Tausend Geschichten

Wolfgang Schoch

Armin Schubert über Dankbarkeit und Positivität im Alltag

Armin hatte im Alter von 14 Jahren einen Fahrradunfall. Damals wurde ihm vorhergesagt, dass er seinen 18. Geburtstag nicht erleben würde. Diese Prognose stellte sich zum Glück als falsch heraus.

21.02.2022 74 min

Zusammenfassung & Show Notes

Armin hatte im Alter von 14 Jahren einen Fahrradunfall. Damals wurde ihm vorhergesagt, dass er seinen 18. Geburtstag nicht erleben würde. Diese Prognose stellte sich zum Glück als falsch heraus. Heute ist Armin Vater, glücklich verheiratet, Geschäftsführer, Keynote Speaker und noch vieles mehr.

Wir unterhalten uns darüber, welchen Stellenwert Dankbarkeit in seinem Leben hat und wie wir unser eigenes Leben mit mehr Positivität füllen können.

Die verwendete Musik stammt von Joseph McDade und heißt On The Verge.

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Für diese Folge von Tausend Geschichten gibt es ein vollständiges Transkript. Dieses Transkript wurde automatisiert erzeugt und nicht nachbearbeitet oder korrekturgelesen. Es wird daher sicher Fehler enthalten. Das Transkript ist als Ergänzung zu verstehen, um beispielsweise die Inhalte durchsuchbar zu machen. Im Zweifel gilt immer das gesprochene Wort aus der Folge.

Shownotes
Tausend Geschichten auf anderen Kanälen
Credits
Host & Produktion: Wolfgang Schoch
Gast dieser Folge: Armin Schubert

Transkript

Hallo bei Tausend Geschichten. Ich bin Wolfgang Schoch und in der heutigen Folge unterhalte ich mich mit Armin Schubert, Hat im Alter von 14 Jahren ein Fahrradunfall. Damals wurde ihm vorhergesagt, dass er seinen 18. Geburtstag nicht erleben würde. Prognose stellte sich zum Glück als falsch heraus. Unterhalten uns darüber welchen Stellenwert Dankbarkeit in seinem Leben hat und wie wir unser eigenes Leben mit mehr Positivität fühlen können. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Gespräch mit Armin.
Wolfgang
00:00:47
Hallo Armin. Mich freut's, dass du heute Gast hier im Podcast bist. Ich kenne dich ja schon eine ganze Weile und ich habe dich als total positiven Kerl kennengelernt der immer gute Laune hat und gute Gedanken hat und äh ja einfach, ich sage mal, die Positivität einfach so versprüht im Raum und ich würde mich mit dir heute gerne mal über genau dieses Thema unterhalten Amen bist du heute positiv auf auf einer Skala von eins bis zehn, wo würdest dich heute einschätzen?
Gast
00:01:15
Hallo Wolfgang, ähm danke, dass ich dabei sein darf und ähm.
Wolfgang
00:01:30
Ja, ist ja schön. Ähm wir hatten uns ja grad eben vorab schon mal ein bisschen unterhalten und da kam raus, dass du jetzt nicht als äh Mensch auf die Welt gekommen bist, irgendwann mal vor ein paar Jahren und von Anfang an der Experte für Positivität warst. Ähm hast du Lust mal auf so eine kleine Reise in die Vergangenheit zu gehen und vielleicht mal so im Jahr 1974 zu schauen, was da sogar passiert ist?
Gast
00:01:53
Äh im Jahr 1974 in einer kleinen Arbeiterfamilie wurde ich geboren. Äh liebende Eltern.
Wolfgang
00:02:08
Hey, ich bin großer Bruder, ich bin großer Bruder zu meiner kleinen Schwester und ich habe die natürlich immer also heute haben wir ein sehr gutes Verhältnis, sagen wir es mal so.
Gast
00:02:15
Damals war das wohl eher was sportlich-wettkampforientiertes, aber also ja, alles gut. Ähm, Und ich komme nachher zu einer Stelle.
Wolfgang
00:02:34
Was steht denn da drauf.
Gast
00:02:35
Das sage ich nachher erst.
Wolfgang
00:02:37
Okay, Pro Cliffhanger, wow.
Gast
00:02:38
Weil es ist ich habe 44 Jahre gebraucht um zu verstehen, was die Message von dem kleinen Schild ist. Und dann hier Kirche katholischer Haushalt, bla, bla, bla, Messdiener immer an der Front dabei.
Wolfgang
00:02:59
Inwiefern immer anders wie die anderen.
Gast
00:03:01
Ja, die anderen haben alle so komische Musik gehört und ich war irgendwie Metal und ich war irgendwie der Metalhead zwar mit kurzen Haaren und Schlagzeug, während alle anderen Musik gemacht haben und so. Es ich habe irgendwie nie dazu gepasst. Ich war Schulversager, immer der Outsider. Ähm.
Wolfgang
00:03:15
Ja, das heißt der Schulversager, also ich habe die erste Klasse wiederholt. Also das musste jetzt erst mal toppen.
Gast
00:03:20
Ich bin zum Oberstufenberater gefahren mit dem Glauben, dass ich durchgefallen bin und er hat dann eine zufällige Kurskombination gefunden, in der ich mit 3,8 mein Abi bestehen konnte. Ah, ich würde sagen, Pat. Ähm und dann irgendwann, weil ich mich ja ich wollte mich vorbereiten, ähm bin ich mit dem Fahrrad gefahren und wollte ein Mathebuch kaufen, und ähm habe am Tag vorher ein tolles neues Herkules-Fahrrad gekauft, bin in der Neurochirurgie aufgewacht, drei Monate später.
Wolfgang
00:03:55
Okay, was was da ist da was ist da passiert?
Gast
00:03:58
Ähm ich bin auf den Radweg gefahren und ich kann mich tatsächlich nicht mehr an die Situation erinnern, also äh Platte gelöscht, Platte formatiert. Ähm.
Wolfgang
00:04:12
Krass.
Gast
00:04:13
Und dann halt so großer Blutverlust, Kieferbruch, Knie zertrümmert am Kühler. Ähm und Hubschraubereinsatz und, äh wahnsinnig viel Glück gehabt. Also ähm nebendran war eine französische äh äh wie sagt man? Damals gab's noch stationierte Franzosen äh bei mir daheim, Und die hatten zufällig gerade Schichtwechsel, deshalb waren zwei Autos da und die haben mich dann erst versorgt. Also die waren wirklich Sichtweite quasi zur Klinik. Und dann haben die mich zusammengeflickt und dann bin ich irgendwie zwei, Wochen im echten Koma gelegen, da noch eine Weile künstliches Koma und dann halt so mit Schädelbasisbruch und allem, Matsch im Gesicht und zermatschter Birne äh in der Klinik gelegen. Und, Wow, das macht was mit dir, wenn du 14 bist und gerade so anfängst deinen Körper zu entdecken oder irgendwie zu wachsen und dann drückt jemand von außen auf einen reset Knopf und zwar so richtig. Also es gibt nicht so ganz viele, die sowas überlebt haben. Ähm und es war schon eine, boah, Scheißzeit. Und ähm, Ja was so wirklich creepy ist in der Zeit ist, dass die Versicherung dann natürlich wegen Schmerzensgeld und so eine Analyse macht, was dein Leben wert ist. Hast du Fragen dann Versicherungsmenschen? Die Anwälte, was ist das Leben von diesem Kind da wert?
Wolfgang
00:05:30
So was muss man irgendwie ausrechnen. Es ich dachte immer, dass so was.
Gast
00:05:35
Ja, nein, das so funktioniert Versicherung in Deutschland nicht. Ähm, Dann wurde natürlich auch meine Lebenserwartung berechnet. Und das äh war deutlich und das Schreiben habe ich auch noch, dass dieses 18. Lebensjahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 0 Prozent erreiche.
Wolfgang
00:05:50
Oh krass und du warst zehn4, dass der Unfall passiert ist.
Gast
00:05:53
Genau und das macht dann, also es was macht was mit dir. Ich habe heute Mittag mit einem guten Kollegen gesprochen, Bleib dran, dein Leben ist geil. Gib nicht auf. Geh nicht in diesen es geht zu Endemodus, sondern bleib da, wo du bist. Und ich glaube, da, War der erste Keim, der erste kleine, hey Armin, Mach was aus deinem Leben! Also das habe ich damals noch nicht kognitiv verarbeitet, aber das mache ich heute mit dem Abstand der Jahre und dem was ich weiß. Weil damals hat also ich bin dann ich bin nach Hause, Und äh mein Arzt hat mich gefragt, hey, warum willst du nach Hause? Dann sage ich, wie viel Schlagzeug spielen? Ich will zurück in meine Volleyballmannschaft. Ich will meinen Tauchschein machen. Und er meinte nur so, hey Armin, das ist voll cool, weil, Du bist nur verletzt. Du warst hier im Krankenhaus, nie krank, Und das ist was, was ich heute auch wieder als positives Denken beschreiben würde. Also ja, ich kann an der Realität, dass ich jetzt quasi an den Rollstuhl gefesselt bin, dass ich nichts mehr sprechen kann, dass ich nicht mehr laufen kann. Diese Realität kann ich nicht ändern. Aber ich kann mir ein Ziel setzen und ich kann irgendwo hinwollen.
Wolfgang
00:07:10
Bedeutet das für dich dann Wenn du auf der einen Seite Dinge hast, die du nicht ändern kannst, wie jetzt ähm du bist im Rollstuhl vielleicht. Das das das ist einfach jetzt so. Das ist ein Fakt. Ähm aber was du darüber denkst oder wie du deine Einstellung dazu ist das eine Sache für dich, die die du beeinflussen kannst und die dann vielleicht auch so positives Denken ausmacht?
Gast
00:07:30
Ich glaube damals zwar passiv. Also meine meine Mama ist ein wunderbarer Mensch, die ganz nach vorne guckt und ganz ganz sich toll rührend um Kinder und Tiere und alles Mögliche kümmert. Und da war klar, Hey, das Leben geht weiter. Wir wissen noch nicht wie, aber das Leben geht weiter. Los geht's. Und das war der Spirit, den ich damals hatte, ohne heute weiß ich, das war maßgeblich. Also es war hat mich echt gerettet, würde ich heute sagen. Ich bin dann erst nach meiner Krankenhauszeit in ganz tiefe Löcher gefallen, weil ich halt, na ja, ich Meine Zähne waren wieder kaputt. Ich hatte äh mein Lächeln ist heute noch ziemlich verschoben. Ähm und so weiter. Dinge, die dir halt in der Pubertät irgendwie echt im Weg stehen. Weil du halt jetzt keine Freunde, nicht mehr der Elitesportler und keine Ahnung was. Wurde ich halt noch mehr an den Rand gedrängt.
Wolfgang
00:08:23
Aber wie war denn das? Du warst jetzt drei Monate im Krankenhaus, du warst im Koma, du warst dann im künstlichen Koma. Wie war denn dein Gesundheitszustand, als du das Krankenhaus nach drei Monaten verlassen hast?
Gast
00:08:33
Äh ich habe das Krankenhaus nicht nach drei Monaten verlassen. Ich war da länger. Ähm also ich bin dann irgendwann, Ich war im Bett festgeschraubt, mein Kopf war stabilisiert, die Wirbelsäule war stabilisiert, meine Hände waren festgebunden. Äh ich habe mir antrainiert mit den Augenbrauen zu wackeln, damit ich mit den Krankenschwestern kommunizieren konnte, weil ich konnte sonst nichts bewegen. Kiefer war festgeschraubt wegen vierfachem Kieferbruch. Ähm, Stundenweise im Rollstuhl draußen aufm Krankenhausflur im wunderschönen alten Kinderklinikum in Karlsruhe. Ähm rumfahren durfte. Da dann halt mit anderen Menschen interagieren durfte. Ähm da waren noch beide Beine in Gips und alles Mögliche. War noch nicht so das, was ich heute als Leben bezeichnen würde, aber damals war's, ich bin am Leben. Also, Der Bezugspunkt ist ein anderer.
Wolfgang
00:09:23
Ja klar, wenn du wenn du so krass fixiert bist und nicht mal richtig kommunizieren kannst und dann wenigstens mal einen Schritt mehr wieder möglich ist, das ist ja dann schon echt.
Gast
00:09:31
Genau das ist der Punkt. Und dann so nach einem halben Jahr würde ich sagen war ich Zuhause und konnte mich an mein Schlagzeug setzen. Und es war halt die Erfüllung. Also es ist einfach. Erstes Ziel erreicht. Ja, also nach Hause gekommen, hey, ich kann ich kann meine Hände wieder bewegen. Ähm ich kann wieder Musik machen, ich kann Musik hören. Ich kann zwar vielleicht noch nicht richtig sprechen, ich kann vielleicht noch nicht immer alles schmecken. Das war so, ich hatte wirklich sehr also mein Gehirn ist ist ziemlich zermatscht. Kann man heute auch noch auf Röntgenbildern sehen oder äh eigentlich auf MRT Bildern, Entschuldigung, muss medizinisch korrekt bleiben. Ähm. Und auch da, das Bild, das habe ich viele viele Jahre später verstanden, aber damals war mir das nicht klar. Mann, was ist das menschliche Gehirn in der Lage für Veränderung zu treiben? Also das war kaputt. Es war einfach vollkommen Matsch und, Ja natürlich waren das geile Ärzte und vielen Dank an alle, die mich damals versorgt haben und so. Ich möchte die die medizinische Meisterleistung dort gar nicht gering schätzen, aber, Ich bin von, kann ich laufen, kann ich sprechen, kann ich riechen, kann ich schmecken, hey okay, er hat jetzt eine Delle am Schädel, aber eigentlich kann man's nicht mehr sehen. Also jetzt hat's noch ein paar Narben und so. Ich habe, Ja, schon von ein paar Stellen, wo man weiß, wenn man hinguckt, was es ist. Aber das Gehirn ist in der Lage, so eine Veränderung abzubilden. Wie geil ist das denn? Und auch das habe ich erst viele Jahre später verstanden, dass das eigentlich der Auftrag ist für, Menschen. Also nutzt diese Fähigkeit der Veränderung.
Wolfgang
00:11:07
Ja, das finde ich total beeindruckend. Also wenn Also für mich selber ist irgendwie so die Vorstellung, du hast eine Gehirnverletzung, das ist für mich so eine Vorstellung, ey, dann dann ist irgendwas kaputt. Dann kannst du nicht mehr, keine Ahnung, vielleicht dich richtig bewegen oder nicht mehr sehen oder nicht mehr riechen, nicht mehr schmecken. Weil ja jedes, jedes kleine Fitzelchen im Gehirn ja irgendwie äh so eine Aufgabe hat. Also es gibt ja auch so Gehirnlandkarte, das hat man mal in der Schule gesehen und äh es gibt ja dann auch so Experimente, die man gemacht hat, dass man herausgefunden hat, der Bereich vom Gehirn ist dafür zuständig, der andere für das Wenn du jetzt erzählst, dass bei dir durch den Unfall wirklich ein Teil, kaputt gegangen ist einfach. Durch durch diese Einwirkung von diesem Aufprall und äh danach trotzdem, also so wichtig kenne würde ich sagen funktioniert alles, also zumindest mal von außen drauf geschaut, also da merkt man da merkt man keinen Unterschied. Ähm das ist krass.
Gast
00:12:01
Und es ist und also wie gesagt, es ist ein Auftrag, ja, also dieses, Auch das würde ich heute als positives Denken oder aktive Positivität werten. Weil man kann sich dem hingeben und ich habe jede Ausrede gehabt, dass ich mal dann später relativ selten in der Schule weil ich natürlich immer zum zum ich war im Internat dann irgendwann mal, weil es einfach von der Betreuung her einfacher war und so, Und dann bin ich halt immer zur zur Krankenschwester und habe gesagt, ich habe Kopfschmerzen. Wenn Mathe oder wenn irgendwie Französisch war.
Wolfgang
00:12:31
Positives Denken, Armin.
Gast
00:12:33
Was soll die Krankenschwester sagen? Sie schaut auf eine auf eine Schädelplatte, die dreimal gebrochen ist. Man kann bei mir Die Haare wackeln sehen, weil die Schädeldecke fehlt. Was soll die Krankenschwester sagen außer, oh du hast wohl Kopfschmerzen. Das ist von mir frei erfunden und ähm Freischein, ja, jawoll, ich habe wieder eine Stunde Matte gestrichen, toll. Ähm, Und das Spannende daran ist halt eben. Also es gibt dieses Sprichwort, ähm es es ist nicht die Frage, welche Karten dir ausgeteilt wurden, sondern es ist die Frage, was du damit spielst, Ähm und natürlich habe ich unter diesem Unfall gelitten und natürlich habe ich Schmerzen gehabt und natürlich habe ich Schmerztherapie und Gemache und Geschüssel gehabt. Aber damals und das möchte ich jetzt gar nicht mir zuschreiben, sondern einfach meiner Sozialisierung, meiner Familie, meiner meiner Oma und allen. Muss einfach. Und dann kam irgendwann dieses ganz, ganz, ganz, ganz tiefe Loch, wo ich auch tatsächlich versucht habe ähm oder drüber nachgedacht habe, mir das Leben zu nehmen, weil klar war, hey, mit 18 sterbe ich sowieso.
Wolfgang
00:13:46
Das ist krass, wenn du das so vor dir hast.
Gast
00:13:48
Dann kann ich's jetzt auch schneller machen. Also dann kann ich mein Leiden jetzt beenden, weil.
Wolfgang
00:13:57
Gab's dann aber Dad, also du kamst aus dem Krankenhaus und dann hat sich ja für dich aber erst mal alles doch verbessert. Du hast wieder Schlagzeug spielen können.
Gast
00:14:05
Genau. Dann war ich wieder ganz normal also normal, haha. Ähm ich hatte dann wieder irgendwann ein normales Leben ähm, Und auch da habe ich wieder Noisy Staff gemacht, ja. Also ich war dann quasi in der Basketballschulmannschaft, aber musste wegen meiner Verletzung nicht am Schulsport teilnehmen. Äh solche Perlen habe ich mir dann rausgepickt. Macht das, was Spaß macht.
Wolfgang
00:14:22
Ja finde ich gut.
Gast
00:14:24
Ähm ja heute eigentlich verrückt, weil total bescheuert, aber war damals so. Ähm.
Wolfgang
00:14:31
Aber äh aber es ging ja es ging ja dann erstmal bergauf mit der, oder? Also du kommst raus, äh du nimmst am Basketballtraining teil, du äh baust gesundheitlich wieder auf erstmal und und kommst wieder zurück ins Leben. Gab's da dann nie eine zweite Untersuchung, wo man sich vielleicht nochmal angeschaut hat, oh, wir haben die Prognose, äh dass dass die Lebenserwartung mit 18 auf 0 sinkt, vielleicht verändert das ja. Das gab's nie.
Gast
00:14:57
Und für mich ist da auch die Lektion drin, dass. Körperliche Unversehrtheit, nichts mit dem Geist zu tun hat. Also ich kann extrem schlechte Laune und mich krank fühlen, obwohl ich körperlich messbar, wissenschaftlich überprüfbar, total fit bin und umgekehrt. Also ich kenne Menschen, die sind, dem Tode nahe und strahlen trotzdem Positivität aus. Hier äh wie heißt dieser fantastische Vortrag? The last Lecture of Randy Pouch. Ähm ganz ganz großes Meisterwerk, der auch eine äh eine eine Vorlesung hält mit dem Wissen, ich hier, ich habe Handgraskrebs, ich werde demnächst sterben und trotzdem trägt er Energie in die Gruppe, das ist der Wahnsinn. Und es ist mir damals auch so, Lange Haft vor Augen geführt worden. Ich musste das realisieren. Und bei mir war's halt so, dass die körperliche Kurve ging durchaus hoch, aber meine geistige Kurve oder mein mein mein Selbstbild oder wie nennt man das? Mein Wesen. War definitiv auf einem absteigenden Ast.
Wolfgang
00:15:56
Ja klar, weil du halt immer immer vor dir hast, die die Uhr tickt irgendwie.
Gast
00:16:01
Ja und halt auch was hätte sein können. Also du stellst dir immer wieder die Frage, hey geil, ein echt schöner Moment jetzt gerade, aber was hätte sein können, wenn ich den Unfall nicht gehabt habe. Und man will ja irgendwie, also ich weiß nicht, ob das normal ist, aber ich wollte damals irgendein Ideal entsprechen, das ich mir natürlich selbst zurechtgelegt hatte. Also was natürlich.
Wolfgang
00:16:21
Ich glaube, das ist was ganz Normales, oder?
Gast
00:16:22
Heute weiß ich, das ist Quatsch, aber damals hm.
Wolfgang
00:16:26
14 Jahre alt, Armin, also mit 14 Jahren ist es also da war's bei mir auch so, dass ich Ideale hatte, die jetzt nicht so erreichbar waren, aber denen nicht nachgeeifert habe.
Gast
00:16:37
Ähm.
Wolfgang
00:16:40
Aber was ist am.
Gast
00:16:41
Und zu der und zu der Zeit würde ich sagen war ich ein extrem negativer Mensch. Ich habe Probleme gesucht. Ich war depressiv. Ja und ich hatte ein gutes Stück weiter auch mit dem Leben abgeschlossen. Also habe Dark Ways Musik gehört, habe ganz viel dunkles Zeug, war schwarz und so weiter und so fort. Habe mich mit Leuten sozialisiert, die so ähnlich drauf waren und das hat mich immer weiter runtergezogen Heute weiß ich, also auch das wieder, es ist echt in der in der in der äh Retrospektive ist es witzig, dass man sich da mit auseinandersetzt, aber, Nicht so niemand in mir hat irgendwas für für die Verbesserung meiner Situation beigetragen. Ja ich war dann irgendwann körperlich so in Ordnung, dass ich wieder arbeiten gehen konnte. Ich habe eine Ausbildung gemacht und so weiter und so fort. Ich war dann auch in Diskotheken, habe getanzt. Aber diesen diesen diesen geistigen, diesen Wesensteil, den habe ich damals noch nicht bewusst gesteuert. Heute würde man bei so einem schweren Unfall wahrscheinlich auch Psychotherapie kriegen oder so. Da es war das noch ein bisschen was anderes. Da war das noch nicht so enorvogue. Ähm. Und ja, also um die Story ein bisschen weiter zu treiben, ich habe dann gearbeitet. Ich war bei einem großen Karlsruher Internetunternehmen, wir haben geilen Scheiß gemacht. Und irgendwann habe ich dann da aufgehört und gesagt, hey war Führungskarriere, ich habe Teamleiter, Abteilungsleiter, Gemache. Und da habe ich gesagt, okay, jetzt ist Schluss. Ich rede nur noch mit dem Vorstand über Excel-Datei. Da habe ich keinen Bock drauf. Ähm.
Wolfgang
00:18:10
Verstehe ich.
Gast
00:18:12
Mache mich jetzt ich mache mich jetzt selbstständig ähm, zwölf, zweitausendzwölf. Ja. Und dann.
Wolfgang
00:18:36
Bin ich gespannt, was ist da passiert.
Gast
00:18:38
Ich bin mit einem Kollegen, der auch als externer Coach bei den Kunden war und ich bin in den Raum rein und wollte so, Das ist der Florian Groß, äh Big Shoutout, immer noch großer Wendepunkt, der Wirkungsmoment. Ich bin sehr, sehr dankbar. Und er kam gerade von einem von einem NLP-Seminar, also neurolinguistisches Programmieren. Wie rede ich mit mir selbst? Ist eine der zentralen Fragen. Was ist die Story, die ich mir erzähle? Und ich war so in der Problemperspektive, wie ich halt damals so war. Mhm nicht wirklich ein positiver Typ. Ich war als Moderator in einem Termin und bin dann da in das in das Besprechungszimmer gekommen und er sitzt da und ich so, hey, ich muss jetzt mal erzählen, was der und der für eine Scheiße gemacht hat. Und Florian streckt mir ganz bewusst die Hände entgegen, so als Abwehrhaltung und sagt, nein, musst du nicht, Und ich so Florian, ich möchte jetzt erzählen, was der und der für eine nein, ich möcht's nicht hören, Was hast du draus gelernt? Was ist das Gute, das du daraus genommen hast oder warum ist es wichtig, aber du musst es mir nicht erzählen, ich möchte nicht wissen, was der für einen Fehler gemacht hat, Weil dann habe ich ein schlechtes Bild von der Person und das war das erste Mal, dass ich so dieses hey, was für eine Story erzählst du dir da gerade? Warum machst du diesen Mist? Und ähm es war für mich der Punkt, wo ich sehr klar hatte. Und deshalb auch Erweckungsmoment. Ab da habe ich verstanden die Art und Weise wie ich mit mir spreche hat eine viel größere Wirkung als ich dem bisher zugesprochen habe. Ähm es hat mich dann viele, viele Bücher und viele, viele Seminare gekostet, um zu verstehen, Wie die Mechanik dahinter ist, ich habe damit so fantastischen Menschen wie Cosi mal Laube, äh Vorträge gemacht. Wenn man jetzt googeln würde nach Bodensee, Hose mal Laube und Armin Schubert, Positivität, Kommt ein cooler Vortrag. Ähm wo man auch sieht, dass wir mit Herz und Seele bei der Sache sind. Dann habe ich die Theorie aufgebaut, die ich brauche. Das war dann, ich habe keine Ahnung und das war's. Ist vielleicht vier oder fünf Jahre her? Ich weiß es nicht mehr. Corona hat meine Zeitwahrnehmung so ein bisschen durcheinander, Es war vor Corona auf jeden Fall und seitdem kann ich sagen, dass ich dieses Positivitätsmaß, Absolut nicht. Die Tatsache, dass wir schlechte Laune haben, wenn wir Fehler machen, wenn wir negative Erfahrungen machen und drüber reflektieren, merken wir, ich will was ändern. Ab jetzt kann ich aktiv arbeiten und das ist ein totaler Schatz und wenn du das einmal konsequent begriffen hast, Nie mehr aufhören. Dann bist du auf der auf der auf der hellen Seite der Macht. Ja, dann kannst du halt nicht mehr irgendwelche ich glaube, dann hat man grüne Laserschwerter auf der guten Seite gemacht. Ich weiß jetzt nicht und.
Wolfgang
00:21:32
Teilweise lila. Je nach.
Gast
00:21:34
Auch teilweise lila, oh okay. Äh dann kriegst du halt kein rotes Schwert mehr, aber das ist okay. Ähm, und äh ja.
Wolfgang
00:21:45
Äh da da kann man da kann man glaube ich gut mit leben, wenn man jetzt nicht unbedingt äh Imperator wird. Ähm, Jetzt jetzt wird mir aber eine Sache noch interessieren, vielleicht noch mal so ganz, ganz, ganz kleiner äh Zeitsprung in die Vergangenheit. Du bist ja irgendwann achtzehn geworden. Zum Glück äh bist du dann auch neunzehn, zwanzig und äh ich müsste jetzt viele Zahlen auf äh.
Gast
00:22:07
Hä, he.
Wolfgang
00:22:08
Ich müsste es einige Zahlen aufzählen, aber du hast es dann trotzdem seit dem 18. Geburtstag jedes Jahr Geburtstag gefeiert und äh das finde ich sehr, sehr, sehr äh schön und bereichernd. Jetzt ähm Wie hat sich das dann aber für dich ähm mental dann auch weiterentwickelt zwischen dieser diesem großen Loch, das du hattest und auch dieser depressiven Phase, die du dann mit so sechzehn, siebzehn vielleicht hattest, bis hin zu deinem äh ja Erweckungsmoment mit dem Florian Groß vor einigen Jahren.
Gast
00:22:38
Ähm tatsächlich habe ich meine Meilensteine abgeklappert, Also ich hatte ganz am Anfang, ich habe ich hatte meinen Unfall während einem Tauchkurs ähm oder halt also während ich meinen Tauchkurs gemacht habe, hatte ich meinen Unfall, sodass ich einen Tauchkurs nicht fertig machen konnte. Und, Das war für mich ich habe dann immer so so eine so eine Löffelliste. Was will ich noch alles machen? Check check check check.
Wolfgang
00:23:00
Warum eine Löffelliste? Da muss ich ganz kurz rein reingrätschen. Ich kenne den Begriff nicht.
Gast
00:23:04
Löffelliste? Was willst du alles tun bevor du den Löffel abgibst.
Wolfgang
00:23:07
Ach okay cool äh ja kann ich nicht.
Gast
00:23:12
Okay, okay, sorry, also ich habe mir dann also das hatte ich dann irgendwo aufgeschnappt, habe mir die auch gemacht und, Tauchen war für mich schon immer ein Highlight, das ist ist was, was ich einfach gerne tue, das ist entspannt mich. Tolle Sache. Und witzigerweise und da, da ist jetzt irgendwie was Besonderes. An dem Tag, an dem ich meinen Tauchkurs nach dem Unfall, das wird, da war ich siebenundzwanzig oder so, ist also schon ich habe irgendwie echt viele Jahre gebraucht, um irgendwie ins Grüne zu kommen. Aber an dem Tag, an dem ich meinen Tauchkurs fertig hatte, Habe ich mich zum ersten Mal getraut, meine heutige Frau anzurufen, damals noch quasi unbekannt Disco-Mädel und so weiter. Habe ich gesagt, hey, hast du Lust auf ein Essen? Und los ging's. Ähm heute sind wir verheiratet, haben so wunderbare Kinder und führen eine tolle Ehe und olé olé. Ähm, Das war für mich immer so dieses OK das musst du tun damit du damit du deinen Wert findest, bin ich heute frei von Selbstzweifel? Oh no, bin ich heute frei von Tagen, an denen ihr ich denke, ich bin der Letzte. Oh no! Aber bin ich heute in der Lage zu verstehen, dass das das Gespräch ist, dass ich mit mir selber führe. Oh yes. Ähm, Und dann kommen da halt dieses immer gute Laune, hey was für eine Story erzählst du dir gerade selbst, wenn du schlechte Laune hast und warum erzählst du die? Wofür ist die gut? Wer profitiert jetzt davon, dass du schlechte Laune schiebst? Und ich sage nicht, dass alles rosarot ist. Das ist für mich eine ganz wichtige Grenze. Und gleich komme ich zu dem Schild in der Abstellkammer meiner Mutter.
Wolfgang
00:24:37
Ja ja, ich habe das hier noch.
Gast
00:24:38
Nochmal kurz auflodern zu lassen.
Wolfgang
00:24:41
Handelt es sich um ein Holzschild.
Gast
00:24:43
Ein Holzschild. Es hängt heute noch da tatsächlich und ich habe mit meinem Bruder vereinbart, dass das Schild ich kriege. Wenn dann dann irgendwann mal irgendwas zu vererben ist, dieses Holzstück gehört mir. Ähm.
Wolfgang
00:24:55
Ja, kein Problem, aber äh du hast grad noch ganz spannendes Thema angesprochen, das ich auch echt interessant finde. Und zwar hast du gerade gesagt, ja, es gibt ja auch die Leute, die halt so immer positiv sind und alles durch die rosarote Brille sehen und das siehst du nicht so. Und das sehe ich übrigens auch nicht so.
Gast
00:25:12
Ähm, Also wenn du nicht klar hast, dass der Löwe gefährlich ist, dass der Schlange, dass die Schlange dich bedroht. Äh wenn du nicht klar hast, dass nicht alle Leute freundlich zu dir sind, dann überlebst du nicht. Also klar, das ist jetzt 2tausend2undzwanzig kein großes Problem mehr, aber damals also noch in Höhlen gewohnt haben, war das definitiv ein Fortschritt, und ähm, alles andere so dieses ah Töfte alles ist rosarot, das funktioniert halt nur für eine eingeschränkte Zeit, also wirklich rosarot ist man nur, wenn man ganz extreme Hormonausschüttung hat, weil man sich jetzt grade vielleicht frisch in eine äh äh Partnerin und so.
Wolfgang
00:26:04
Waren beide schon mal frisch verliebt, Armin.
Gast
00:26:08
Ähm und es ist okay und es ist gut, in der Zeit darf man ein bisschen blind sein, das ist völlig okay. Aber über eine lange Sicht würde man halt auch an den Herausforderungen im Leben, an denen man wachsen kann, vorbei laufen und jetzt kommen wir zum ersten Begriff aus der positiven Psychologie, Resilienz ähm es geht darum Erfahrungswerte aufzubauen, Die man lösen muss, Um sich danach gut zu fühlen. Also es gibt diese alte Sage von den Gladiatoren damals in Rom äh äh Seneker und die ganzen Stoiker beschreiben das sehr häufig, dass die äh ähm.
Wolfgang
00:26:50
Damit's eine Herausforderung ist.
Gast
00:26:52
Genau, sonst bringt's ihnen nix, sonst ist das sonst ist das Ihrer nicht würdig. Ja und es geht ja, würde das Menschen unantastbar und so. Es geht darum, dass wir uns, weiterentwickeln und da baut man Resilienz auf. Wenn ich also ich sage jetzt was, eine kleine Treppenstufe überspringen kann, das mache ich dreimal, dann weiß ich, dass ich kann und dann springe ich die mittlere und irgendwann schaffe ich die Mittlere auch sicher und dann mache ich die hohe Treppenstufe. So baue ich Wissen und Kompetenz auf, dass ich zur Lösung von Problemen in der Lage bin. Also du hast selber einen Marathon gelaufen. Du weißt, wie man sich schrittweise an so eine Länge rantastet, immer wieder das Wissen aufbaut, jawoll, das schaffe ich. Man trainiert ja nicht, um gelaufen zu sein, sondern man trainiert, um zu wissen, hey geil, zehn Kilometer bin ich schon mal in der Zeit gelaufen. Es ist also wahrscheinlich, dass ich zwölf in der Zeit auch schaffe. Und dann läufst du halt fuffzehn und dann irgendwann, hört man einfach auf, weil man sagt, okay, bei 30 ist zu viel für den Körper. Das musst du jetzt an einem Rutsch durchziehen. Du hast aber bisher so viel Erfahrung gesammelt, so viel Resilienz aufgebaut, zu wissen, es ist wahrscheinlich, dass ich die 40 schaffe, ja? Niemand würde auf einen Marathon gehen, wenn er sicher ist, dass er nach zwölf Kilometer in der Ecke liegt. Kein Mensch würde das tun. Ähm und das ist eben dieses Konzept der Resilienz. Ähm, Das ist super, super spannend, super hilfreich, wenn man das weiß. Es geht nicht darum rosarot ohne Probleme rumzulaufen, sondern es geht darum, sich den Problemen bewusst zu stellen und dann die Entscheidung zu treffen, ich löse dieses Problem. Denn es hilft mir.
Wolfgang
00:28:14
Aber ich finde das Konzept, das ist mir jetzt auch nicht so völlig, völlig unbekannt. Ich ich habe mich mit meinem Leben auch schon viel mit äh Problemen beschäftigt und äh auch mit mir selbst. Aber es gehört ja schon einiges dazu, Problemen so zu begegnen. Weil ähm ich kenn's, wenn ich vielleicht so einen kleinen Schwank aus meinem Leben erzählen darf. Bei mir war das Frühjahr so, wenn's große Probleme in meinem Leben gab. Ähm ich habe dir gern einfach erst mal so ein bisschen weg ignoriert und wenn es große Probleme waren, ja, da hatte ich dann oft auch Angst vor einer Konfrontation und habe das so lange hinausgezögert, äh bis es gar nicht mehr anders ging. Bis ich mich dem Problem stellen musste irgendwie, aber die Zeit dorthin, die war halt super unangenehm, weil dieses Problem wie ein riesengroßer Schatten über Miolal irgendwie hing und wenn dann vielleicht noch so ein bisschen Alltagsstress dazu kam, dann waren das für mich so Situationen, die extrem unangenehm waren. Du hast vorhin gesagt, äh ja, man kann körperlich sehr, sehr fit sein und sich aber trotzdem geistig, sehr krank fühlen und auch andersrum und genauso was kenne ich. Das waren für mich so Situationen, zu Phasen, wo ich körperlich schon gesund war und fit war, aber geistig äh eigentlich ins Bett gehört hätte, weil ich da komplett kaputt war. Das ist also ich find's so in der Theorie jetzt zu sagen, hey, ja, das Problem, das musst du dem Problem stellen, analysier das, überlege dir, bewerte das, löse das.
Gast
00:29:47
Man hat einen gewissen Anspruch, Depression hier ein bisschen ausklammern, weil das ist was Pathologisches. Da das ist also ähm es geht nicht um kranke Menschen. Ähm Menschen mit Depressionen brauchen Hilfe, die sollen sich Hilfe holen, es ist total okay. Ähm was ich jetzt gerade erkläre gilt nur für Menschen, die sich so, eigentlich gesund, aber so in der Komfortzone einlullen oder mit der aktuellen Luxusproblematik nicht zurechtkommen. Äh das klingt jetzt ein bisschen provokativ, der wird aber gleich einen Schuh draus, wenn ich fertig bin, Ähm, Was will mir mein Körper damit sagen? Was was was was passiert gerade? Was ist die Emotion, die ich damit verbinde? Kann ich innehalten und sagen, okay, cool. Es macht mich jetzt nachdenken oder was auch immer das war, was da passiert ist und ab jetzt bin ich handlungsfähig, Wenn ich das nicht schaffe, weil das Problem vielleicht zu groß war, dass es irgendwann zur Kündigung oder ich habe eine Abmahnung gekriegt, weil im groben fahrlässigen Fehlverhalten oder was auch immer. Also ein richtig großes Problem mit Riesenimpakt. Dann darf ich mich da auch hin begeben und sagen, okay, hey, dass ich darunter leide, zeigt mir aber, es ist mir wichtig, es ist mir nicht egal, Also wir haben keine so eine Nullbock-Punk-Generationseinstellung, alles ist Wurst. Das wäre wieder so eine eine kaputte Form von alles ist rosarot, das ist mir alles egal, Bist du emotional nicht involviert, dann hast du irgendeinen Schutzmechanismus, bist komplett desoziert das brauchst du nicht. Ähm, Aber sobald du das Gefühl wahrnimmst und achtsam darauf achtest, hey okay, warum geht mir diese Sache nahe. Was könnte ich jetzt tun? Welche Personen sind beteiligt? Da Achtsamkeit herzustellen, ist der erste wichtige Schritt. Also einfach mal ich bin immer noch scheiße drauf, es ändert sich immer noch nix. Aber ich habe verstanden, worum's mir wichtig ist, warum's mich runterzieht. Oh Mann, das ist immer noch überwältigend. Und jetzt fange ich an. Jetzt weiß ich, okay ich kann was tun, will ich was tun? Oder will ich nix tun? Wenn ich nix tun will, werde ich nix tun und dann tut sich nix, Weil es passiert nicht von außen. Es ist meine Kontrolle. Ich muss Verantwortung für mein Leben übernehmen, Okay. Das ist eine Entscheidung, Das kann ich eine Weile machen, vielleicht kommt da mal ein Freund von außen und sagt, hey, du lässt dich gerade gehen. Äh mach doch mal wieder Sport, komm doch mal wieder bei uns mit, wenn wir keine Ahnung was tun oder ernähr dich doch mal vernünftig. Was auch immer, Und solche Impulse darf man schon durchaus schicken in den Freundeskreis. Aber was im Kopf passieren darf, ist dieses, hä, was könnte ich denn tun, Und dann ist die erste Frage. Also hey, vielleicht habe ich ein trockenes Dach überm Kopf. Damit habe ich ganz vielen Menschen auf der Welt schon was voraus. Vielleicht bin ich immer noch in Lohn und Brot bei irgendeinem Arbeitgeber. Hey okay, cool, das ist ein Asset, auf das ich bauen kann. Hey, vielleicht habe ich ja noch Freunde, mit denen ich reden kann. Und dann muss ich einfach diesen, ersten scheinbar riesigen Schritt tun, Ich rufe jemanden an. Ich schreibe jemandem eine SMS, hey, hast mal zwei Minuten Zeit für mich. Kommen dann positive Erfahrungen her. Und ab jetzt fange ich an positive Impressionen zu sammeln. Also ich verbinde meine Aktion mit der Reaktion, hey, das hat funktioniert Ich rufe einen an, der sagt, hey, schön, dass du anrufst Das halte ich fest. Das nehme ich wahr. Ich bin genauso achtsam wie vorhin, in der mhm ich habe keinen Bock. Ich will jetzt ein Bier- und Chips-Situation, sondern jetzt bin ich in dem, hey, ich bin achtsam und er hat sich gefreut. Wir haben uns gut unterhalten. Wir hatten einen schönen Abend. Cool. Ich sammle lauter positive Kleinigkeiten. Und ohne dass ich's merke, baue ich damit Resilienz auf. Weil die Schritte sind winzig klein, schon dieses hey schön, dass du anrufst. Darf ich wahrnehmen, aufsaugen und akzeptieren als hey da freut sich jemand, dass ich anrufe. Natürlich habe ich damit meine Situation noch überhaupt nicht geändert. Ich habe erst mal nur Hörer in die Hand. Ihr seht, ich bin so alt, dass es meine Telefone noch Hörer hatten. Ähm.
Wolfgang
00:34:19
Scheibe.
Gast
00:34:21
Ähm also Telefon in die Hand, Und jetzt fängt der Prozess an, den ich als positive Wirkung wahrnehme. Was könnte ich tun, um mein Leben geiler zu machen? Und jeder von uns hat Ideen dazu. Die sind einfach da. Jeder weiß, was anderen Menschen Freude macht. Und es ist erwiesen, dass wenn's mir schlecht geht, Es ist, Sie lächeln und sie freuen sich und sie bedanken sich. Dann gehe ich mit mehr Energie aus der Situation. Es ist ein Unterschied, ob ich, ich sage jetzt was, ich kaufe mir eine Rose, weil ich sie mir leisten kann im Blumenladen oder ich kaufe mir eine Rose, laufe damit in die Innenstadt und schenke sie einem anderen Menschen. Das Lächeln ist ein anderes, es macht was mit mir. Jetzt kommt die kleine Holzkarte. Nein, du darfst noch nicht unterbrechen. Du machst meine Pointe nicht kaputt.
Wolfgang
00:35:30
Nein, ich mache deine Pointe nicht kaputt. Ich bin nur neugierig auf die Holzkarte.
Gast
00:35:34
Auf der Holzkarte steht, ähm, Willst du freudig sein im Leben? Trage bei zu anderer Glück. Denn die Freude, die wir geben, kehrt ins eigene Herz zurück. Ich habe diesen Spruch in 500 Millionen Poesiealben geschrieben, weil mir nichts anderes eingefallen ist. Damals so mit. Schreibschrift in der Grundschule.
Wolfgang
00:35:55
Jeder hatte so einen Spruch.
Gast
00:35:56
Ja und der hat sich bei mir so tief verankert. Heute bin ich fest davon überzeugt, dass der, eine große Leitlinie für mich war und es ist das, was ich heute, ich arbeite heute als Positivitätscoach, als Coach, als Personal Coach, als Führungskräftetrainer und so weiter und so fort. Und das ist meine Leitlinie. Ich sorge dafür, dass Menschen für ein cooles Ambiente, für einen. Und das macht die Menschen glücklich? Sie tun also anderen Leuten was Gutes und die Einzelnen, die davon profitieren, sind sie selbst. In äh wir hatten Mittagspause, saßen irgendwo in der in der in einer Currywurstbude ähm und, Über uns gab's. Mein Gehirn sagte, überhaupt nicht. Und ich so, okay, dann müssen wir die die Verbindung müssen wir durchbrechen. Ich bin da reingegangen zu Currybude und sage, hey, kann ich einen schnellen Gutschein haben? Ich bezahle ihn später. Einen Gutschein für eine Currywurst für zwei Cops. Und dann habe ich die unter den Scheibenwischer von dem Polizeiauto geklemmt.
Wolfgang
00:37:14
Nicht abgesprochen, das ist nicht abgesprochen. Ähm aber ist das Schicksal vielleicht?
Gast
00:37:22
Wer weiß das, wer weiß das? Also ja, das ist halt deren Schutzzentrum, die brauchen das Auto als Schutzraum, deshalb wäre ich da auch erst mal aggro, wenn jemand da drin rumfummelt. Und ich so, hey, ich habe mitgekriegt, was da oben passiert ist. Ich habe gesehen, dass ihr da hoch seid und ich wollte euch eine Freude machen. Hier habt ihr zweimal Currywurst. Die waren sprachlos. Die waren fertig.
Wolfgang
00:37:47
Kann ich mir gut vorstellen. Ist mega unerwartet.
Gast
00:37:50
Gerechnet haben. Und hey, was hat's mich gekostet? Ich würde sagen, zweimal fünf Euro oder vielleicht waren's auch zweimal acht Euro, ist egal, aber halt irgendwas, wo ich sage, das ist für mich kein großes Problem. Aber das Lachen, das die hatten, ist der Hammer. Davon erzähle ich heute noch mit voller Begeisterung und Gänsehaut. Also einfach weil es ein schöner Moment war. Alles, was mich gekostet hat, war, da ist ein negativer Moment, Ich drehe den Moment um. Ich nehme diese negative Energie und mache sie positiv. Fair-Check-Haken dran.
Wolfgang
00:38:32
Wie will man die Müllabfuhr bestechen?
Gast
00:38:35
Ich weiß es nicht, aber das wäre Bestechung, das sind Beamte, das dürfen sie nicht. Fair. Meine 20 Euro wieder eingesteckt, die ich den drei Männern für das Mittagessen geben wollte. Aber das Lachen und die Wertschätzung, dass die Männer dadurch erfahren haben, dass ich ihre triste Routine des Alltags durchbrochen habe, um Dankbarkeit zu zeigen, Die wirkt bei mir heute noch nach. Und so gibt's ganz ganz viele kleine Beispiele. Was man einfach tun kann. Also, Wenn du in der Supermarkttheke vorbeiläufst und du die Leute haben ein Namensschild auf der Brust und die reichen dir deine 200 Gramm Lyoner oder Salami oder was auch immer über die Theke. Sag doch nicht danke, schönes Wochenende, sondern sag, Danke Herr Schoch, schönes Wochenende. Das macht was mit einem, wir wollen wir wollen wahrgenommen, wir wollen Aufmerksamkeit äh, konsumieren und das ist toll, weil es kostet nichts, das macht nur Spaß und zwar wie immer mal am meisten. Mir, dem der's tut, der ist der Agierende. Das ist positiv wirkt. Ja, das ist voll geil. Und es ist kostenlos, nicht wirkungslos, nicht umsonst, aber kostenlos.
Wolfgang
00:39:42
Ja ich denke da grad so drüber nach, dass es ja auch so in meinem Alltag, wenn ich jetzt äh keine Ahnung meiner Freundin oder dem Freund irgendeine kleine eine kleine Freude macht, irgendwas mitbringe, irgendeine Kleinigkeit, dann freut das die Leute erstmal, weil's ein Geschenk bekommen und es freut.
Gast
00:39:58
Wann hast du angefangen, dich zu freuen? Wann hast du angefangen, dich zu freuen, wenn du deiner Frau einen Blumenstrauß holst?
Wolfgang
00:40:03
Als ich mich dafür entschieden habe den zu kaufen.
Gast
00:40:05
Genau, ab dem Moment freust du dich. Das ist und oh geil, ich bin ganz aufgeregt. Hoffentlich findet sie ihn nicht, oh ich muss ihn irgendwo verstecken. Ach, was mache ich nur damit? Ha, ich lege noch eine Schokolade dazu, super. Ja, genau das macht's.
Wolfgang
00:40:18
Ja, das ist auch immer so auch bei Weihnachtsgeschenk. Also ich bin ich verschenke normalerweise relativ selten irgendwie Dinge, sondern ich ich bastle gern was oder keine Ahnung, Gutscheine, die ich so so Videogutscheine oder so Zeug und äh da ist es für mich so, für den Moment, wo ich mich entschieden habe, was es ist, freue ich mich schon, Das ist aber schon anstrengend teilweise, wenn du oh Weihnachten ist jetzt das dauert doch drei Tage irgendwie. Hm.
Gast
00:40:46
Und ganz oft würde ich gerne verraten, was ich habe.
Wolfgang
00:40:48
Ja natürlich ja.
Gast
00:40:49
Ja absolut und genau das ist der Effekt. Wer also schon mal jemanden, den er wirklich gerne hat, was geschenkt hat, der hat das schon gespürt und das ist das, was ich meine. Das ist in jedem von uns. Wir haben diese Veranlagung und es ist keine keine Rieseninvestition, es ist kein Riesending, sondern es ist einfach ein hey, Ich helfe dir, weil ich dir die Tür aufhalte. Ich helfe dir, weil ich dir eine nette Mail schicke. Ich helfe dir, weil ich dir zuhöre, wenn du offensichtlich gerade ein Problem hast. Was auch immer. Das sind noch so kleine Dinge und der Punkt ist. Entschuldigung, jetzt wird's kurz wissenschaftlich. Positivity. Ähm es gibt ein Aufwärtsstrudel, genau wie sein Abwärtstrudel, gibt's einen Aufwärtstrudel, Wenn wir uns offen gebärden, also wenn wir sagen, hey, ich gehe durchs Leben, kleines Beispiel, wir beide mal einen Spaziergang, du hast schöne Schuhe, ich nicht. Ich laufe einfach durch den Wald. Du achtest immer, wohin du hinläufst, damit du nicht auf Hundekacke triffst. Wenn du Hundekacke suchst, wirst du was finden? Hundekacke.
Wolfgang
00:41:54
Hundekacke wahrscheinlich. Oh ich hasse es.
Gast
00:41:56
Ich sehe die Blumen, ich sehe die Blüten, ich sehe die Vögel, keine Ahnung was. Okay, ich muss mir vielleicht die Schuhe sauber machen, das Risiko gehe ich. Aber wir von uns hatte die schönere Wanderung.
Wolfgang
00:42:06
Ja, wahrscheinlich du.
Gast
00:42:08
Okay und das ist der ganze Punkt. Das ist eine Story, die mit der man sich's einfach mal klar machen kann. Und es fängt tatsächlich mit so was Leichtem an, Ähm es gibt ein ein Entschuldigung, ich rutsche kurz in den Coach-Modus. Es gibt so ein kleines Spiel, ähm, Wenn ich meine Sätze mit aber anfange, beende ich die Kommunikation emotional. Hey Schatz, fahren wir nach Paris? Und mein Schatz antwortet, aber in Paris regnet's immer. Dann habe ich keine Lust mehr weiterzureden.
Wolfgang
00:42:37
Absolut ja. Absolut, absolut.
Gast
00:42:40
Wenn ich den gleichen Satz anfange mit hey Schatz, fahren wir nach Paris? Meine Frau antwortet mit und wir denken an die Regenschirme, oder? Und wir schauen uns dieses Mal Museum an, weil es soll regnen. Bin ich plötzlich im Lösungsraum, der Raum ist viel offener. Ich kann viel positiver in die Zukunft gehen. Und was passiert jetzt? Wir tun's zusammen. Jetzt arbeiten wir gemeinsam auf Ventil hin. Also überlegt euch so einen Aberzähler einzubauen noch ein kleiner Tweet je weniger aber desto besser, gilt hundert Prozent immer. Ich versprech's euch.
Wolfgang
00:43:11
Ich ich war mal bei unserem Seminar, da ging's auch um Aber und da war so die Übung, die man mitnehmen sollte auch für den Alltag. Ganz bewusst drauf zu achten, jedes Mal, wenn man aber sagen möchte, einfach unzusagen, aber immer zu ersetzen durch uns. Super super schwer am Anfang und am Anfang war's auch oft so, ja und äh dass man sich so verstammelt hat, aber ähm, Aber aber aber und irgendwann hast du's aber so im Kopf drin und das fand ich äh damals auch echt ziemlich cool.
Gast
00:43:41
Ähm das Konzept dahinter sind beschränkende Glaubenssätze. Also wenn jemand mit einer neuen Herausforderung zu mir kommt, ist meine erste Reaktion, einfach weil wir, uns unsicher fühlen, weil wir vielleicht ein bisschen Angst davor haben, ist die naheliegendste Reaktion erstmal ein oh, das schaffe ich nicht. Das kann ich nicht, das habe ich noch nie gemacht.
Wolfgang
00:43:58
Die Angst vorm Unbekannten.
Gast
00:44:00
Genau. Und ähm äh wenn man das tolle Buch, Rich Dad Pur Dead gelesen hat, der sagt auch, oh das kann ich mir nicht leisten und die Gegensohle ist halt die der Gegensatz ist, Wie kann ich mir das leisten. Plötzlich bin ich wieder handlungsfähig, plötzlich bin ich wieder da, wo ich Dinge gestalten kann. Ja, ich kann mir immer noch nicht keine Ahnung, das neue Auto kaufen, aber ich bin immerhin im Handel, um irgendwann mal dieses Auto kaufen zu können. Wie gesagt, das Leben ist nicht rosarot, es es geht nicht darum, jeden Tag Folge alt zu haben. Der Punkt ist nur, wenn ich offen für die Dinge in meinem Leben habe, die voll geil sind, wird mein Leben geiler. Dann bin ich in der Positiv-Spirale. Dann geht's immer weiter hoch. Das Konzept dahinter ist Brown ein Bild von Barbara Freddixon. Wer das mal lesen möchte. Ähm Ist also kein Geschwurbild, sondern ist äh äh studienmäßig belegt. Nicht ganz unumstritten, weil natürlich Positivität auch schwer zu messen ist. Und jetzt sage ich ich mache, seit ich 40 bin, also die letzten acht Jahre, Positivität sehr bewusst. Ich kann sagen, es haut dich weg und ich habe mittlerweile mehrere Kollegen in meinem Umfeld angesteckt, die sagen, sie kommen nicht mehr zurück in die alte Welt der Nörgler. Es geht nicht.
Wolfgang
00:45:10
Aber das ist äh das ist okay, wenn das nicht mehr klappt oder.
Gast
00:45:12
Ähm man wird oft als Spinner bezeichnet. Also die Leute schauen dich erstmal an mit so einem was hat dir gerade gesagt? Wie bitte? Ähm weil halt Informationen dann plötzlich anders dargestellt werden. Also ein, Da vorne äh sind grade zwei Autos ineinander geknallt. Oh, ein schlimmer Unfall. Meine Position ist, da vorne sind zwei Autos ineinander geknallt. Die Sicherheitssysteme haben funktioniert, den Menschen ist nicht viel passiert. Jetzt müssen wir halt zwei neue Autos bauen. Okay. Es ist eine ganz andere Art und sie ist leicht und sie fällt einem leicht und sie kommt umsonst, also kostenlos, Entschuldigung ha, jetzt bin ich in meine eigene Wortfalle getappt. Äh sie kommt kostenlos.
Wolfgang
00:45:53
Ja ganz umsonst kommt's ja nicht. Es ist ja schon auch einiges an äh an Arbeit und äh an ab ne.
Gast
00:45:59
Nein?
Wolfgang
00:46:01
Arbeit an dir selbst.
Gast
00:46:03
Ähm ganz am Anfang, das ist dieses was ich meinte mit die ersten kleinen Stufen Resilienz aufbauen. Kannst du nicht mehr aufhören, es wahrzunehmen, weil's einfach schön ist, das Leben ist toll. Hey, ganz ehrlich, wir hier in Deutschland haben, Und dann haben wir ein Sozialsystem und Hartz vier ist nicht optimal, bin ich schon völlig klar, aber Hartz vier ist besser als gar nix. Ähm und so weiter und natürlich wenn ich mich immer nach einem nach einem, keine Ahnung, 25 Millionen Euro, Menschen ausrichte, Menschenanspruch und zu nädliche Schraube, komme ich nicht weit. Aber für mich selbst eine Positivität aufzubauen, hilft mir danach, erfolgreicher zu werden. Auch das ist studientechnisch belegt. Früher hat man geglaubt, hey, arbeite viel. Dann bist du erfolgreich und dann wirst du Spaß haben, Äh das Buch dazu ist von Sean Aker, Happiness Advantage und er belegt sehr klar Studiendefiniert, es ist genau andersrum, erst musst du Spaß haben, dann wirst du gute Arbeit leisten und dann wirst du erfolgreich. Also ähm die Einstellung und die Haltung kommt zuerst, wo hat er das rausgefunden? In Harvard an der Elite Uni, weil die Selbstmordrate dort höher ist als anderen als an anderen Unis. Warum.
Wolfgang
00:47:26
Weil die so hart arbeiten und so gedrillt werden oder.
Gast
00:47:29
Die haben den höchsten Anspruch. Die haben das Am weitesten weg befindliche Ideale, obwohl's die Reichen, die Schönen und die Leute mit dem besten Netzwerk haben. Wenn du's auf die Harvard-Uni geschafft hast, brauchst dich um deinen um dein Grundeinkommen eigentlich nicht mehr kümmern, weil dein Papa das für dich bezahlt Ja, also es ist jetzt nicht so wenn du Stipendium hast, magst du eine Ausnahme sein, aber alle anderen, die auf sind, gecovert und tschüss. Ähm und da hat er das eben rausgefunden, was er natürlich total, Also die erfolgreichsten jungen Menschen gesund und alles haben die höchste Selbstmordrate. Nur weil sie sich selbst ein Scheißnachrativ erzählen, unheimlich gruselig.
Wolfgang
00:48:10
Ich glaube auch, ich glaube auch ganz fest. Ich weiß nicht, ob's so was irgendwie belegt ist oder so, weil das so meine eigene Überzeugung. Ich glaube auch, wenn man Spaß hat und wenn man an dem, was man tut, vor allem Spaß hat, dann wird man automatisch äh hervorragend darin.
Gast
00:48:24
Ähm und auch da darf ich kurz eine Buchreferenz einstreuen, sorry ähm Dan Pink, Dan Pink, das Buch heißt Drive. Ähm er sagt ganz klar, Autonnomy, Mastery und Purpose, sind die drei Dinge, die uns Menschen motivieren und du bist da gerade beim Purpose, wenn du einen Sinn in dem siehst, was du tust weil du's tust. Also gerade hier jetzt Corona, die ganzen Pflegekräfte tun das nicht, weil sie geil viel Geld damit verdienen, sondern weil sie ein extrem wertvollen, sinnvollen Job haben und ich bin denen da Herren und Darm extrem dankbar, dass das so funktioniert. Wenn ich könnte, ich würde auf Teile meines Gehalts verzichten, um jetzt den Pflegekräften irgendwie, wenn da jemand eine Idee hat, schreibt mir gerne. Äh ich mache mein Wort wahr. Ähm, Und das ist eben der Punkt mit dem. Du musst irgendwie Sinn und Ziel haben. Und auch das umgekehrt funktioniert auch. Wenn ich also in einem Job bin, bei dem ich den Sinn aus dem Blick verloren habe, wenn ich nicht mehr meine Wirkung sehe. Es ist ein sicheres Zeichen dafür, dass ich den Job sehr sehr bald wechseln sollte. Wir haben Fachkräftemangel, ich habe noch keine Firma gesehen, die nicht auf irgendwie coole Leutesuche ist, und dann ist auch schon fast egal was du arbeitest, ob du Softwareentwickler. Die Welt da draußen hat spannende Aufgaben und die darf man suchen und finden, die zu einem passen. Und ich sage auch nicht, das ist der richtige Job für dich und das ist der richtige Job für dich, das muss man ausprobieren, ich hab ganz viele, im Rahmen meiner Karriere ganz viele unterschiedliche Dinge getan. Von Hausmeister bis, Ausprobieren, einfach mutig sein und sagen, fühlt sich das gut an, wenn sich's nicht gut anfühlt, ist die Gefahr groß, dass es nicht gut für einen ist.
Wolfgang
00:50:11
Ja, das das kann ich zu 1hundert Prozent unterschreiben. Also ich habe ja auch schon viele unterschiedliche Jobs gehabt. Ähm keine Ahnung, also kann ich glaube ich mit einer Hand gar nicht mehr abzählen und äh zwischendrin gab's noch viele andere Dinge. Ich habe für für eine Autoteile-Firma bei eBay Teile verkauft und alles Mögliche und, es war für mich eine super wichtige Erfahrung einfach mal Dinge auszuprobieren, denn nur durch's Durchlesen war mir nie klar, was wie erfüllend ist vielleicht ein Job Wie fühlt sich so was überhaupt tagtäglich an? Und was ich heutzutage mache, das fühlt sich für mich sehr, sehr gut momentan an.
Gast
00:50:55
Und jetzt sind wir bei einem ganz wichtigen Punkt. Ähm, Das ist auch bei den Positivitätsmethoden oder so genau der Fall. Du musst sie einmal ausprobieren und dann für dich achtsam wahrnehmen, ob's dich taugt. Ähm wenn du anderen Menschen eine Freude machst, wird Freude zu dir zurückkommen. Vielleicht nicht direkt, aber ähm, Wolfgang, wann hat wann hast du mir damals die Uhr verkauft, als wir noch nur auf Twitter welches Jahr war das?
Wolfgang
00:51:27
Also wissen wir ganz kurz vielleicht ausholen, ich habe den Armin kennengelernt äh auf Twitter, zu so einer Zeit, wo ich quasi hauptberuflich auf Twitter irgendwelche Tweets geschrieben habe. Das muss so zweitausendelf, zwölf um den elf, zwölf oder so gewesen sein, glaube ich.
Gast
00:51:41
Und auch da einfach nur die Tatsache, dass wir miteinander in Kontakt gegangen sind. Hat also zumindest für mich jetzt schon sehr viele positive Folgeeffekte gehabt, ist eine Investition in die Zukunft. Es fängt klein an und vielleicht ist der Effekt, den's hat, nicht sofort sichtbar, Aber gibt dem Leben eine Chance, es wird cool. Also probiert kleine Dinge aus, macht so Dinge wie öfter mal äh Eisgutscheine dabei. Ich habe in meiner Arbeitstasche immer irgendwelche Amazon-Gutscheine oder für eine lokale Bücherei oder was auch immer, damit ich Zum Beispiel an einem Pflegedienstfahrzeug vorbeischaue, hier keine Ahnung. Ähm die machen ja auch einen tollen Job, fahren dann nach Hause zu den Menschen, versorgen die, Und die freuen sich, wenn sie dann Kuvert finden, wo ein Eisgutschein für eine lokale Eisdiele drin ist. Wer freut sich am allermeisten?
Wolfgang
00:52:29
Ja, du natürlich.
Gast
00:52:30
Ich natürlich klar, dass ich ich habe eine Chance, die Welt zu verbessern. Wie geil ist das? Ich kann Dinge.
Wolfgang
00:52:36
Onkretes vor allem. Es ist was konkretes.
Gast
00:52:39
Ja und ähm hey es ist völlig egal. Nehmt Dinge in die Hand, probiert's aus und schaut, ob's sich gut anfühlt. Und das ist was wahnsinnig Tolles, weil das einfach wiederholbar ist. Und damit kann ich selbst mein Leben beeinflussen. Wenn ich also Scheißtage habe und Klammer auf, die habe ich auch ich bin Geschäftsführer, nicht alle Kunden machen, was man ihnen sagt, Ähm manchmal haben wir auch Tage ohne Kunden und so weiter. Ähm das ist nicht immer alles rosarot aber wenn ich einen echten Scheißtag habe, dann, okay? Was ist mir dieses Problem jetzt wert, einfach raus und versprühe gute Laune, verteile ich Blumen. Ähm spende ich einfach an an die Bahnhofsmission, spende ich an die lokale Tafel in Karlsruhe. Was auch immer, ich überlege mir was und bin dann achtsam für die Veränderung, die es in mir hat, Und hey, sich selbst was Gutes zu tun, ist auch völlig okay. Hey, aber was ist denn gut für mich? Es ist ganz selten Alkohol ist es ganz selten, Schokolade, es ist ganz so hey, ich nehme jetzt die Zeit und mache einen Spaziergang. Ich achte jetzt auf die schönen Dinge, die hier in meinem Heimatort wachsen, Damit tue ich mir was Gutes und die kommen auch an. Und wenn ich dann auf diesen Spaziergang jemanden treffe, sage ich natürlich freundlich hallo und lächle. Was passiert, es lächelt zurück Was passiert?
Wolfgang
00:54:13
Das ist übrigens eine eine richtig richtig gute Sache. Ich mache das so gerne, wenn ich irgendwo unterwegs bin Leute anlächeln, fremde Leute anlächeln, das ist so unglaublich gut, weil äh ich kenne nur zwei Reaktionen. Die eine Reaktion ist, es wird direkt zurückgelächelt und die andere Reaktion, die noch viel besser findet, die Leute schauen erst so einen Moment, so ganz irritiert zum Meint er mich und lächeln dann zurück?
Gast
00:54:40
Davon gibt's unendlich viele Varianten. Ja, seid einfach offen und ähm mit dem Offen meine ich, Nicht, dass ihr jetzt irgendwie, hey, ich will gute Laune haben, äh schickt mir gute Laune rumlauft, sondern einfach genießt eure Umwelt, lauft da durch und seht, was alles schon schön ist. Hey, ihr könnt laufen. Das ist toll, Als ich damals mit 14 im Rollstuhl saß, war Laufen echt meilenweit entfernt. Das war unerreichbar. Ähm, Und heute weiß ich's wertzuschätzen. Und achtet auf die Leute, die anderen Leuten was Gutes tun. Helft denen. Und wenn jemand Hilfe braucht Auch da wieder, das keine Raketentechnik, das kostet nicht viel Geld oder Zeit. Also was soll das? Und hey, bin ich stolz drauf? Ja, darf ich mit Stolz darüber sprechen? Auch das darf ich, weil ich habe was Gutes getan. Das fühlt sich gut für mich an.
Wolfgang
00:55:45
Ja was so eine Sache, so in dem Bereich, die die ich mal gemacht habe, die für mich echt ganz ganz cool war. Ich habe vor einigen Jahren mal so so einen Durchhänger gehabt wo es mir nicht so gut ging und da hat mir ein Freund so ein Buch geschenkt äh puh ich weiß den Titel gar nicht mehr. Das hieß glaube ich das fünf Minuten Tagebuch oder so Das kennst du, glaube ich, oder?
Gast
00:56:06
Ja, okay, ich erkläre das mal kurz. Ähm gibt's auch andere Methoden dazu? Also gibt's unterschiedliche Versionen. Das ist ein Reflexionsbuch und es lässt sich morgens aufschreiben, was dein Ziel für den Tag ist, hey, was möchte ich heute erreichen? Die ersten fünf Minuten und du kannst auch abends hinschreiben, hey, was habe ich davon erreicht, was ist mir besonders Tolles passiert? Welchen tollen Menschen bin ich begegnet? Was habe ich Neues gelernt? Oh mein Tag ist Scheiße, mein Boss war blöd und meine Freundin ist auch eine Zicke Gedanken ein, Weil wir diese Gedanken natürlich, weil sie uns wichtig sind, immer wieder in unserem Kopf rumwalgen, du kommst halt raus mit einem, hey okay, ich harte zu oft mit meinem Chef, ich habe meine Frau ist eine Zicke, das kann ich jetzt mal kurz zur Seite schieben, aber, Ich habe den Klaus getroffen. Das war ein cooles Gespräch. Ich habe da einer Dame geholfen, die hingefallen war und äh die Kassiererin hat sich gefreut, weil ich ihr mit Namen gedacht gedankt habe. Fertig. Und das schreibst du dann unter dem Buch Und damit hast du alle Wahrnehmungskanäle mal abgeklopft und hast gesagt, hey okay, was war denn eigentlich cool in meinem Leben? Und schon nach einer Woche merkt man so einen Effekt, weil der Effekt ist, diese blöde Dämonen, die man auf der Stirn hat oder hinter der Stirn und einem sagen, ey, dein Leben ist scheiße, du musst besser werden, du musst erfolgreicher werden, du musst schlanker werden, du musst irgendwie schöner werden, was auch immer, Wolfgang, du hast es mit dem schönen und schlank hast du nicht, aber also ja also okay. Ähm diese Stimme wird leiser, Weil, hey, ich habe lautet coole Experiences in meinem Leben. Okay, ich bin vielleicht noch nicht Idealfigur. Aber ich habe trotzdem eine Chance in meinem Leben irgendwas Cooles zu machen. Ich erreiche Menschen und da gibt's zum Beispiel auch äh von täglichen Steuern, da stehen dann äh noch stoische äh Grundsätze drin, wo man viel drüber reflektieren kann. Da gibt's ganz tolle Varianten. Ähm das Stichwort heißt Journaling. Wer da mal nachlesen will, äh Bullet Journal, einfach suchen, gibt tolle, tolle Anleitungen, wie man solche Sachen aufbauen kann. Und die helfen, das ist bewiesen, dass es wirklich eine tolle Sache und auch fünf Minuten Kugelschreiber und Notizblock kein Aufwand. Ich mag noch eine Geschichte erzählen, die mich extrem, Kunden, die herkommen, sagen, hey, bei uns im Team ist die Stimmung schlecht, kannst du bitte bei uns vorbeischauen. Und dann komme ich da hin und, mache die Dinge, die ich heute schon erklärt habe. Ich fange damit an. Ich bringe den Leuten wieder bei, wie Danke sagen geht. Wie geht Danke sagen? Ich sage nicht, hey, danke Wolfgang, für den Kaffee, Hey, danke Wolfgang. Der Kaffee und das kurze Gespräch haben mich echt äh verbunden gemacht. Habe mir haben mir Wärme gegeben. Es war mir eine große Freude Also ich spreche über die Wirkung, die mein System hat. Und damit kann der Wolfgang schon gar nichts mehr dagegen tun, als sich zu freuen. Also hier, hey, danke, dass du mit so viel Zeit in deinem Podcast eingeräumt hast, dass ich hier über Positivität reden darf Das gibt mir das Gefühl, dass mein Thema interessant für dich ist.
Wolfgang
00:59:20
Es ist unglaublich interessant.
Gast
00:59:21
Es gibt mir das Gefühl, das ist wertgeschätzt werde. Das ist toll. Danke. Und jetzt kann er den Endorphinsturm nicht mehr zurückhalten, ja. Und das funktioniert so. Das ist wissenschaftlich belegt. Deshalb bitte, bitte, bitte sagt mir danke, Ich hab das gemacht ich hab also OK sorry ich wollte eine Geschichte erzählen, Mit der wunderbaren, mit der wunderbaren Cosima den Dankbarkeitsvortrag an der Bodensee gemacht. Wie gesagt, den gibt's auf Video, der liegt auf YouTube, wenn man nach Bodensee und Armin Schubert und vor allem wunderbare Cosi Malau besucht, die auch ihre persönliche Geschichte teilt. Ist sehenswert, glaube ich. Und am Ende kommen auch ganz viele Vorschläge für Methoden. Könnt ihr auch mal reinschauen. Und das tollste Feedback, das wir bekommen haben, war der Kameramann, der uns geschrieben hat mit, Die Aufnahme von eurem Talk war die Hölle. Das war die Frage, die wir uns gestellt haben. Haben wir ihn eingeschrieben haben. Was war los? Feedback und so. Sagt er, ich hatte mehrfach Tränen in den Augen. Ich konnte meine eigene Kamera nicht mehr sehen. Ich wusste nicht, ob's scharf ist.
Wolfgang
01:00:20
Oh Gott.
Gast
01:00:21
Quasi hinter der Kamera rotzen Wasser geholt habe, komme also jetzt immer wieder an Leute, ich treffe immer wieder Leute, die mal bei einem Vortrag von mir waren oder die im Coaching von mir waren oder was auch immer und die haben nicht eine Riesenveränderung gemacht, Haben nicht einen riesen die haben nicht ein riesen Seminar besucht, sondern die haben ganze Kleinigkeiten, die haben winzige Stellschrauben umgestellt. Komme jetzt zu mir und sage, hey Armin, bäm, was du gemacht hast, das ist ja der Hammer. Und ich denke, OK was genau? Du hast von mir gelernt danke zu sagen, du hast von mir gelernt, dich selbst wieder in ein besseres Licht zu stellen. Du hast von mir gelernt, rede freundlich mit dir, weil dann, Bist du freundlich mit dir.
Wolfgang
01:01:21
Tamagotchi.
Gast
01:01:22
Ist ein.
Wolfgang
01:01:23
Den kenne ich noch aus meiner Jugend.
Gast
01:01:27
Oh hey, Ähm das ist wie so ein Tamagotchi. Ich muss darauf ich muss da drauf achten, ich darf es aktiv tun. Aber dann schenkt mir dieses Tamagotchi echt wahnsinnig viel Energie und Freude. Und dazu möchte ich euch einladen. Probiert das mal. Das funktioniert im Team, das funktioniert in der Firma. Mein Leben ist eigentlich nein, mein Leben ist nicht eigentlich, mein Leben ist unendlich geil, weil ich an faktisch fast jeden Tag, Dinge finde, für dich echt richtig dankbar bin. Und heute habe ich an drei von drei Leuten geschickt bekommen, hey Armin, ich habe diesen Artikel von damals gelesen. Super. Ähm, Es ist der Wahnsinn und hier auch wieder der nächste kleine darf ich noch Tipps einstreuen, Wo.
Wolfgang
01:02:13
Bitte, ich ich bitte darum Armin. Ich schreibe hier schon ganz fleißig die ganzen Tipps mit, damit ich die nachher alle anwenden kann.
Gast
01:02:19
Ähm sammelt positives Feedback. Schreibt euch auf, wenn euch jemand was Nettes sagt. Warum, Wir alle haben Scheißtage und wenn ihr jetzt durch euern Notizblock blättert und da steht dann, hey, Karin hat sich für das tolle Gespräch bedankt. Äh Wolfgang hat mir eine Postkarte geschickt und so weiter und so fort, Natürlich kommt er dann auf gute Gedanken, weil damit habt ihr ja eine positive Assoziation. Ich habe also irgendwo einen Excel-File, wo wenn mir jemand Feedback gibt, lese ich durch und denke, oh, cool. Aber das ist nicht der Moment, der wichtig ist. Der Moment, der wichtig ist, ist, wenn ich einen echten Scheißtag habe, gehe ich nach Hause und dann habe ich ja wieder einen Musterunterbrecher, Ich habe ja schon gelernt, hey okay, ich kann aktiv steuern, was mein Gehirn verarbeitet. Ich öffne die Excel Datei, Dadurch und denkt, hey gut, genau das war ein cooles Projekt, da hatten wir echt Spaß. Und die Party war super und ja, bei dem Fußballspiel habe ich mich zwar eingestellt wie ein Tollpatsch, aber es war trotzdem lustig und wir haben viel gelacht. Und ich kann gar nichts tun, Ich muss mich ich habe ein Lachen im Gesicht, muss meine Stimmung erhellen und das funktioniert ganz einfach und das auch bei euch. Macht es einfach, probiert es mal aus und das ist total witzig.
Wolfgang
01:03:27
Ja, also kann ich mir supergut vorstellen. Ich meine, wenn du so einen richtigen Scheißtag hast, dann ist ja auch dein Fokus total fixiert und total fokussiert auf diese blöde Situation, auf diesen blöden Tag auf den blöden Kollegen et cetera äh und ohne für ein Hilfsmittel stelle ich's mir auch super schwer vor da rauszukommen.
Gast
01:03:46
Und ich mag noch ein Hilfsmittel platzieren, wenn ich das darf. Darf ich ein bisschen politisch werden?
Wolfgang
01:03:50
Ah sehr gerne. Das ist der politische Podcast na klar.
Gast
01:03:53
Ähm, Wir haben im Bundestag Redezeiten. Nicht bei allen Sitzungen, aber ganz vielen Sitzungen haben wir Redezeiten. Das heißt, die Frankals, die da irgendwie in der braunen Soße sitzen, Die haben eine Stimme, die dürfen gehört werden. Das ist okay. Das solange sie es noch, Im Rahmen tun, ist es noch Demokratie, ne? Mhm, ihr habt ihr seht schon, ich habe da eine andere Meinung, aber ja, die dürfen gehört werden. Aber sie dürfen nur so lange gehört werden, wie alle anderen Parteien auch. Und ich sage nicht, dass die Politik die Lösung aller unserer Probleme ist, aber das könnt ihr für euch adaptieren. Wenn ihr auf der einen Schulter, hey du bist schlecht, du bist klein, du bist doof, du bist dick, du bist fett, du bist ich habe keine Ahnung was, du bist dumm. Wenn der Monk da ist, hört ihm genau zu. Achtet darauf, was der sagt, weil vielleicht ist da was drin, wo ihr eine Verbesserung draus ableiten könnt. Also, hey, ich bin dick. Okay, nachher mache ich einen Spaziergang. Du bist fett? Ich mache nachher einen Spaziergang. Du bist dumm. Ich lese nachher noch mein Buch. Das ist okay. Aber auf der anderen Seite sitzt der andere und sagt, hey, was war heute gut, Und wenn euer Gehirn gleich lang mit dem Problem finden, beschäftigt ist, wie mit dem tollen Sachen finden, Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Balance findet viel viel höher. Also achtet ein bisschen drauf. Es ist völlig okay, wenn man Streit mit seiner Frau oder Freundin oder wem auch immer hat, dass das einem eine Weile nachgeht. Danach darf man sich ja bewusst dazu entscheiden zu sagen, hey hey, da war eine Party, an die ich mich toll erinnern kann. Mit der habe ich schon am Baggersee gesessen mit dem Sonnenuntergang genossen. Was auch immer die Punkte sind, die man mit der Person verbindet, Auf der einen Seite, Heike ist eine Zicke und auf der anderen Seite ist, ja, Heike hat heute einen schlechten Tag, weil wir hatten auch schon echt gute Zeit miteinander. In meinem Gehirn versuche ich so was wie eine Redezeitregelung zu finden, damit es ausgewogen ist. Das ist total total einfach, Und es hilft, weil ich dann aus diesem Negativitätsstrudel rauskomme.
Wolfgang
01:05:56
Ja bist, Das hat auch nichts mit dem heutigen Tag zu tun gehabt. So generell drei Dinge. Und da habe ich manchmal schon so ein bisschen überlegt und ich habe oft ähnliche Sachen aufgeschrieben. Ich bin dankbar dafür, dass ich gesund bin. Ich bin dankbar dafür, dass ich gute Freunde habe. Ich bin Dank für dafür, dass ich einen Shop habe, äh wo der mir Spaß macht und mit dem ich viel Geld verdiene, mit der damit ich da gut leben kann, dass ich keine finanziellen Probleme habe. Und es waren oft solche Dinge und es macht auch was mit jemandem, wenn man sich da jeden Tag mal, Gedanken drüber macht, weil es ist halt so selbstverständlicher. Ich habe einen Job. Okay, das ist ganz selbstverständlich. Ich muss mir nicht jeden Tag Sorgen um meinen Job machen. Ich arbeite bei einer Firma. Das sieht wirtschaftlich ganz gut aus. Ich bin überzeugt. Firma gibt's nächstes Jahr immer noch. Ich muss mal akut keine Sorgen machen, ah ich habe meine Freunde, ja da ist ein gutes Verhältnis, ich glaube das passt auch so. Ich habe eine Freundin, da passt alles, ist alles in Ordnung und dann finde ich man legt das so ein bisschen in den Hinterkopf und ja ist äh ist ja alles da. Aber so aktiv drüber nachzudenken finde ich äh finde ich echt großartig.
Gast
01:07:11
Ich mag noch ein letztes Bild. Ah ich ich meine noch ein letztes Bild zeichnen.
Wolfgang
01:07:17
Ja, mach bitte.
Gast
01:07:18
Ähm wenn wir beide jetzt auf eine Wanderung gingen, also sagen wir Westweg. Westweg ist zu ist eigentlich zu ungefährlich, aber dein erster Gedanke war, was könnte ich, was könnte uns da passieren, Ne, ich will mir einen Regenschirm mitnehmen, damit ich nicht nass werde. Ich nehme eine Isomatte mit, damit ich nicht kalt habe.
Wolfgang
01:07:35
Blasenpflaster. Große Packung.
Gast
01:07:38
Ja, also es ist völlig okay, wenn wir uns auf die Herausforderung, die vor uns liegen, erst mal mit der Problemperspektive vorbereiten. Der Punkt ist, in mein Plan gezeichnet habe. Ich muss auf meiner Routenplanung klarhaben, da will ich auf jeden Fall hin, da ist ein Aussichtspunkt will da auf jeden Fall hin, da kann ich eine tolle Person kennenlernen. Ich will da auf jeden Fall hin. Da möchte ich keine Ahnung was, eine historische Städte besuchen oder irgendwie ein Museum besuchen oder was auch immer. Ich möchte also auch da wieder die Waage haben, zwischen was kann mir Negatives passieren? Was muss ich als Gefahrenstelle, als Stolperfalle, als äh Gletscherspalter, als was auch immer in die Route eintragen? Weil auch darauf möchte ich mich vorbereiten. Vielleicht brauche ich Ausrüstung, vielleicht brauche ich Sicherung, vielleicht brauche ich, Egal.
Wolfgang
01:08:30
Risikomanagement im Prinzip.
Gast
01:08:32
Genau. Ja, es ist also völlig okay am Anfang in die Problemperspektive zu gehen und dann schalte ich aktiv um und baue die schönen Dinge auch noch in die Landkarte. Weil das Schlimmste, was passieren kann, Ist da sich die Landkarte zeichne? Und bevor ich die schönen Dinge einzeichne, renne ich Richtung äh Notausgang.
Wolfgang
01:08:49
Ja, aber so lauter kleine Totenköpfe schon drauf sind oft auf der ganzen Karte, aber.
Gast
01:08:53
Das tue.
Wolfgang
01:08:54
Gefahren sind, ja.
Gast
01:08:55
Schütze ich mich vor allen Erfahrungen, aber dann schütze ich mich vor allen Erfahrungen. Dann sind auch keine Schönen dabei. Bild. Das ist so transportieren möchte, weil natürlich haben wir Unsicherheiten, natürlich haben wir alle Ängste und es passieren immer neue Dinge und Corona ist scheiße und was auch immer. Ja, aber in all dem ist auch immer irgendwas Schönes, In all dem ist auch immer irgendwas, wofür wir dankbar sein können und das muss ich in die Waagschale werfen und dann finde ich eine Bilanz, die positiv ist. In den aller-, aller-allermeisten Fällen. Und übrigens, es hilft, sich auch da beim Wandern zu sagen, Ich freue mich auf das Ende, weil wir am Ende einen schönen Sonnenuntergang haben vom Feldberg runter. Das wird toll, leichter auch da wieder die Mechanik zwischen ja das ist okay der Feldberg ist steil, der ist hoch oben aber Ich freue mich drauf, weil dann habe ich was Positives, ja? Nur so als kleines Beispiel für diese für die Landkarte mit den Problemen und den schönen Spots.
Wolfgang
01:09:59
Ja und beim Wandern geht's ja auch darum, dass man's freiwillig macht. Man wird ja nicht gezwungen, die 34 Kilometer zu zu laufen. Man macht's ja, wenn man Lust drauf hat im Idealfall. Oder weil der Partner oder die Partnerin einen dazu überredet hat.
Gast
01:10:11
Absolut.
Wolfgang
01:10:15
Ja, sehr cool. Armin, für alle Leute, die sich jetzt diese Folge angehört haben, was ist die eine positive Sache? Die Sie jetzt direkt im Anschluss umsetzen können, um einfach mal so einen positiven oder so ein Dankbarkeitsgefühl direkt jetzt zu erfahren. Was ist das Einfachste, was man jetzt direkt tun kann?
Gast
01:10:35
Das klingt jetzt gleich ein bisschen schräg. Aber auch das ist wissenschaftlich belegt. Mach die Augen auf mit der festen Überzeugung, dass ihr gleich jemandem danke sagen wollt. Ihr wisst noch nicht wofür, wisst auch noch nicht wem, aber, Baut so eine Form von Dankesenergie auf. Was jetzt passiert ist? Euer Gehirn sucht jetzt nach Dingen, für die ihr dankbar sein könnt, Ihr habt jetzt also quasi einen Filter installiert, aus dieser Überzeugung raus, ich sage gleich danke, Aber der funktioniert tatsächlich, also. Und wenn ihr das tut, auch das wieder, kostet überhaupt nichts. Macht nur was mit euch und macht Spaß. Ist also definitiv, Ganz schnell ganz leicht und nur für euch. Keiner merkt, dass ihr das tut. Niemand, also wenn ihr morgen früh ein Scheißmeeting in der Firma habt, Es steht auf und denkt, hey, wenn ich jetzt mit der Stimmung in den Tag gehe, dann habe ich einen Scheißtag. Sagt eurer Kollegin, dass sie heute eine besonders tolle Jacke anhabt oder sagt, hey cool Aufgeräumten Schreibtisch hast. Oder danke, dass du mir letzte Woche bei einem Excel-Problem geholfen hast oder was auch immer, sage dankbar. Und ihr müsst es noch nicht mal aussprechen. Schon die Bereitschaft Danke sagen zu wollen reicht aus, euren Fokus zu schiften? Das ist das Kleinste, was ich anbieten kann.
Wolfgang
01:12:13
Ich finde das äh ich finde das einen sehr sehr guten Vorschlag. Und Armin, äh ich habe gerade die Augen geschlossen und äh mir fällt äh gerade nichts besseres ein, als dir Danke zu sagen. Danke dafür, dass du mein Gast warst. Und danke dafür, dass du einfach mal deine sehr persönliche Geschichte hier erzählt hast. Ich hatte die ja vor vor vielen Jahren mal so beeindruckend und berührend, dass es mir ein großes Anliegen war, darüber nochmal mit ihr zu sprechen. Amen. Schön, dass du da warst. Ich wünsche dir eine schöne Zeit und viele positive und dankbare Momente.
Gast
01:12:50
Ganz vielen Dank Wolfgang, dass ich hier sein durfte und dieses Thema Dankbarkeit und Positivität ist mir ein Herzensthema, schon lange. Ähm und jetzt mache ich kurz ein bisschen Eigenwerbung. Ihr irgendwas wissen wollt, wenn ihr Fragen habt, wenn ihr ein Gespräch haben wollt, Da habe ich mal versucht einen Podcast drüber zu machen, der geht auch noch irgendwie weiter, aber ich bin nicht so konsequent wie der Wolfgang. Ähm, Dann wünsche ich euch allen Zuhörenden viel Spaß, probiert was aus. Ihr seht, es sind ganz kleine Schritte und genießt den Erfolg. Das wird super. Danke Wolfgang.
Wolfgang
01:13:26
Danke, tschüss.
Wolfgang Voiceover
01:13:28
So, das war das Gespräch mit Armin. Ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht. Ich freue mich, wenn ihr auch bei der nächsten Folge wieder mit dabei seid. Genauso freue ich mich aber auch über Feed, sehr gerne per E-Mail an, at tausend Geschichten Punkt DE oder als Kommentar auf Instagram. Bleibt gesund und tschüss bis zum nächsten Mal.

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