusammenkleben soll? Woher wissen das die Bienen. 
Gast
00:14:12
Das ist einfach also das ist einfach äh Instinkt. Ja, das wissen die einfach. Äh man kann auch eine kleine Vorgabe geben noch, damit die auch schön gerade bauen, ja. Aber im Grunde genommen ist das alles in diesen 45 Millionen Jahressystemen äh äh hinterlegt in diesem ganzen Programm, ähm und da bedarf's eigentlich äh net viel. Ja? Ja, also das das und dann hat auch irgendwann mal einer eben festgestellt. Auch, ähm dass es eben diesen sogenannten Be-Space gibt. Das ist der Abstand zwischen den, Waben, den die Bienen immer brauchen, ja? Und mit dieser Erkenntnis wussten wir auch, okay, ich muss die Rahmen äh so und so positionieren an die und die Stelle, schön gleichmäßig, das darf nicht zu viel Abstand sein und auch nicht zu wenig. Äh das ist der optimale Abstand damit Bienen ähm optimal Brut aufziehen können, optimal äh Honig einlagern können und so weiter. 
Wolfgang
00:15:09
Okay, okay. 
Gast
00:15:10
Also eine optimale Produktion. 
Wolfgang
00:15:13
Okay. Aber sag mal, ähm Baumhöhle verstehe ich, die Leute, die haben's beobachtet einfach und haben dann gedacht, ey, wenn die wilde Biene irgendwo in so einem Baum lebt, dann können wir uns das vielleicht zunutze machen und die Bäume bei uns in der Nähe irgendwie präparieren, dass das, die da halten können, okay, Sprung zu so einem Korb verstehe ich auch. Der Korb entspricht irgendwie so einer Höhle, aber ist halt transportabel und ich kann's auf den Boden stellen. Kann vielleicht auch meine Bienen verkaufen in dem Korb sind oder so, der Schritt hin zu diesen Rahmen und zu diesen äh Magazinbeuten, das ist ja schon nochmal so eine richtige Professionalisierung, also vom Handwerk weg, wirklich so vielleicht Richtung, ja weiß nicht Massenproduktion von oder so, was ist denn passiert zwischen den zwei Dingen, also zwischen diesem alten, handwerklichen Verfahren, wie man, wie man daran gegangen ist, hin zu dieser zu dieser starken Professionalisierung? Was was ist denn da dazwischen noch irgendwie passiert? Also gab's da noch interessante oder wichtige Zwischenschritte, bis man jetzt äh ähm zu dem zu dem Zeitpunkt gekommen ist oder. 
Gast
00:16:17
Nee, das ich glaube also nach meinem Kenntnisstand gab's das gar net so. Man hat äh also wirklich also ein wesentlicher Bestandteil war tatsächlich, dass jemand eben entdeckt hat, dass es diesen diesen Bea Space gibt, also diesen Bienenabstand, und dann das haben ja es hat es wurde wurde rausgefunden und dann hat einer wie's eben oft so ist eben mal rumprobiert mit solchen Rähmchen mit so mit so mobilen Rähmchen also ne, ähm äh und äh und es hat sich etabliert, ja. Also das ist so der der Hintergrund. Also mehr, glaube ich, gibt's da gar net, also ja, außer diese zwei, Fakten sage ich mal ja. 
Wolfgang
00:16:56
Früher wertvoll? Also heute kannst du es ja im Laden kaufen, je nachdem, wo du es kaufst, bezahlst du ein paar Euro dafür, was du superhochwertiges kaufst, bezahlst vielleicht für ein Gläschen mal zehn Euro, kriegst aber sicherlich auch irgendwie schon äh in der Drogerie irgendwie Honig für 23 Euro, war Honig früher so was wie weiß nicht wie Salz oder wie Gewürze, das ist was super super hochwertiges war ein. 
Gast
00:17:18
Im Großen und Ganzen eigentlich die einzige Möglichkeit äh eines Süßungsmittels von den Leuten, gehen wir mal einfach mal ja so im Bereich Mittelalter zurück, ja, ähm diese diese Masse an an Zucker oder an süß, die wir hier heutzutage zwotausendzweiundzwanzig äh, haben. Das gab's in dem Sinn ähm so noch nie in der auf der Welt. Ja, also das äh war erst, richtig möglich äh mit einer äh industriellen äh Zuckerproduktion und vorher war das eben tatsächlich ähm die einzige Möglichkeit äh an irgendwas Süßes zu kommen, war war tatsächlich der Honig, ja. 
Wolfgang
00:18:00
Sonst hat das ja vielleicht keine Ahnung, Früchte oder so, die man vielleicht irgendwie mal mal hatte, wie ein süßer Apfel hier in Mitteleuropa oder eine Birne oder ein paar Früchten, ein paar Beeren oder so was. 
Gast
00:18:09
Richtig, ja. Ja, denke ich auch, ja, ja, Man weiß ja auch so in Südamerika hatten sie da schon Zuckerrohr. Ja aber das war damals ja noch net äh relevant hier für Europa, aber so für die Menschen Europa war das so dieser äh genau. 
Wolfgang
00:18:25
Wie hat sich dann der Honig verändert in äh aus Mitteleuropa als der Zucker auf den Markt kam? Äh wie lange gibt's denn so einen Zucker, weißt du das? Hundert Jahre, 150 Jahre vielleicht. 
Gast
00:18:34
Ja, also so in der Form, wie wir's übers heut haben, ähm ist es um 185 rum entstanden. Ähm da hat man zum erschten Mal das geschafft, diese ähm aus der Zuckerrübe äh ähm, relativ einfach, industriell ähm große Mengen an Zucker ähm zu gewinnen. Das war so der der entscheidende Punkt. Ja, also man kann jetzt ganz grob sagen, seit 200 Jahren haben wir hier in Europa eine eine Menge an an. Große Menge an äh an an an Zucker verfügbar. 
Wolfgang
00:19:14
Hattest du einen Honigmarkt dann kaputt gemacht, denn die Herstellung von Honig, die war ja so super aufwendig. Im Vergleich dann zu der Zuckerproduktion durch die Zuckerrübe hat es einen großen Einfluss gehabt auf den Honigmarkt oder auf die Honigproduktion. 
Gast
00:19:26
Ähm nur dahingehend eigentlich, so denke ich, so ist mein Kenntnisstand, eben ähm dass man dann eben nicht mehr was ich vorhin erzählt habe, na mit oder was wir vorhin auch uns unterhalten haben drüber äh mit dem Thema ähm die äh Leute die ihre Bienen noch in der die Zeitler in ihrer Baumhöhle hatten, haben gewusst, ich muss, so und so viel äh drin lassen, damit die übern Winter kommen, Das ist der wesentliche Punkt, was ich dann mit dieser Zuckerproduktion hier mit dieser industriellen äh verändert hat. Man hat nämlich dann, man konnte dann am Ende vom vom Honiger allen Honig entnehmen und den ersetzen durch Zucker. Also sprich diese Art von Imkerei, so wie wir's jetzt so haben, ne, heute Honigpreise haben, die so sein können, äh hängt unter anderem eben halt auch Dame zusammen, dass man eben den äh den Honig ersetzt äh für die Bienen durch Zuckerwasser, ne, die dann einlagern. 
Wolfgang
00:20:26
Ja klar, ich meine, wenn du jetzt nichts mehr zurücklassen musst für die für die Biene, damit die irgendwie noch genug Honig für den Winter hat, dann keine Ahnung, verdoppelt sich ja vielleicht sogar deine Honigmenge, die du auf einmal wieder rausbekommst. 
Gast
00:20:38
Absolut ja genau. 
Wolfgang
00:20:41
Das ist auch so die Art und Weise, wie heute im betrieben wird, oder? Dass man wirklich sagt, du hast die Biene, fliegt rum und sammelt ihre ganzen Pollen und so weiter. Die produziert Honig, Irgendwann ist schon Erntedankfest. Und äh dann wird der ganze Honig rausgenommen und die Biene kriegt dafür, was was ist denn das? Dann Zucker, Wasser oder Zuckersirup. 
Gast
00:21:01
Ja, genau. Ja, genau. Zuckersirup. Ja richtig genau so ist es, ne? Also und mit dieser jetzt greifen da mehrere Sachen, die wir jetzt heute schon besprochen haben ineinander, durch die durch diese Rähmchen, die man aus den Beuten, aus diesen heute standardmäßig vorhandenen Beuten herausziehen kann. Kannst du eben halt auch heutzutage mehrfach im Jahr ähm Honig ernten, ja? Also, als normal also in der normalen Imkerei läuft das eben halt so, die Völker kommen, jetzt haben wir Anfang März hier, ne, die Völker kommen jetzt langsam ausm Winter raus, haben uns sozusagen schon den Wintervorrat aufgebraucht an an Zucker oder Honig, was ihn halt übern Winter zur Verfügung stand, und ähm ähm dann beginnen jetzt bald die die Frühtracht, also Tracht bedeutet also die die Blüte, die jetzt beginnt in der Landschaft. Obstbaumblüte, vor allen Dingen jetzt, die beginnt jetzt. Kirschbaumblüte, ganz wichtige, ganz wichtiges Thema und ähm wenn dann sozusagen diese dieses ganze diese ganze erste große Blüte ähm erstmal vorbei ist, dann ähm werden wird der Honig äh geerntet. Also die Rennchen werden die Honigränchen werden gezogen kommen in das Schleuder und werden dann ausgeschleudert. Ja. Ja? Äh und dann in Honiggläser abgefüllt und verkauft, aber die leeren Rähnchen, die ausgeschleuderten Rähmchen, können wieder eingesetzt werden, ja? In die Beute zurück, und die Bienen machen natürlich nach ihrem Programm das quasi in die genetisch hinterlegt ist äh Folgendes. A wir haben hier leere Rähmchen, wir haben leere Zellen. Wir müssen wieder rein, Reintragen. Wir müssen wieder Honig produzieren für den Winter, weil die haben Halsprogramm hinterlegt. Wir brauchen für den Winter brauchen wir Vorrat. 
Wolfgang
00:22:56
Heißt in diesen Rähmchen, da bleiben aber diese Waben aus Wachs oder aus Bienen, bleiben dadrin bestehen, das heißt die Biene, die kommt dann wieder, merkt oh, da ist alles leer. Genau. Mist, äh ich habe gedacht, wir haben's schon voll, aber jetzt müssen wir noch mal ran und dann machen die die einfach wieder voll. 
Gast
00:23:11
Genau. Ja durch das durch den Schleuderprozess gibt's da ein bissel Verlust, aber das bauen die Bienen auch äh wieder schnell nach, dann haben die eben in ihrem Programm verankert ähm ja wieder Honig eintragen ne und so kann dann der Imker, äh wenn er's eben sehr ähm wenn er eben da das ganze Jahr nutzen will für seine für seine Honigproduktion, kann dann eben äh dann in beispielsweise im Sommer ist das dann äh hier gerade bei uns auch hier im Schwarzwald ein Thema, dem sogenannten Waldhonig, der kann dann quasi seine Völker aufn Anhänger laden oder ins Auto laden und dann in äh in, fahren, wo es viel Tannen gibt beispielsweise, da nochmal die äh die hohen äh die ähm die Bienen nochmal Honig produzieren lassen und zwar halt dann in dem Fall halt Tannenhonig zum Beispiel. 
Wolfgang
00:23:57
Das macht den Bienen nichts, wenn die jetzt einfach irgendwo anders hingefahren werden. Die sind da nicht verwirrt irgendwie, so oh das ist eine ganz komische Umgebung. Ich weiß gar nicht mehr, wo ich bin. Äh, finden die dann wieder wirklich zurecht. Finden die dann auch den Weg wieder zurück zu zu ihrem äh zu ihrem Bienenkaschtl? 
Gast
00:24:13
Ja ja, Man macht das dann äh so, dass man dann ähm im Sommer abends beispielsweise äh äh wenn die Bienen dann alle nach dem Tag äh wieder in ihrer in ihrer Behausung, in ihrer Beute zurück sind, äh verschließt man's äh Flugloch, oder am nächsten Morgen in aller Herrgottsfrühe lädt man die aufn Anhänger drauf und fährt los, wenn man's dann äh man muss dann aber auf jeden Fall äh ähm zwei Kilometer von dem jetzigen Standort ungefähr weg weg wegwandern. Dann äh dann passiert folgendes, wenn die weit genug weg sind und äh dann wieder fliegen können. Ähm dann äh orientieren die sich komplett neu. Ja, also die haben die Norden sich sozusagen quasi frisch ein und dann braucht es einen Tag und dann haben die den äh aktuellen Standort wieder sozusagen abgespeichert. 
Wolfgang
00:25:08
Okay, beeindruckend. 
Gast
00:25:09
Das dann wieder. 
Wolfgang
00:25:10
Echt beeindruckend, ja. Ja, wie wie oft kannst du dann im Jahr ernten, wenn du jetzt irgendwo in so einer Gegend lebst? Also wie bei uns jetzt hier im Schwarzwald? Wie oft kannst du da im Jahr so eine Honigernte haben als Imker. 
Gast
00:25:21
Ja, also üblicherweise so, das, was ich so von den Imkerkollegen weiß, ist, dass man ungefähr hier so zweimal äh ähm ernten kann, ne. Also wenn man diese das alles ausnutzen möchte. Imker beispielsweise, bei dem äh ist es noch anders, ja, der fährt noch wesentlich mehr. Ähm guckt natürlich, wo fängt denn ähm am früh, am ehesten die äh die Blüte an. Äh fährt natürlich dort erstmal hin, ja. Wir wir haben jetzt hier beispielsweise das Rheintal vor uns, ne, äh äh da geht's natürlich wesentlich früher los mit der Obstbaumblüte als ähm als irgendwo auf der Höhe, ja ähm, ähm so kann man das eben ausnutzen und so machen das die Berufsimker auch. So müssen die das auch machen, um wirtschaftlich Honig zu produzieren. Die müssen quasi wandern. Also das ist eine Wanderimkerei eigentlich, Also Standorte anfahren, wo man sich eine gute Tracht erhofft, äh dann dort ein paar Wochen stehen lassen. Die Bienen arbeiten lassen, dann wieder die Honigfarben entnehmen, äh schleudern, abfüllen, wieder einsetzen und die nächste Trag. 
Wolfgang
00:26:27
Das das dauert ein paar Wochen bis äh bis die Bienen da wirklich so ihre ihre Kiste vollgemacht haben mit irgendwie Methoden. Ich finde, bis da alle Rähmchen voll sind. Das gingen in ein paar Wochen hin. 
Gast
00:26:36
Wenn das eben also wenn das eben genau passt, dass genau zu der Zeit äh eine gute Tracht ist und das ist eben halt auch entscheidend, dass das Wetter halt auch stimmt, dass die auch fliegen können. Beispielsweise in 2021 ja das Problem, dass das Wetter so schlecht war, dass die gar nicht fliegen konnten. 
Wolfgang
00:26:53
Grad viel Regen, ist nicht gut für die Biene oder? 
Gast
00:26:55
Die brauchen eben A ihre zehn Grad plus mindestens damit sie überhaupt rausgehen, ähm und natürlich äh kein Regen. Ja und das hatten wir ja, das war ja hier im Südwesten war das ja ein äh sehr, sehr schlechtes Jahr 2021 mit viel Regen und äh und Kälte. Ähm das, Ebene zugeführt äh zum Beispiel oder es führt dazu, dass dann der Ertrag halt wesentlich geringer ist, ja. 
Wolfgang
00:27:19
Viele solcher Berufsimker hier in Deutschland. 
Gast
00:27:22
Nee, es sind wirklich also ich denke vielleicht so zehn, 20 vielleicht, so richtige Berufsimker. Ähm das meiste spielt sich irgendwo in den Nebenerwerb ab. Ja, bis zu 20, 30 Völker vielleicht, dann gibt's eben halt auch noch sehr sehr viele Hobbyimker. Die machen, denke ich, den größten den größten Teil eigentlich aus, ja, diese Rubinca. 
Wolfgang
00:27:40
So ein Hobby, was aufm Vormarsch ist. 
Gast
00:27:43
Ja, also wenn ich die Zahlen manchmal so sehe, ähm äh von äh äh in in Zeitschriften in Fachzeitschriften, also die, Anzahl der Imker nimmt äh in den letzten Jahren wieder zu und auch der Altersschnitt äh sinkt, also ist schon auch ein Thema, was, ähm äh so ein bissel aus diesem verstaubten, auf dieser verstaubten Ecke wohl rauskommt. Ja, so habe ich den Eindruck. 
Wolfgang
00:28:05
Vielleicht liegt das ja auch ein bisschen daran, dass die die jungen Leute heute wieder so Bock auf Natur haben und so ein bisschen Rückbesinnung vielleicht auf irgendwie, so ursprüngliche Sachen, natürliche Sachen. Ich finde, du merkst ja auch, das gibt, nicht seit zehn Jahren so einen ganz großen Trend auch was so Biolebensmittel angeht und Yoga und so diese ganzen Dinge die dich vielleicht ein bisschen mehr zur Ruhe und zur Natur bringen und da passt vielleicht ja einfach auch so Imkerei richtig gut rein, weil es ist ja auch, eine Sache, wo du halt im direkten Kontakt bist. Also du hast diese Tiere, du fährst dann vielleicht rum, bist dann im Wald irgendwie, und äh hast da vielleicht dann auch nochmal irgendwie so einen ja so einen direkten Draht irgendwie, also meine Theorie. Ja, ja, ja, ja. Ja. Ich wohne direkt gegenüber von so einer Drogerie. Und wenn ich da jetzt reingehe, äh kann ich da auch Honig kaufen, da gibt's keine Ahnung, drei, vier Sorten. Also es gibt so Arkazienhonig, ich weiß nicht mal genau, was eine Arkazi ist. Aber ich glaube, dass es was richtig Gutes. Zu normalen Honig und dann gibt's noch irgendwie Waldhonig und da ist äh eine glückliche Biene drauf, also die sieht sehr glücklich aus, denke ich mal. Nicht weiß, wie eine traurige Biene aussieht. Ich glaube, Mimik ist nicht so die Stärke der Biene. Aber da gibt's verschiedene Sorten und das ist irgendwie so Biohonig und der kostet, ich weiß es nicht. Ich ich bin nicht so der Riesenhonigfan. Ähm keine Ahnung, kostet vielleicht drei Euro so eine so eine Packung mit so dass da drin 2hundert Gramm, 250 kommst du in eine Plastikflasche, um sich dann irgendwie so in Thema reinmachen kann, wenn man wenn man im Winter irgendwie ein bisschen Halsschmerzen hat. Ist ja ein altes äh ein altes Naturhilfsmittel, zumindest wenn man's dran glaubt hilft's wahrscheinlich ganz gut. Ähm Wo kommt denn der her? Der würde dann nicht nur aus Deutschland kommen, wenn man in Deutschland nur eine Handvoll Berufsimker haben und sonst noch ein paar Leute, die so hobbymäßig betreiben. 
Gast
00:29:57
Ja tatsächlich ist es wirklich so ähm der der Honighandel ist mittlerweile wie eben vieles unserer Waren eben global. Nach meinen Informationen die ich hab würde der die Anzahl der Imker die wir hier in Deutschland haben nicht ausreichen um den Honigbedarf hier äh zu decken. Ja. Ähm. Und äh die ähm äh große Imkereien sind eben sowohl in Osteuropa beispielsweise. Dann gibt's eben auch sehr sehr viel in ähm Süd-und Mittelamerika eine große Honigproduktion, Ähm ja genau. Also global, ja. Genau. 
Wolfgang
00:30:40
Okay und große Honigproduktion heißt dann, wie kann ich mir das vorstellen? Ist das ein riesengroßes Feld, wo Bäume stehen, die blühen und dann gibt's da ganz viele solche Bienenkisten. Ja. Ja. Ist das so irgendwie oder? 
Gast
00:30:51
Gibt's leider diesen äh also leider kann man net sagen, es gibt diesen ähm äh wunderbaren Film äh More and Honey, beispielsweise die ähm Imkerei in den USA ganz gut beleuchtet, wie das da so funktioniert na? Also wie was tun dort die die Bienen? Äh oder was äh äh wie funktioniert das da und ähm da geht's eben in den USA geht's auch viel um beispielsweise Bestäubungsimkerei, also die haben eben dort grad Kalifornien sehr große ähm, Felder an Mandelbäumen und die müssen eben bestäubt werden. Ja. Man hat eine eine einen Bereich im Jahr, wo die Mandeln, stattfindet und dann müssen dort die Bäume bestäubt werden. Und das wird eben mit der Honigbiene äh größtenteils abgedeckt, Und da fahren wirklich ähm äh LKWs Riesentrucks äh direkt vor Ort, Alles nur noch mit Gabelstaplern abgeladen und ähm da geht's dann also richtig zur Sache. Also sind dann richtig große Inkereien äh mit Hunderttausenden an an Völkern, damit es damit das überhaupt alles funktioniert. 
Wolfgang
00:32:05
Krass. Aber wahrscheinlich, wenn man so was in so einem großen Maßstab machen will, dann wird man sich wahrscheinlich auch ganz kühl mal ransetzen müssen und das mal durchrechnen müssen, was was da was man da braucht irgendwie. 
Gast
00:32:16
Ja, ja. Also die die verdienen eben halt äh äh also das es geht also ja gut ich ja. Es ist halt eine Massenproduktion, ja? Uns geht eben dort eben halt sogar vorwiegend, net mal um den Honig, sondern um die Bestäubungsleistung. 
Wolfgang
00:32:31
Neben Produkt. 
Gast
00:32:33
Sozusagen ja. Ja. Ja, ja. 
Wolfgang
00:32:36
Hat aber nimmer so viel zu tun mit dieser äh back to Nature Romantik, wenn ich jetzt sage, hey ähm ich hole mir jetzt mal ein paar Bienen, da bin ich ein bisschen im Wald und kann die Bienchen nur ein bisschen beobachten und habe dann vielleicht am Ende vom Jahr noch ein Glas Honig äh, Für den Winter, dass ich auch mal da ein bisschen süß durch den Winter durchkomme. Wie ist denn das? Ich ich kenne mich mit Bienen nicht so aus, aber ist so schlimm für eine Biene, wenn die so gehalten wird. 
Gast
00:33:02
Ja, also für mich schon. 
Wolfgang
00:33:04
Ja. Weil weißt du, ich ich kenne ich kenne zwar andere Tiere. Also ich weiß äh Schweine kenne ich oder oder Rinder und da haben wir ja alle auch schon im Fernsehen mal irgendwelche ganz schlimmen Dokumentationen gesehen und glaube im Jahr 2022 ist uns allen klar, dass Massentierhaltung ein riesengroßes Problem ist. Für mich ist Massentierhaltung vor allem die Haltung von Hühnern, Schweinen, Bei Rindern bin ich mir gar nicht so sicher, da kenne ich mich nicht so aus, aber bei Schweinenmassentierhaltung, da habe ich auch so Bilder vor Augen, dass man so Riesen-Stelle hat, die Tiere, die können sich da nicht bewegen, ganz ganz schlimm, auch mit mit zu Hühnern und und anderen äh Vögeln sage ich mal, was keine Ahnung, Pute gibt's vielleicht noch solche Sachen. Da habe ich auch so Bilder vor Augen, dass es so Riesenanlagen gibt, die haben kein Tageslicht und, Darunter ganz ganz schlimm äh ja Bedienung einfach gehalten. Was du mir jetzt erzählst ähm über über solche Großimkereien, Das ist ja eigentlich auch Massentierhaltung, oder? 
Gast
00:34:02
Das Interessante ist tatsächlich, dass ähm dieser Begriff Massentierhaltung in der Imkerei. Eigentlich nicht fällt, Ja, also äh dieses also die Imkerei hat immer noch ein kann man ja sagen, so ein Weißkittel äh Image. Ja, das sind die mit einem weißen Anzug. Äh ist alles okay, die kümmern sich und so weiter und so fort, ähm es ist tatsächlich also ist meine Meinung äh wie in allen Bereichen, wenn irgendwas in die Masse geht, leidet irgendwas drunter. Und ähm wir haben's vorhin schon angesprochen gehabt. Also die, Muss da mal einen Schritt zurück, ne? Der das natürliche Habitat einer Honigbiene so muss man's dann mal vielleicht äh auch nochmal sagen ganz in aller Deutlichkeit. Grundsätzlich eine Baumhöhle. Net unbedingt vom Menschen geschaffen, aber eine Baumhöhle. Mit einem mit einem Volumen von 40 bis 60 Liter. Das ist ein normales Habitat, dann in aller Regel ist es auch so, dass dieser Baum selten mal zwanzig, 30 Kilometer von sich alleine irgendwo hinwandert. 
Wolfgang
00:35:04
Ja also also ich habe ja eine Ringe gelesen, da gab's solche Bäume, aber die lassen wir mal vorne raus. Ja also. 
Gast
00:35:12
Gehen wir einfach davon aus, dass die Biene eigentlich in äh in in einer Baumhöhe lebt, äh doch relativ standorttreu ist, ja und ähm diese und nicht im Sinn hat äh nicht als Lebenssinn sieht. Wir produzieren Honig, damit sie äh damit sie vom da mit dieser Honig vom Mensch entnommen wird. Sondern es ist es ist eben eigentlich der Wintervorrat und ähm und wenn die Biene ähm ähm, Wintervorrat hat, dann hört sie auf. Ja, dann dann reicht es ihr. Ja? Und ähm das äh, Das was ich vorhin auch erzählt habe eben, also wenn man da eben äh die immer wieder quasi lehrt und wieder auffüllt. Äh ich denke net, dass das äh im Sinne äh der Biene ist, ne. Inwieweit es sozusagen eine Auswirkung auf die Biene hat äh darüber möchte ich mir tatsächlich keine kein Urteil erlauben. Ja ähm, habe äh können wir uns ja auch noch drüber unterhalten, weil ich habe mir eben also ich gehe halt jetzt an die Bienen, eine Sache gehe ich so ran, dass ich mir überlege, was sind die biologischen Basics die diese Biene umgibt. Oder auf was diese Biene gründet und äh und versuche so meine Bienen zu halten. 
Wolfgang
00:36:31
Ich finde, das ist auch ein ganz guter, ein ganz guter Punkt, den du ansprichst. Ich habe ja vorhin gesagt, wir haben uns mal unterhalten und dann hast du gesagt, es gibt einen Unterschied zwischen Imkerei und Bienenhaltung und ich glaube, du bezeichnest dich selber eher als Bienenhalter, oder? 
Gast
00:36:45
Ja, ja, also ähm mir geht's tatsächlich ähm ähm ganz ganz wenig, um den Honig, weil ich finde, ähm wenn man eben über die Honigbiene spricht und das ist ja schon auch im Namen drin leider, ähm geht's eben tatsächlich um viel Honig. Ja. Ja, es geht, viel Honig und äh und das ist aber ein Stoff, der für mich ähm äh gar keine große Bedeutung hat, ähm ich mache gern das Beispiel, wenn ich dir ähm jetzt äh hier eine eine Schale mit Äpfel hinstelle, äh ein Glas Honig und ich frage ja, mit was äh auf was könntest du denn verzichten langfristig? 
Wolfgang
00:37:29
Wie wär's da auch nicht. 
Gast
00:37:30
Genau. Ja, also den Honig brauchen wir Menschen eigentlich gar net unbedingt so zwangsläufig. Ja, was wir aber definitiv brauchen, ist die Bestäubungsleistung, dass wir diese Äpfel haben. Und deswegen ähm ist dieser dieser Hype und dieses Thema Honig für mich eigentlich gar net so so wichtig, sondern ich sehe die die Wichtigkeit eben tatsächlich eher in dieser Bestäubungsleistung. 
Wolfgang
00:37:54
Diese Gedanken äh dahingehend, die haben ja bei dir schon angefangen, ähm wenn ich mich richtig erinnere, als du diese, ich sage mal in Anführungszeichen, Ausbildung damals gemacht hast bei deinem Bekannten, der ja auch Imkei war oder ist. Wo du das das Handwerk mal so gelernt hast und mal reingeschnuppert hast, Gesagt, ein Ja nach diesem ersten Jahr habe ich dann angefangen auch viel drüber nachzudenken, mich zu informieren und ein eigenes System zu entwickeln. Was ist denn da passiert damals bei dir? Du hast du hast es angeschaut, du hast da kennengelernt, wie der Imker arbeitet, wie das ganze, wie diese ganze Imkerei funktioniert. Was ist denn dann mit dir passiert nach diesem 1. Jahr, als du dann allein warst wieder und alleine für dich entscheiden musstest, okay, wie mache ich jetzt weiter, mache ich überhaupt weiter? Interessiert mich das jetzt? Möchte ich mich da irgendwie ja vertiefen? Was für Gedanken waren denn da für dich äh interessant. 
Gast
00:38:47
Ja. Ähm also ich habe mich dann ähm nach diesem ersten Jahr dann ähm schon auch gleich damit beschäftigt, was machen denn beispielsweise, das war mein erstes Buch was macht denn beispielsweise eine Demeter Imkerei? Was machen die anders, ne? Ähm und worin besteht denn da der Unterschied oder wenn man eben einen Biolandhonig kauft, was ist denn der Unterschied in der Haltung, von einer von einer von einer Biene in Bioland und zu Demeter und so weiter und so fort und habe mir da äh Bücher gekauft und bin dann ähm, Mehr so reingekommen in das Thema ich beschäftige mich jetzt mal nur äh mit dem Lebewesen Biene, also Honigbiene und lenkt mal diesen Fokus weg von dieser Honiggeschichte, also von der Honigproduktion, sondern, Also eigentlich, man kann hört sich sind ein bissel abgedroschen an nochmal zurück zu den Basics ne also jetzt gehen wir erstmal jetzt überlege ich erstmal wenn ich jetzt hier weitermache was sind denn die Bedürfnisse von diesen Lebewesen, dass ich ihr hier halte, und hinterfragt es ob das so für mich in Ordnung ist ja und, Habe dann gemerkt irgendwie, dass durch diese durch dieses ganze Honig äh Zeugs oder dieser dieser Fokus auf diesem Honig, man so sehr den Fokus auf dieses von diesem Lebewesen weg. Ja und sich also für mich stand irgendwann mal im Vordergrund, ja Mensch oder ich habe mir überlegt, Für mich möchte, soll ähm der Fokus auf einer gesunden Bienenhaltung liegen. Ja und äh für mich persönlich ähm äh, sozusagen mit dieser Honigproduktion. Man kann, also das ist hat auch funktioniert. Das gibt's eben da eben, wir hatten's da vorhin von der Zeitlerei, ne? Ähm ähm, Wenn man das, wenn man das mit dieser mit dieser Honigproduktion net übertreibt, ja, bin ich der Meinung ist es besser für die Bienen ja? Also ich sag net dass wir hier nie mehr irgendwas aus diesem Bienen rausholen soll aber ähm der Fokus sollte ähm ganz klar auf einer gesunden Bienenhaltung liegen. Wenn ich eben beispielsweise ein net so gutes Honigjahr habe. Dann möchte ich auch nur so viel entnehmen, was ich auch einigermaßen noch ähm äh für mich rechtfertigen kann. Ja ähm. Problem ist aber bei der Imkerei, also wenn man eine Imkerei so ein bissel betreibt oder ne, dann ähm leben die Imker dieses Hobbyimer mäßig machen oder auch im Nebenerwerb, die leben halt vom Honigverkauf. 
Wolfgang
00:41:21
Ja, wenn du da ein schlechtes Jahr hast, dann dann ist das natürlich wirtschaftlich superschwer als Imker. 
Gast
00:41:26
Genau, ja, ja. Also und das ist auch so ein Dilemma generell von dieser Imkerei, hat man ein sehr, sehr schlechtes Honig, da hat man nichts zu verkaufen. Hat man ein sehr sehr gutes Honigjahr. Muss man sehr, sehr viel verkaufen. 
Wolfgang
00:41:39
Ja. Ja. 
Gast
00:41:40
Und das ist alles, das sind alles so Themen, die sich äh man merkt's auch mal drüber redet. Äh äh wo einfach die ganze Zeit im Zentrum dieser Honig steht. Ne, zu wenig Honig ist schlecht, zu viel Honig ist schlecht. Ähm. 
Wolfgang
00:41:53
Honig nicht so Lebensmittel, das anscheinend ewig haltbar ist. Das heißt, wenn du ein super gutes Jahr als Imker hast, kannst du das Lager voll machen und wenn's drei Jahre später ein super schlechtes Jahr hat, dann kann ich aus dem Lager den den übrigen Honig nehmen, der ja immer noch gut ist, Kannst denn dann äh total gut verkaufen? Geht das nicht. 
Gast
00:42:10
Auch wir Imker müssen auf das Produkt ein Mindesthaltbarkeitsdatum drauf machen. Okay. Ja. Genau. Ja. Theoretisch ist dieser Honig wirklich sehr sehr sehr lange haltbar aber es gibt äh es gibt eine Kennzeichnungspflicht in der Univerordnung. 
Wolfgang
00:42:25
Wir sind in Deutschland. Da gibt's natürlich, da gibt's natürlich eine Honigverordnung. 
Gast
00:42:31
Natürlich gibt's eine Hoodie-Verordnung. 
Wolfgang
00:42:32
Natürlich entschuldige, entschuldige das Unwissen. Ja. Okay, aber äh, Du bist dann immer weitergegangen und hast immer mehr über über Bienen gelernt und gelesen und hast versucht für dich dann so ein System zu entwickeln, bei dem nicht der Honig, sondern die Biene im Mittelpunkt steht. 
Gast
00:42:53
Ja genau, also das hat dann äh angefangen so zwanzig zwanzig ähm dass ich mir überlegt habe, wie kommt man denn aus diesem aus dieser ähm, dieser Honigspirale möchte ich's mal nennen, wie kommt man denn da raus? Ich hab's grad angesprochen, ne, also man hat's ein Jahr, wo's wenig Honig gibt, dann äh bleibt man auf seinen Kosten sitzen, hat man viel Honig, muss man den auch verkaufen, steht sich die, auf einem auf im kalten Weihnachtsmarkt den Bauch äh beispielsweise oder, so ähm also und ähm dann habe ich mir überlegt, wie könnte das auch anders funktionieren und habe ähm was angefangen, ein Projekt, das ähm äh gleich auch einen Namen bekommen hat. Das heißt äh Bienen verbunden, Und da geht's darum, dass ähm äh ich die äh die Bienen äh einzeln bei ähm, Im Moment grad vorwiegend Privatpersonen äh zu Hause im Garten aufstelle. Und die ähm diese Bienenpaten in dem Sinn, die ihrem Blatt zur Verfügung stellen äh auch ein bisschen mitarbeiten. Ähm so mir das ermöglichen oder den Bienen ermöglichen. So rum möchte ich's vor allen Dingen sagen ähm mal auch alleine stehen zu dürfen. Also das ist schon mal dieser dieser erste Punkt. 
Wolfgang
00:44:13
Es war halt was was meinst du, mit alleine stehen zu dürfen, dass sie nicht bewegt werden oder. 
Gast
00:44:17
Ja, also bewegt werden ist eine, ja. Ähm und vor allen Dingen ähm ähm ich komme noch mal so, kommt immer wieder, wenn wir drüber reden, immer wieder an diesen Punkt zurück, wo ich's. Zurückschaue, wie leben denn die Bienen eigentlich, ja? Und äh die Bienen leben eigentlich wir hatten's schon ein paar Mal davon, Baumhöhle. Ja. So und äh wir können jetzt mal grundsätzlich davon ausgehen, dass es keine 20 Baumhöhlen direkt nebeneinander gibt. Das war auch ein Punkt, den ich mir überlegt habe. Wie kam er's denn schaffen. Schon mal diese diese ähm diese Grundvoraussetzung wie kann man das denn umsetzen, dass die Bienen tatsächlich alleine an einem Ort stehen können ohne und dann auch noch nicht mehr bewegt werden. 
Wolfgang
00:45:05
Also, du hast. Das ist ein guter Punkt. Also wenn ich irgendwo so Bienenkästen sehe, das sind ja dann meistens zwei, drei, vier, fünf Stück nebeneinander. Da ist dann in jedem Kasten ist ja dann ein Bienenvolk drin wahrscheinlich. Genau. Und in der Natur oder früher traditionell hast du einen Baum, da ist Eins und Bienenvolk und keine Ahnung, paar Kilometer weiter ist vielleicht dann der nächste. Also die kommen sich dann auch nicht so in die Quere. Okay. 
Gast
00:45:31
Und all das, also da gehe ich auch eben sehr sehr also muss ich auch noch mal so ein bissel zurück, ne, ähm ähm man weiß das auch, ja? Also war zum Beispiel auch also auch Bienen haben Krankheiten. Ähm äh man weiß eben auch, dass es hinsichtlich der Bienengesundheit eben auch äh gut isch ähm äh die äh die die Völker auseinanderzustellen. Also einzeln in einem größeren Abstand auseinanderzu. Da gibt's eben Institut in in Hessen. Er hat da mal eine ganz gute Veröffentlichung gemacht, Das war auch so ein so ein Dreh- und Angelpunkt ähm für mich äh in der in der in der Gedankenwelt, ne ähm. Hat man man untersucht es schon hier von von wissenschaftlicher Seite und überlegt sich, wie kriegt man denn äh also in der Imkerei muss ich noch. Exkurs machen, es gibt einen wesentlichen Schädling seit 40 Jahren hier in Europa. Das ist die sogenannte Varroamilbe, die, eigentlich auf der asiatischen Honigbiene in Asien äh gelebt hat. Als Parasit und da wurde vor dieser Parasitude vor 40 Jahren hier nach Europa und auch in die USA äh eingeschleppt und ist mittlerweile eigentlich äh weltweit verbreitet. Und äh verursacht große Probleme in der Bienenhaltung, in der Imkerei. Ähm eben diese Untersuchungen, die solche Bieneninstitute durchführen, sagen eigentlich eindeutig, ähm wenn man die Bienen alleine stehen lässt, ja, ist ähm äh kommt es der Bienengesundheit zugute. Also da ist die Wissenschaft auch schon einig weit in den Erkenntnissen. Das ist nur ein Punkt. Also dieses dieses Thema Varroa, aber ganz allgemein Bienenkrankheiten ähm also ich gehe immer davon aus, wie gesagt, ähm es ist einfach sehr, sehr unwahrscheinlich, also dieses System die seit 45 Millionen Jahren ist so ein eingespieltes System. Grundsätzlich richtig sein, äh nur was der Mensch tut, ist eben an verschiedenen Parametern zu verändern. Um natürlich eine möglichst einfache äh Handhabung auch Honigproduktion äh ähm hinzukriegen. 
Wolfgang
00:47:49
Okay, das heißt, okay, das heißt, äh du hast Privatleute und bei denen steht dann jeweils eine so eine so eine Bienenkiste, einem äh mit einem Bienenvolk und dadurch hast du schon mal so die die erste Voraussetzung, es gibt nicht zwei Stück nebeneinander, wie es sonst irgendwie in der Bienenhaltung ist und das das äh tut erst mal der Bienengesundheit gut. Genau. Äh was machst du dann sonst noch oder wie unterscheidet sich sonst vielleicht noch so die Art und Weise, wie diese Bienen dort gehalten werden? Hast du andere Boxen oder hast du dann anderes Material oder machst du sonst noch was anderes? 
Gast
00:48:24
Also ein wesentlicher Punkt ähm ähm ist da noch der der sogenannte Schwarmtrieb. Da sind wir hatten wir jetzt noch gar net heute drüber gesprochen, aber das ist eben was die Bienengesundheit äh angeht eben auch ein wichtiger Punkt. Ähm, Ähm da muss ich auch noch mal so einen so einen Schritt zurück in Richtung Biologie der Biene. Ähm die ähm, was eben viele net wissen, ist eben, dass äh die eigentliche Vermehrung der Bienen erfolgt über den sogenannten Schwarm. Das bedeutet, dass ähm im Frühjahr, April, Mai, fängt die Schwarenzeit der Bienen eigentlich wieder an, Das funktioniert folgendermaßen, die Bienen merken aha wir haben jetzt schon wahnsinnig viel ähm Honig eingetragen. Äh hier läuft's ganz gut. Äh ähm wir wollen uns verwehren. Vermehren äh bedeutet, dass sich das Volk teilt. Ja, also du hast eben in dem Bienenstock eine Königin und eben die Arbeiterinnen und die männlichen äh Bienen, die sogenannten Drohnen. Und irgendwann beschließt das Volk dass es sich vermehren möchte, äh das Volk zieht sich dann selbst äh eine eigene neue Königin heran. Ja. Oder mehrere eigene neue Königinnen heran, ähm in dem Moment ähm es gibt da verschiedene also es gibt dann einen speziellen Moment, wo dann die Bienen wissen, okay jetzt haben wir hier also zu viele Königinnen drin. Zieht die alte Königin mit dem Teil vom Volk aus. 
Wolfgang
00:49:59
Okay und sucht sich dann was Neues. 
Gast
00:50:01
Genau, also so ist so ist sozusagen in der Natur, so ist dieser Natur ähm so ist diese diese dieser natürliche Prozess eigentlich ja ähm, ähm das alte Volk mit also ein Teil des alten Volkes, mit der alten Königin zieht aus, hängt sich im Umkreis von zehn Meter ungefähr erstmal an einen Ast, sammelt sich in so einer sogenannten Schwarmtraube. Da hängen dann diese ganzen Bienen, die rausgeschwärmt sind, und der Rest bleibt zurück mit äh noch jungen neuen Königinnen, die noch nicht begartet sind. Die müssen erst noch einen auf Begatungsflug, und ähm dann ähm, Genau und dieser dieser dieses natürliche Verhalten des Schwarms ähm stellt in der in der in der Honigproduktion, in der normalen Imkerei sozusagen eigentlich einen Störfaktor dar. 
Wolfgang
00:50:58
Ja, weil das du möchtest das ja nicht. Die sollen ja arbeiten, die ganzen Bienen. 
Gast
00:51:02
Arbeiten, ne, noch dazu ist es eben so, dass die Bienen, die ausschwärmen äh und sich da in diesem äh so mal frisch sammeln, ne, dieses äh ein Teil von diesem Volk, machen sich auch vorher nochmal die Honigblase voll, damit die nämlich genug Energie haben, um draußen mal für ein paar Tage alleine bestehen zu können, ehe sie wieder äh eine neue Behausung gefunden haben, und das alles will da Inkarnet, ja? Das ist eben auch sehr unplanbar. Ja, das ist äh ähm ihm gehen die Bienen flöten. Ja, er hat nicht mehr so viel Bienenmasse. Ähm und äh ja, also stellt eben, eine eine Beeinträchtigung von seiner von seiner Honigproduktion da. Ja und ähm, Aber eben das weiß man eben auch aus diesen Untersuchungen. Da gibt's eben eine wichtige ähm grad ähm also dieser amerikanische Verhaltensbiologe hat es auch erforscht und hier das äh Bieneninstitut Kirchhein, Die haben eben rausgefunden, dieses alleine ähm stellen ja äh in Kombination mit dem Schwanentrieb. Teilen darf. Ähm ist eben für die Bienengesundheit ähm ein großer äh ein großer Vorteil. 
Wolfgang
00:52:17
Ja. Ähm nur aus Neugierde, was macht der Imker, um diesen Schwarmtrieb zu unterdrücken? Wie funktioniert so was? 
Gast
00:52:24
Also man kann ähm Also gibt ganz perfide Methoden, äh äh da sind wir Gott sei Dank denke ich schon also ich denke nicht mehr, dass es viele machen, aber eine Möglichkeit ist beispielsweise der alten Königin die die Flügel zu stutzen, zu schneiden ja? So kann die nimmer ausfliegen, also dann, ne, aber das ist natürlich wirklich eine eine also für mich persönlich eine eine Verletzung an einem an einem Tier, ja also, ähm ähm dann ähm, kann man um den Schwarmtrieb grundsätzlich zu unterdrücken ähm auch mehr Raum geben, also noch mehr Kisten aufsetzen, ist eine Möglichkeit einen Schwarmtrieb, ähm zu reduzieren ähm oder eben also die Imker, die schauen sich auch an der Spermzeit ihre Völker durch und äh schauen auch, wo Hartz, sogenannten Königinnen zählen, also wo wachsen potenziell neue Königinnen heran? Ja. Ähm und brechen diese regelmäßig raus. 
Wolfgang
00:53:22
Dass es da gar keine neuen Königinnen gibt. 
Gast
00:53:24
Genau, ne. Also dieser Schwanentrieb und dieses Ausfliegen kommt erst dann zustande, wenn die wenn die Bienen im Stock wissen, äh hier gibt's jetzt tatsächlich bald eine richtig neue Königin. Ähm äh und wenn du dann immer wieder diese Schwarmzellen, also diese Königinnenzellen, rausbricht, äh dann erlischt irgendwann der Schwarmtrieb. 
Wolfgang
00:53:43
Ist aber auch ganz schön rabiat oder? Ja. Ja. Okay. 
Gast
00:53:49
Okay. Ja, also das ist also äh aber wie gesagt ähm und das äh darauf komme ich halt Sommer zurück. Also ähm so funktioniert halt die Imkerei und so funktioniert eben halt eine ähm eine Honigproduktion. Ja wie gesagt es ist eben die Finanzierung läuft übern Honig also musst du Möglichkeiten finden wie du natürlich kostenmäßig das abdecken kannst bei dem Preis den's hier am am Markt üblicherweise gibt, auch natürlich hier auch noch global bestimmt ist natürlich wir hatten's ja auch schon davon. 
Wolfgang
00:54:19
Ja. Auch schon davon. Ja. Okay, das heißt äh bei dir gibt's den Schwarmtrieb. Dann bekommst du regelmäßig ein neues Volk oder wenn du sich wenn die sich teilen, dann kannst du einen neuen Schwarm irgendwie einfangen. Ist echt dann ganz praktisch oder? Man man fängt mit einem Volk an und dann hat man zwei, dann hat man vier. 
Gast
00:54:39
Ja genau, also die schwärmen dann auch also ich habe auch Völker, die eben äh auch letztes Jahr eben gar geschwärmt sind. Das kommt auch vor also. Das Wesentliche ist eigentlich dann noch also ähm dieser Einzelaufstellung, was sie da mit dem Partner mal gesagt haben, äh ist eben, äh das Schöne ist eben, dass eben Leute vor Ort sind. Also in dem Fall die die Paten, wo die Völker stehen und die das eben auch mitbekommen, dass die Bienen ausschwärmen. Ja, das ist eben sozusagen deswegen, Auch dieser dieser dieses System, was ich mir da so überlegt habe, dass die Bienen äh bei denen im Garten stehen. Oder weil Kohlen ja auch möglich oder Garagendach ist eigentlich was üblicheres, ist eigentlich ein ganz guter Standort. Ähm weil nämlich natürlich, wenn der Schwarm da draußen alleine hängen würde, ja, er würde bei uns in der in der hiesigen Landschaft hier, selbstständig keine neue Behausung finden. Weil ähm also wenn du auch mal so durch die Landschaft gehst, äh die die Bäume, die irgendeine natürliche Baumhöhle vorweisen, äh das gibt's einfach auch gar net so oft, ne, auch unsere Wälder sind Forstwirtschaftlich, bewirtschaft. 
Wolfgang
00:55:51
Ja. 
Gast
00:55:53
Da äh braucht also kein Mensch braucht heutzutage hier in Europa wie auch immer irgendwie einen alten Baum mit einer Baumhöhle ähm. Also das sind das sind noch so so so Faktoren ja. 
Wolfgang
00:56:07
Ja. Das heißt, die Paten, die haben diese Bienen irgendwie im Garten dann oder oder aufm Garagendach oder halt irgendwo am Haus. Ja. Und ähm, Ja, die können sich dran erfreuen, dass man da immer ein paar Bienen äh irgendwie summen hört. Ähm was was machen die denn sonst noch, die Paten? Die beobachten die. Die melden sich vielleicht bei dir, wenn sich dieser Schwarm da teilt, Du da mit deinem äh, Neuen Kiste kommst oder mit einem Korb oder mit einem Netz. Ich weiß nicht, wie man die einschlägt oder mit dem mit einem großen Staubsauger, dass man nicht vielleicht einfach absaugt so von der ja auf der Bienensauger ist ist vielleicht auch eine gute neue Produktidee, dass man die bequem dann runtersaugt, natürlich äh dass sie pfleglich behandelt werden. Ähm was für Aufgaben haben denn diese ähm die Paten dann sonst noch. 
Gast
00:56:50
Also es ist tatsächlich so, dass äh ähm wenn die Bienen äh wenn die Bienenpaten ein äh ein Volk von mir bekommen ein neues. Besteht ähm ist dann meistens dann so äh Mai, Also ab April theoretisch Mai äh Juni fängt es dann an, dass ich dann die bei denen dann platzieren kann die Bienen und äh die erste Zeit besteht darin die äh ähm die erste Aufgabe besteht darin, Völker aufzufüttern. Ja, die müssen ähm sehr viel Warmwerk bauen in diesem in diesem Zeitraum bis zum Winter hin, so viel Wabenwerk da mit sie da ihre damit die Königin äh ihre Eier reinlegen kann, dass neue Bienen äh in den Zellen entstehen können äh dass genug Winterfutter reinkommt und so weiter und so fort, und ähm das ist eben so in unserer heutigen äh Kulturlandschaft, die wir hier haben, ist es sehr, sehr schwierig mit dem natürlichen, den natürlichen Gegebenheiten dass sich das Volk vor allen Dingen im ersten Jahr, wenn das noch so frisch ist. Selbständig ausbaut und selbstständig ähm. Genug Winterfutter einlagert. Also da ist es die Aufgabe der Paten äh die Bienen äh zu füttern. 
Wolfgang
00:58:13
Was füttern die die dann. 
Gast
00:58:14
Eben auch tatsächlich mit Zuckersirup. Ja und ähm, genau. Und dann ähm ist eben auch noch eine wichtige Aufgabe der Paten eine regelmäßige Varroa-Kontrolle durchzuführen. Wir hatten's ja vorhin. 
Wolfgang
00:58:28
Milbe. 
Gast
00:58:29
Das ist diese Milbe, genau dieser Schädling ähm da gibt's äh da gibt's äh eine Methode, da ist unten drin in der in der in dieser Beute ist ein ein Schieber, wo ähm, milden drauf fallen, wenn sie wenn sie sterben und dann kann man ungefähr abschätzen, wie hoch der Befall ist. Dieser äh von diesem Volk, an diesem Standort, ne, an an. 
Wolfgang
00:58:51
Das heißt, das heißt dann aber, dass jedes Volk immer irgendwelche Milben hat und die Frage ist nur, wie wie stark der Befall ist. 
Gast
00:58:58
Also es gibt in äh in Europa und sonst irgendwo gibt's keinen äh ist mir kein Volk bekannt, dass äh keine Milben hat. Und die muss man eben im Auge behalten als, betreuender ähm als äh als äh als Bienenhalter oder als Imker, ja muss man sich im Klaren drüber sein, wenn der Befall von diesem von diesem Milben zu hoch wird im Volk, das ist dann schädlich für die Bienen ist. Ja die übertragen Krankheiten, die weisen sich dann eben an dieser Biene fest und äh gehen an das, gehen gehen an wichtige Substanzen, die sie brauchen zum Leben an der Biene und übertragen in diesem Zuge eben Krankheiten. So und wenn da der Befall zu groß wird. Ähm dann ähm wird es für die für das Volk gefährlich. In der Gesundheit und äh schlimmstenfalls sterben sie dann halt. 
Wolfgang
00:59:57
Okay, das heißt äh als als Bienenpate, dann regelmäßig danach, wie wie dieser Befall ist. Ich äh im ersten Jahr, wenn die Bienen noch nicht so viel Kraft haben, fühlt ihr euch noch ein bisschen zu, dass ihr durch ihr erstes Jahr durchkommen. Das gibt sich dann aber oder? Zum zweiten Jahr muss ich die nimmer füttern, die Bienen. Dann passt das wahrscheinlich von der von der Natur, von den ganzen Blüten, die es so gibt. 
Gast
01:00:19
Genau, so funktioniert das auch. Also ähm das erste Jahr besteht darin, das Volk, das junge Volk aufzubauen und äh mit genug Winterfutter in den Winter, äh zu geben, ja ähm und jetzt gerade im Moment März kommt äh kommt die Phase, wo das Volk äh wieder äh wo die Könige wieder anfängt zu brüten, die war in der Brutpause. Ähm im Winter äh zu brüten und neue Bienen kommen, ähm jetzt kommt auch der Punkt, wo die Selbstständig jetzt rausgehen, äh also, machen sie natürlich schon immer selbständig rausgehen, aber wo die rausfliegen und äh und äh an den an die Frühtracht, also als hier Obstblüte. Und ähm da ähm darf der Imker auch nochmal zufüttern, weil sonst hast du ja nachher diese zugefütterte ähm Material, Wasser, was du gefüttert hast im Jahr davor äh ja im Honig drin. Also die müssen das jetzt schon schaffen ähm diese Naturprodukte selbstständig sozusagen in die Waben zu kriegen. 
Wolfgang
01:01:23
Okay. Und was was passiert denn dann so keine Ahnung, im Herbst, wenn wenn die ganzen Blüten vorbei sind, die äh die Bienen haben sich jetzt in den ganzen Beuten äh die ganzen Waben vollgemacht mit Honig? Was passiert denn dann jetzt für mich als Pate? 
Gast
01:01:39
Ja, also zunächst mal, wie gesagt, also es ist ja so, dass ich net gänzlich ähm äh nach Honigproduktion oder einer Honiggewinnung abgeneigt bin, also äh zwischenzeitlich passiert dann so im Juni dann äh eine eine Ernte. Ähm äh ich gucke dann die Völker durch und schaue, äh wie viel Honig die eingetragen haben und was ich denen mit gutem Gewissen entnehmen kann, entnommen dann im Juni, ähm wenn man merkt, dass die dann trotzdem noch äh also noch sehr viel äh Energie verbraucht haben auf den Winter hin und noch zu wenig äh Winterfutter haben, wird noch teilweise doch zugefüttert, Aufgabe und äh das war's dann im Großen und Ganzen. Ja, also die die meiste Arbeit entsteht sozusagen tatsächlich im ersten Jahr. 
Wolfgang
01:02:31
Könnte mir aber auch vorstellen, gerade wenn wenn man vielleicht Kinder hat, ist das ja auch noch mal ganz schön, wenn man da irgendwelche Tiere im Garten hat, also noch so ein bisschen Extra-Natur. Das wäre vielleicht auch noch mal spannend, oder? 
Gast
01:02:42
Ja, ja, absolut, absolut. Das ist eben ähm also viele äh die jetzt so dabei sind, äh haben tatsächlich Kinder. Ist ein tolles Erlebnis, dass wir dass die da schon relativ frühzeitig, Bezug dazu kriegen äh und was ist denn das überhaupt hier, wie funktioniert sowas, ne? Und äh auch dieses sehr, sehr hochwertige Lebensmittel. Auch äh zu würdigen wissen. Ja also äh wegkommen von irgendeinem Industrieprodukt aus einer aus einer Kunststoffquetsche. Ne, also es hat auch so ein bissel was mit äh mit äh mit mit Früherziehung vielleicht auch, ja ähm und ein Bewusstsein dafür, dass wir hier mit mit Lebewesen zu tun haben und das eben, der hohe nicht aus dem Supermarkt kommt, sondern von von lebenden äh von Lebewesen produziert wird oder hergestellt wird, die das eigentlich für sich haben wollen äh und wir aber ein bissel was davon weg. 
Wolfgang
01:03:36
Die Paten dann am Schluss auch ein Glas von ihr in Anführungszeichen ihrem Honig aus ihrem Garten oder. 
Gast
01:03:41
Auch eine eine schöne Besonderheit bei diesen äh äh Systemen oder bei diesem Projekt Bienen verbunden, ähm ähm wir haben ja wie gesagt sehr sehr viele Standorte. Im Moment sind's grad ähm zwölf Standorte, ja wo wo Bienenvölker stehen, und ähm aus all den Standorten äh wird der Honig geerntet. Ja. Und aber dann nach Standort auch abgefüllt. 
Wolfgang
01:04:08
Das heißt von meinem Standort bekomme ich dann auch einen einen richtigen Honig aus meinem Garten dann. So ungefähr, ja? Ja. 
Gast
01:04:13
Ungefähr ja fast ja also es ist auf jeden Fall du hast dann nachher äh wir machen's ein bissel anders, wir machen's dann Solidaritätsprinzip äh das bedeutet wir haben eine eine Summe X an Honig. Und diese Summe X wird gleichmäßig antipartant. 
Wolfgang
01:04:29
X wird gleichmäßig an die Paten verteilt. Okay. 
Gast
01:04:33
Und ähm aber die Gläser sind gekennzeichnet mit dem Standort. Ja, da ist so ein kleiner, so eine kleine Karte drauf, wo man sieht, aha äh das Bienenvolk stand ungefähr da. Das ist eben auch sehr interessant, weil man dann eben dann nachher als als Pate äh beispielsweise zwölf verschiedene Honige hat. 
Wolfgang
01:04:56
Die auch alle unterschiedlich schmecken und so ein kleines bisschen. Je nachdem, was da für für Blüten irgendwie bisschen was für Bäume oder oder so. 
Gast
01:05:04
Merkt man ganz deutlich dann irgendwie, jetzt hat man hier so ein äh ich habe zwei Völker in in Dorn stehen, es ist ein deutlicher Unterschied gewesen 2021 der Honig aus ja zu dem hier haben wir also hier Pforzheim Pforzheimer Standort habe ich ja viele Bienen, also hauptsächlich stehen, ne? Hatte hat komplett anders geschmeckt. Da als der also als der andere Standort. 
Wolfgang
01:05:34
Nur ein paar Kilometer sind. 
Gast
01:05:37
Hier haben wir jetzt halt, hier war letztes Jahr Gott sei Dank, äh noch äh im Sommer, gelinde, die sehr stark geblüht hat, obwohl Weil wie gesagt, ja, ein schlechtes Frühjahr hatten letztes Jahr und so war das eben halt ganz schön. Äh der Honig war sehr lindenlastig, also sind ein relativ herber Honig war das, einfach zu schön zu sehen, da hat man jetzt hier einen Stadthonig, der äh geprägt war von diesem von diesem speziellen Jahr. Und äh der eben also genau ja. Mhm. 
Wolfgang
01:06:05
Interessant. Was mich noch interessieren würde, weil ich da gar keine Ahnung und auch gar keine Vorstellung habe, viel Honig entsteht denn da eigentlich? Also du nimmst nur eine gewisse Menge raus aus so einem Volk und das ist von Jahr zu Jahr ein bisschen unterschiedlich, je nachdem wie alles war. Aber gibt's von Mittelwert, was was was da am Schluss hängenbleibt? Ich habe da, da komplett gar keine Vorstellung davon. 
Gast
01:06:27
Mensch also an an Menge Honig ja. 
Wolfgang
01:06:29
All Menge Honig von also was mich interessieren würde wäre A wie viel kann da so maximal rauskommen? Also beim Imker, der ja da wirklich Tabula rasa macht, äh wie viel vielleicht zu im Schnitt oder so, braucht die Biene davon, um jetzt wirklich auch durch den Winter durchzukommen, weil ich kenne halt keine Ahnung, was ist so ein Glas, ein 200 Gramm, glaube ich, so diese klassischen Honiggläser, die es auch so zu kaufen gibt oder 2hundertfünfzig vielleicht. 
Gast
01:06:54
Die großen sind's 500 Gramm. 
Wolfgang
01:06:55
Sogar. 
Gast
01:06:56
Hm genau ja. Also man kann ähm ganz. Grob sagen, ich habe da ähm äh es gibt da einen tollen Berufsimker, den Bernhard Teufel, der hat mal in einem Podcast drüber geredet äh und gesagt, was er als Berufsinker. Volk erwirtschaften muss, damit er wirtschaftlich arbeiten kann. Ja. Ja und es bewegt sich so im Bereich von siebzig, achtzig, 90 Kilo. Das muss er das muss er einfach bringen, damit er der davon lebt, ja, ausschließlich, damit er davon leben kann. 
Wolfgang
01:07:35
Das ist aber ganz schön viel, oder? Ich meine, so eine Honigbiene, die muss schon ganz schön viel schaffen, dass sie 90 Kilo Honig irgendwie so ranbringt, also, Wahrscheinlich äh wahrscheinlich die ganzen Pollen und so, die da so eingesammelt wird, eingesammelt werden, verbraucht ja auch gleich noch ein bisschen was. Die hat ja auch ein bisschen Hunger. Also um da jetzt wirklich 90 Kilo zusammenzubringen, da musst du ein Volk schon ordentlich ran, hey. 
Gast
01:07:57
Ja, sie kann ja noch so, wenn man so bissl bei so Zahlen sind, kann ich dir so damit du da so ein Gefühl dafür bekommst, auch noch folgendes äh Beispiel sagen. Also in Bienenvolk zum Selbsterhalt. Ja, also das, was die brauchen, um selbst einfach ihre ganzen Prozesse, durchleben zu können, dass die Brut aufziehen können, dass sie schwärmen können und so weiter und so fort und dann einfach nur damit die leben, die Honig wir reden nur von Honigbienen. Ähm brauchen die für sich allein schon pro Jahr 50 Kilo Honig. 
Wolfgang
01:08:30
Okay und das ist aber ohne den Wintervorrat. 
Gast
01:08:34
Ohne eine Imkerei. Also genau da da ist quasi alles drin, was die was die brauchen, um um leben zu können. Brauchen die 50 Kilo Honig. 
Wolfgang
01:08:42
Okay, also das ist der Honig, den die jetzt auch im Frühjahr und im Sommer äh einfach zum zum Leben brauchen. Genau. Und auch noch gleichzeitig die Menge, die sie für den Winter noch brauchen und an den 50 Kilo. 
Gast
01:08:53
Das ist das, was und dann noch eine Zahl, das ist auch ganz interessant. Ähm da bin ich auch, als ich das mal so äh eben in meinen äh Recherchen mal rausgefunden habe. Also es sind diese 50 Kilo Honig, ja, was sie sammeln müssen, Und dann noch ähm eine unvorstellbare Menge an Pollen und zwar nämlich 30 Kilo Pollen. Okay. Pro Volk. Also und dann auch noch, das darf man auch net vergessen, noch 30 Liter Wasser. 
Wolfgang
01:09:20
Okay, das ist echt ganz schön viel. 
Gast
01:09:22
Schaffen die alles ran, ja und ähm genau und dann kommt auch noch äh der Faktor Mensch, der sagt, ah ich will auch noch ein bissel was haben, ne, der noch als Störfaktor auftritt. Also die haben schon ganz schön was zu leisten, ja. 
Wolfgang
01:09:35
Das ist so ein Maloch-Erfolg, oder? Die Honigbiene. 
Gast
01:09:38
Ja, die sind so programmiert und der Mensch hat sich diese Programmierung offensichtlich zunutze gemacht, ja. 
Wolfgang
01:09:43
Sag mal, wie ist denn eigentlich dein Verhältnis zu so anderen Imkern? Du hast sicherlich viele kennengelernt, jetzt halt du dich damit beschäftigst. Und die anderen Imker, wie sagt man so schön, die haben ja so ein anderes Mindset irgendwie, weil sie tun diesen Honig im Fokus haben, du hast jetzt eher so die Biene im Fokus eckt man da manchmal ein bisschen an. 
Gast
01:10:03
Nee, also ähm also vor allen Dingen möchte ich auch also ich möchte auch mit diesem Projekt auch wirklich niemanden irgendwie auf die Füße treten. Ja also das ich mach's halt einfach. Wie ich mir wie wir's grade auch schon so bissel besprochen haben, ne, im Großen und Ganzen äh und ähm ich ähm äh bin ja möchten nicht die Aussage treffen, dass andere Imker ihre Bienen schlecht behandeln, des also diesen ähm diesen Schuh möchte ich da niemanden irgendwie anziehen, wirklich nett, weil ich weiß, dass die Imker sehr sehr an ihren Bienen hängen. Ähm ich würde da also das natürlich nicht geht, ist beispielsweise wir hatten's ja vorhin schon davon, äh beispielsweise einer Königin die Flügel zu schneiden, damit sie nicht schwärmen kann. Also da gehört bei mir der Spaß dann auch auf, Ähm aber ich respektiere äh äh das, dass sie das machen, wie sie das machen. Ja, es gibt viele gute Imker, die sich gut um ihre ihre äh Völker kümmern, ähm und auch beispielsweise wir hatten's da vorhin schon von dem Berufsimker, von den Bernhard Teufel, der eben auch seine ganze Inkerei und wie er seine Bienen hält erzählt und ähm. Kümmert sich auf jeden Fall das aus diesen aus diesem Podcast raus, was ich da von ihm gehört habe, sehr, sehr gut um seine Bienen. Ja, weil er muss natürlich auch davon leben, er kann seine Bienen gar nicht schlecht behandeln. 
Wolfgang
01:11:26
Ja, wenn die sterben, dann äh dann ist sein Geschäft kaputt. 
Gast
01:11:29
Genau, Eben nur so, dass ich halt mir überlege, ja muss es eben, also muss es sein, dass man eben andauernd alle vier, sechs, acht Wochen den Standort wechselt und leer schleudert und wieder fliegen lässt und wieder einlagert und so, ne. Ähm wie gesagt, äh das machen die so und äh die machen das, bestimmt gut, also und haben da auch äh ähm ein Interesse an einer an der Bienengesundheit. Nur ich möcht's, ich möchte da noch gerne mehr zu dem zurück, was dieses Lebewesen Biene ähm äh eigentlich möchte. 
Wolfgang
01:12:05
Ja Ich finde so eine super vernünftige Ansicht, also ich glaube, wenn man so eine extrem radikale Ansicht hat und ähm dann alles andere ablehnt, dann, ist es manchmal echt schwierig auch weiterzukommen oder auch Leute zu begeistern für so eine Idee und ich finde das Projekt, das du hast, das finde ich echt interessant. Vor allem, weil ich immer Dinge interessant finde, die was anders machen, Also da hat man mich immer gleich, egal was es ist. Wenn jemand was mal komplett anders macht und dazu auch noch eine gute Geschichte hat äh da bin ich immer super interessiert. Ich find's halt schön jetzt zu sagen, hey, ich stelle ich stelle halt jetzt das Tier irgendwie in den Mittelpunkt und ähm du hast ja auch vorhin gesagt, Du weißt nicht, ob ob das der Biene gut tut oder nicht gut tut, wenn sie jetzt ihren Zucker bekommt oder ob sie ob sie sich schlecht fühlt, wenn's jetzt äh diese Anführungszeichen Massentierhaltung gibt Aber zu sagen ähm ja das ist mir egal, ob sie sich schlecht fühlt, aber die Natur ist vielleicht trotzdem einfach eine gute Option für das Tier. Das finde ich super spannend. 
Gast
01:13:05
Mhm ja. 
Wolfgang
01:13:08
Eine Sache wird mich noch interessieren. Kann man solche Bienen jetzt wirklich überall halten, Also wenn ich jetzt ein schönes, alleinstehendes Häuschen habe aufm Land und ich habe einen ganz großen Garten mit ein paar tollen Obstbäumen. Dann kann ich mir das gut vorstellen, dass so eine Bienenkiste irgendwo hinzustellen und sagen kann ich schaue mal. Bestäuben jetzt auch nochmal eine Bäume und das also so weißt du, wenn ich so so ganz kitschige äh Landidylle irgendwo habe, Mir das sehr sehr gut vorstellen. Aber was ist denn, wenn ich jetzt einen Kleingarten habe oder Nachbarn? Die Nachbarn ist vielleicht so neben dran wohnen, also ich wohne zum Beispiel in der Stadt, ich wohne in Karlsruhe, Mehrfamilienhaus, äh ich habe einen Balkon, ich habe keinen Garten, Ähm keine Ahnung, ist das ein guter Platz für eine Biene? 
Gast
01:13:53
Ja, also ähm diese diese Standortwahl ist ist äh natürlich also äh absolut entscheidend also ähm du hast es auch schon angesprochen mit äh Nachbarschaft und so weiter und so fort, ja. Also wenn äh wenn ich ähm Leute habe, die sagen, sie wollen bei Bienen verbunden mitmachen, äh und wollen als Pate fungieren, ja? Ähm dann gucken wir uns zuerst mal tatsächlich den Standort an. Ähm und äh da ist ganz ganz wichtig äh das nachbarschaftliche Verhältnis. In Ordnung geht. Ähm äh das ist mal Grund ohne das geht's geht's halt gar net, ja. Also das muss, das muss klappen, ja? Uns muss allen klar sein, dass eben im Frühjahr auch mal ein Bienenvolk schwärmt und eine große Menge kurze Zeit mal in der Luft ist und äh sich mal wo niederlässt, ne? Das muss dann in allen klar sein, es ist nichts äh. Man erklärt dann, man muss eben viel erklären, man muss viel miteinander sprechen und und sagen, wenn die da schwärmen, sind die extrem friedlich. Das sieht zwar monströs aus, aber die sind dann in der Zeit äh stechen die auch net. Man kann auch beispielsweise diese Schwantraube auch, bloßen Hand streicheln, also die die machen da in der Zeit wirklich überhaupt. Das ist ja der eine Punkt und da muss man sich natürlich angucken, wie ist denn der Standort hinsichtlich der ähm äh der ähm der äh der Natur die's umgibt, ähm interessanterweise ist es halt so auch über die Erfahrung, die ich jetzt schon gemacht habe in den letzten Jahren, dass ich mit meinen Völkern, die ich in der Stadt habe. Dass ich mit denen wesentlich besser zurecht komme als mit den Völkern, die auf dem Land sind. 
Wolfgang
01:15:38
Wirklich? Ja. Wieso denn? 
Gast
01:15:41
Auf der aufm im Land ist es halt so, du hast eben ähm wenn du eine sehr sehr ähm ähm ja Agrar, mäßig äh strukturierte Landschaft hast, ja? Also viel Landwirtschaft hast. Ähm äh sieht es, zwar so aus wie ähm ja hier ist alles Natur ja und ist alles prima ja und hier wächst eine Wiese ja oder hier ist eine Wiese und äh hier haben wir ein großes Feld ja, Ähm wenn man das aber so aus der mit der Brille einer Biene sieht, guckt man da anders drauf. Okay. Ja? Weil nämlich ähm, äh wenn man zum Beispiel jetzt dann im Mai wieder die Rapsblüte haben. Ja, dann haben wir natürlich schon einen mordsmäßigen Anfall an Nektar oder an Pollen. Aber ähm das ist dann aber auch so, wie es gekommen ist, ah schwuppsdiwupps wieder weg. Ja und dann ist ein Riesengebiet, also mehrere Hektar vielleicht, ein Schlag wieder weg. Eben sehr einseitig. Also ich vergleich's immer mit Junk Food. Ja, das ist dann halt einfach die haben dann die Bienen haben dann äh mal ein paar Wochen lang Trabs und zwar ohne Ende, Rapspollen ohne Ende und man weiß eben auch aus den Untersuchungen ähm für die Bienengesundheit, dass ein vielfältiges Pollenangebot, sich positiv für die für die Bienen auswirkt. Von daher sind diese ländlichen Standorte gar net mal so ähm interessant für mich. Ähm hinzu kommt noch dann noch eben äh das Spritzen von Pestiziden. Das sind alles Punkte, die wir in der Stadt gar nicht haben. Ja oder wenn wenn dann da spritzt mal einer irgendeinen Vorgarten irgendwas, aber das ist net diese, wie wir's auf der auf auf dem Land haben. 
Wolfgang
01:17:31
Total überraschend und ich hätte es gedacht, dass äh das irgendwie so ein so ein Häuschen mit mit Garten irgendwie so ein bisschen eher ähm in der ländlichen Umgebung besser geeignet ist, als jetzt irgendwas Stadtneues. Aber finde ich spannend. 
Gast
01:17:45
Ja, also und vor allen Dingen eben auch ähm das merke ich eben auch, ähm diese diese also wie viele so in in im Leben die Vielfältigkeit macht's. Wenn wie's schon eben angesprochen hat mit dem Raps beispielsweise ja ähm äh wir haben in der Stadt, mal das, was irgendwo blüht. Wir haben mal das, was blüht und mal das, was blüht und dann haben wir, wie's auch vorhin schon mal gesagt hat, also wir haben jetzt hier in Pforzheim hier an den an den an Ufern der der Flüsse auch ähm einen sehr, sehr guten ähm Lindenbestand, normal im Sommer eine gute eine gute Nahrungsquelle für die Bienen bietet. Also diese Vielfalt. Übers ganze Jahr hinweg äh ein Nahrungsvorkommen bieten zu können. Das ist in der Stadt wesentlich besser gegeben als aufm Land, wo wir sozusagen mal eine große Monokultur hat, darauf einen Schlag abgeerntet ist und wieder weg ist. Kommt noch dann die wenn man gerade mal beim Land bleiben äh wenn man da so so diese Wiesen anschaut, die gemäht werden von den Landwirten. Ähm es ist zwar grün, ja, Futter für die Rinder, Schweine, was weiß ich was, was da alles so füttert wird. Pferde sonst irgendwie, ja ähm aber es ist eben äh grün, aber es. Ja, wenn man von wo man sagt, man guckt eine eine Landschaft an und guckt äh was blüht denn da, muss man sagen, wir wir kommen mit der jetzigen Weide bewirtschaftung, kommen wir mit unserem Wiesn gar nimmer an den Punkt, dass da groß. Ja, wenn du mal vielleicht für zwanzig2undzwanzig so für dich mitnimmst so und mitm Rad unterwegs bist und mal guckst, ne, guckst dir die Wiesen an. Die sind zwar grün, aber blühen tut nichts drauf. 
Wolfgang
01:19:31
Mhm. Ja, das stimmt, also ich habe letztes Jahr war ich auch mal mit dem Rad unterwegs hier äh in der Region, genau wo es war und ich war super überrascht und musste direkt ein Foto machen denn da gab's ein Stück Wiese auch in so einem Feld an der Seite, da waren lauter Blumen drin. Also da hat man so Blumen reingestreut und das war so außergewöhnlich, weil sonst wirklich alles braun oder grün ist. Ja. Und das war wirklich, wirklich schön. Ja das stimmt. Ja Hagen ähm was gibt's denn sonst noch über über die Biene, über was wir jetzt noch ganz dringend sprechen müssen, weil's noch super wichtig ist und wir's bis jetzt vergessen haben. 
Gast
01:20:11
Ja, was gibt's sonst noch zu Wichtiges zu sagen? Ja, genau, also ähm die die Leute sollten ähm äh bei ihrem lokalen Imker kaufen. Ja. Ja, das ist mir noch so ein äh so ein Anliegen. 
Wolfgang
01:20:24
Finde ich meinen lokalen Imker. Also ich bin ich bin Stadtkind. Ich ich kenne meinen ich kenne meine lokale, lokale Drogerie. Ich kenne sonst den lokalen Supermarkt und dann wird's schon schwierig wie finde ich jetzt den lokalen Imker? Gibt's da was im Internet vielleicht oder. 
Gast
01:20:39
Also manche Imker sind über den Deutschen Imkerbund äh organisiert. Ja. Das ist der DIB, da müsste man mal nachgucken ob's da eine Verzeichnis gibt, Aber auch die Supermärkte, die regionalen, also äh bieten in ihrem äh in ihrem Regal sowohl diesen Standardhonig an, ja, der von weltweit irgendwo herkommt, ne? Stichwort EU- und Nicht-EU-Länder, Aber äh bieten eben auch noch von regionalen äh Imkern Honig an. 
Wolfgang
01:21:12
Kenne ich den irgendwie? Gibt's da ein Siegel? Wir sind in Deutschland, da gibt's garantierten Imkersiegel, oder? 
Gast
01:21:18
Die vom äh die vom äh die die beim die Imker, die beim DIB, die ihr ihren Honig übers DIB-Glas verkaufen. Das ist ein spezielles Glas. Das ist in jedem schon mal irgendwie aufgefallen mit so einem Kunststoffdeckel drauf, mit einer Banderole vom Glas auf den Kunststoffdeckel. 
Wolfgang
01:21:33
So ein goldener Deckel oder? Ja ja das kenne ich ja. 
Gast
01:21:36
Genau und da ist schon mal äh äh und da steht auch immer dann ähm die Adresse vom Imker drauf. Äh aus dem Grund weiß man dann auch schon aha äh das ist hier aus der Gegend ne? Man kann das dann also anhand schon da. Daher sind die äh die Imker, die hier so ihren Honig lokal verkaufen, sind da wesentlich äh transparenter, als irgendeine große, große Honigproduktionsvertriebs äh äh Gesellschaft, ne? Ja. Ja. Mhm. 
Wolfgang
01:22:09
Bin nicht so der große Honigtyp, aber ich hab's vorhin schon mal anmerken lassen. Ähm ich trinke gern mal äh eine Tasse Tee mit Honig, vor allem im Winter, wenn ich mir einbilde, dass der Hals kratzt, von jemand sagen lassen, dass das ganz, ganz, ganz, ganz schlecht ist, weil man da den Honig äh einfach komplett kaputt macht und auch seinen Wert äh gar nicht so zu schätzen weiß, wenn er da, wird in einem Gläschen Tee. Was ist denn für dich so die schönste Art und Weise, so einen Honig von deinen Bienenvölkern zu genießen. 
Gast
01:22:40
Ja also muss dann noch mal drauf eingehen, damit's auch wirklich jetzt äh wenn man jetzt die Möglichkeit hat, das in die breite Masse zu bringen, also dieses äh äh Honig im heißen Wasser versenken äh ist äh ist tatsächlich eine also vitaminmäßig eine Katastrophe, weil man quasi alles das, was der Honig hat, kaputt macht, ja? Wir Inka achten drauf, dass wir unseren Honig möglichst kalt verarbeiten. Ja und also im Bereich von maximal vierzig Grad, wenn ich dann sehe, wie dann so ein so ein so ein Löffel Honig im heißen Glas verschwindet äh, Das ist äh das Schlimmste, was man mir antun kann, aber es ist tatsächlich so. Bei mir ist es tatsächlich ein schönes Honigbrot oder einfach mal aus so äh ein Löffel Honig direkt in den Mund äh auch eben grade Stichwort Erkältung einfach den Löffel Honig ausm Glas äh direkt in den Mund rein, ist für mich so das das Beste ja. 
Wolfgang
01:23:36
Ja, da werde ich mal ausprobieren. Sobald sobald der Hals wieder kratzt. Ich hoffe aber, dass es noch ein bisschen dauert. Hagen, das war super interessant. Also für mich war die Honigbiene bisher halt einfach ein Tier, das halt irgendwie rumfliegt und äh, die nette Schwester der Wespe ist, die Honigbiene und die Hummel, die mochte ich immer schon, weil die so friedlich sind, Und äh ja klar, man hat im Hinterkopf natürlich, dass der Honig von der Biene kommt und man hat im Hinterkopf auch, dass die Biene was bestäubt und dass das halt auch, wichtig ist für für unsere ganze Natur und so, ich habe mir ehrlich gesagt noch nie Gedanken drüber gemacht gehabt, wie funktioniert das eigentlich, wie funktioniert Imkerei, woher kommt es? Mir war auch nicht klar, dass eine Biene in einer Baumhöhle lebt, und ich finde auch allein das schon echt geil, dass die Menschen das beobachtet haben künstliche Hüllen da reingekloppt habe in den Baum um da ranzukommen. Das ist halt schon so der richtig schöne Erfinderreichtum, den's früher kam. Wenn es jemand Lust hat, äh selber hier so ein bisschen honigmäßig oder bienenmäßig sich ein bisschen weiterzubilden. Du hast viele Dinge erwähnt, die verlinke ich alle, dass man sich die mal anschauen kann, Wenn man jetzt aber vielleicht Lust hat im eigenen Garten so ein paar Bienen zu haben ohne jetzt den Imker-Führerschein zu machen, sondern vielleicht Interesse hat, hier auch im Rahmen ja seiner Naturliebe ähm sich ein bisschen zu engagieren. Was ist der einfachste Weg, um dich zu erreichen? 
Gast
01:25:00
Tatsächlich, wir sind ja gerade bei, dieses Projekt Bienen verbunden, was sich da angefangen hat äh in den äh Verein umzuwandeln, und das kann ich also das ist eben das was ich anbieten kann, dass man sozusagen bei, äh Mitglied wird und ähm äh das ist mal die erste Voraussetzung für um dabei sein zu können, und dann wenn man sagt ja Mensch ich hab da Lust drauf ja da dabei zu sein das mal ein Jahr oder auch mal zwei Jahre mitzuerleben, äh dann wäre so eine Patenschaft über den Verein, über Bienen verbunden EV dann äh das Richtige, ja. Und das ist ähm, Weil eben auch dann dieser oder genau und dann kann sich ja auch noch entwickeln dann, wenn man sagt, ja jetzt probiert es mal aus, mit Bienen verbunden, mit einer ähm mit einem äh guten äh, Rückhalt sozusagen mit einer guten, fundierten Einweisung über ein, zwei Jahre äh und dann sagt, ja Mensch ähm das kriege ich jetzt auch alleine hin, dann äh freut mich's natürlich auch, wenn jemand sagt, Mensch, dann steige ich da alleine ein, ne. Bei wem verbunden ist es halt so, die die Hürden zum Bienen haben sind relativ gering ja äh weil eben der Verein sozusagen an Material sehr viel stellt. Ja genau. 
Wolfgang
01:26:19
Ich brauche, wenn ich da Interesse habe, letztendlich nur den Platz vor allem und ich muss mich nicht beschäftigen mit äh keine Ahnung, woher bekomme ich eine Biene? Wie gehe ich mit der Biene um? Wo kriege ich so eine Beute, ja, ich habe gelernt, ja, ja. Wo bekomme ich so eine Beute her, wo genau ist der beste Platz vielleicht, sondern ich habe da direkt Ansprechpartner bei euch im Verein. Die kommen mal vorbei, die schauen sich das an. Die beraten da auch ein bisschen und schätzen auch ein, ob das überhaupt funktionieren kann jetzt vielleicht mit der Location. 
Gast
01:26:49
Die kümmern sich drum, also ähm dass äh das äh erstens mal eine gute Standortwahl äh vorhanden ist, dann eben, die Anmeldung, man muss die Bienen auch anmelden beim Veterinäramt. Äh die Anmeldung, die ähm dann die äh Behandlungen gegen die ähm Varroamilbe ähm weiß der Verein sozusagen oder, Bescheid, ne? Äh wie das wie das abzulaufen hat. Ähm und ja genau. Ja. Was da noch notwendig ist, ist da noch eine kleine Schutzausrüstung. Sprich im Impertitel und entsprechende Imkerhandschuhe, dass man da arbeiten kann. 
Wolfgang
01:27:27
Auch so eine Pfeife? Nee. 
Gast
01:27:29
Nee, wenn man pennt, also gutes unbedingt eine persönliche Schutzausrüstung, aber auf jeden Fall ein gutes Gimmick. 
Wolfgang
01:27:35
Ja also ich glaube also ganz ehrlich du kennst dich aus mit dem ganzen Bienengame aber ich bin ganz fest überzeugt ohne Pfeife kann das nicht funktionieren. 
Gast
01:27:44
Okay. 
Wolfgang
01:27:44
Gehört dazu oder ich habe genügend Bilder gesehen von Imkern und die hatten alle so eine coole Pfeife. Das wäre für mich fast wichtiger als die Biene. 
Gast
01:27:54
Fangen wohl an äh Bienen sich zu ja zu tun, äh nur damit sie so eine Pfeife haben können, ge. 
Wolfgang
01:27:59
Kann ich kann ich absolut nachvollziehen. 
Gast
01:28:03
Die und die Fraktion. Ja ja genau, ja genau. Ja das das braucht's dann auch noch eine Möglichkeit des Rauches um die Bienen dann noch so, wenn man dran arbeitet äh noch ein bissel nach meinem Zaun halten zu können. 
Wolfgang
01:28:14
Ja. Ja. Das ist so das. Wenn man da Lust auf weitere Infos habt, ihr habt auch eine Website, glaube ich, oder? 
Gast
01:28:19
WWW Bienenverbunden Punkt DE. Ja. Ähm die Seite befindet sich gerade so ein bisschen im Umbau, weil wir eben umstrukturieren von von meinem Projekt sozusagen hin zu diesem äh eingetragenen Verein. 
Wolfgang
01:28:33
Ja, aber Kontaktdaten findet man dort. 
Gast
01:28:35
Dort findet man Kontaktdaten. Das Ganze gibt's dann auch noch auf einer Präsenz auf Facebook und einer Präsenz auf Instagram. Also man findet äh bienenverbunden findet man auf irgendeinem äh einfachen Weg. 
Wolfgang
01:28:47
Die ganzen Links, die packe ich auch alle rein hier zu der Folge und dann kann man auch ganz bequem draufklicken, muss man gar nichts suchen, sondern sondern kann direkt hier die Abkürzung nehmen und finde das direkt. 
Gast
01:28:57
Genau, super. 
Wolfgang
01:28:59
Vielen Dank für deine Zeit. Ich fand's total spannend und ich werde jetzt erstmal, wenn ich wieder einkaufen gehe, mit ganz anderen Augen durch die Supermarktregale durchlaufen und mal nach diesen äh Imkergläsern schauen. Bin mal gespannt, was ich da finde. 
Gast
01:29:13
Ja schau mal, bin gespannt, ja. Vielen Dank auch fürs Interesse und die Möglichkeit hier mit dem Podcast äh ja, bin gespannt. Ja, genau. Vielen Dank, Wolfgang. 
Wolfgang
01:29:23
Sehr gerne. 
Wolfgang Voiceover
01:29:25
So, das war das Gespräch mit Hagen. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Ich freue mich, wenn ihr auch bei der nächsten Folge wieder mit dabei seid. Genauso freue ich mich aber auch über Feedback, sehr gerne per E-Mail an Feedback at tausend Geschichten Punkt DE oder als Kommentar auf Instagram. Dort findet ihr den Podcast unter at 1000 Geschichten Podcast. Wenn euch der Podcast gefallen hat, dann würde ich mich sehr freuen, wenn ihr ihnen, euren Freunden weiterempfehlt oder mir eine Sterne-Bewertung bei Apple Podcast oder Spotify gebt, Bleibt gesund und tschüss bis zum nächsten Mal. 

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